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CeBIT 2007 - Teil 5: Xigmatek - 1/5
20.03.2007 by doelf
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Im fünften Teil unseres CeBIT Rundganges besuchen wir Xigmatek. Dieser Kühlerhersteller formierte auf der letztjährigen CeBIT noch unter dem Namen Akuatek und ist auf Heatpipe- und Wasserkühlungen spezialisiert. Xigmatek ist auf dem europäischen Markt zwar noch ein Neuling, doch die Kühlerdesigns der Firma werden bereits in Lizenz von einigen Anbietern verkauft.

CPU-Kühler Prototyp mit Sauglüfter
Die Frage "Blasen oder saugen?" wurde vor einigen Jahren hitzig diskutiert. Dabei ging es darum, ob der Lüfter des CPU-Kühlers seine Abluft gegen die CPU blasen oder besser die im Kühlkörper erwärmte Luft aus diesem heraussaugen soll. Vor allem das Staubproblem entschied die Frage zu Gunsten blasender Lüfter.

Mit diesem Prototypen eines Heatpipe-Kühlers rollt Xigmatek die Frage neu auf. Der Kühler verwendet vier kupferne Heatpipes sowie Finnen aus Aluminium. Den Lüfter entdeckt man allerdings erst auf den zweiten Blick.

Xigmatek hat diesen unterhalb der Finnen montiert und streng genommen bläst auch dieser Lüfter. Da der Luftstrom allerdings von der CPU weg gerichtet ist, erzielt man den selben Effekt, welchen man damals von einem saugenden Aufbau erhofft hatte: Es entsteht ein gerichteter Abluftstrom, der beispielsweise durch ein Blowhole direkt aus dem PC geleitet werden kann.

Richtet man den Luftstrom hingegen auf das Mainboard, verwirbelt die aufgewärmte Luft im Umfeld der CPU und muss erst wieder "eingesammelt" werden.

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CeBIT 2007 - Teil 5: Xigmatek - 2/5
20.03.2007 by doelf
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CPU-Kühler Prototyp mit direktem Heatpipekontakt
Bei dem folgenden CPU-Kühler scheint es sich um eine ganz normale Turmkonstruktion mit Finnen aus Aluminium und drei Heatpipes zu handeln, doch Xigmatek hat einige Überraschungen versteckt.

So wird der Lüfter weder mit Drahtklammern befestigt, noch wird er verschraubt. Stattdessen hängt Xigmatek den Lüfter mit vier Gummipuffern zwischen den Aluminiumblechen ein und setzt somit eine wirkungsvolle Entkopplung um:

Der Lüfter des Prototypen verfügt - wie bei allen Kühlern von Xigmatek - über einen 4-Pin Anschluss und kann per Pulsweitenmodulation geregelt werden.

Der eigentliche Clou befindet sich allerdings im Sockel des Kühlers. Xigmatec verzichtet auf die übliche Kupferplatte, welche die Abwärme des Prozessors an die Heatpipes weiterreicht, und stellt einen direkten Kontakt zwischen den Heatpipes und dem Heatspreader der CPU her:

Laut Xigmatek werden die Heatpipes dazu in die benötigte Form gepresst und nicht etwa abgeschliffen. Die Bodenplatte des Prototypen wies bereits eine sehr saubere Fertigung auf, die sich im Rahmen der Serienproduktion bestimmt noch übertreffen lässt. Wir sind gespannt, wie sich der direkte Kontakt zu den Heatpipes auf die Kühlleistung auswirken wird.

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CeBIT 2007 - Teil 5: Xigmatek - 3/5
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CPU-Kühler Prototyp mit Luftleitblech
Anhand eines zweiten Trumkühlers demonstrierte Xigmatek zwei weitere Besonderheiten.

Dieses Modell verwendet vier Heatpipes, welche nicht mit der Bodenplatte verlötet wurden. Stattdessen wurde die Verbindung zwischen Heatpipe und Bodenplatte gepresst, was sich positiv auf die Wärmeübertragung auswirken sollte.

Ein generelles Problem der Turmkühler hat Xigmatek mit Hilfe eines kleinen, gebogenen Bleches gelöst:

Turmkühler erzeugen einen gerichteten Luftstrom, der leicht aus dem Gehäuse geführt werden kann. Doch leider kühlen sie nur die CPU und keine weiteren Bauteile. Insbesondere im Bereich der Spannungswandler des Mainboards wäre ein Luftstrom wünschenswert.

Um die Luft teilweise auf die Spannungswandler zu richten, wird einfach das gekrümmte Bleck zwischen den Finnen eingesetzt. Eine simple Idee, die sich in der Praxis jedoch bewähren könnte.

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CeBIT 2007 - Teil 5: Xigmatek - 4/5
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CPU-Kühler XP-D92HAC
Das Modell XP-D92HAC wird von Xigmatek bereits verkauft, es handelt sich um einen Downblower mit einem 92 mm Lüfter und vier Heatpipes aus Kupfer, die einen Durchmesser von 6 mm haben.

42 Finnen aus Aluminium wurden in einem Abstand von 2 mm verbaut und halten den XP-D92HAC auf einem Gewicht von lediglich 400,57 Gramm. Der Lüfter wird per Pulsweitenmodulation zwischen 1200 und 2800 U/min geregelt.

CPU-Kühler XCAI-055AC9025
Das Modell XCAI-055AC9025 wird offiziell zwar noch nicht angeboten, steht aber bereits in den Startlöchern. Auch bei diesem Turmkühler kommt ein 92 mm Lüfter zum Einsatz, welcher sich über Pulsweitenmodulation zwischen 2000 und 2500 U/min regeln läßt. Optional kann ein zweiter Lüfter montiert werden.

Xigmatek verschraubt zwar ein Gitter am Lüfter, der Lüfter selbst wird jedoch mit Gummipuffern vom Kühlkörper entkoppelt. Das Gewicht des XCAI-055AC9025 beträgt 650 Gramm.

Unser Besuch bei Xigmatek zeigte, dass die Firma im Bereich der Heatpipe-Kühler sehr aktiv ist. Doch Xigmatek hat noch ein zweites Standbein: Kompakte Wasserkühlungen.

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CeBIT 2007 - Teil 5: Xigmatek - 5/5
20.03.2007 by doelf
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GPU-Wasserkühler AIO PI-UN7
Mit dem schlauchlosen Modell AIO PI-UN7 lassen sich Grafikkarten recht einfach mit einer Wasserkühlung ausrüsten. Xigmatek hat die komplette Wasserkühlung in einem Block untergebracht, welcher auf der Grafikkarte wie ein normaler Kühler montiert wird.

Es muss kein Schlauch verlegt werden, da sich die Wasserkühlung auf die Grafikkarte beschränkt. Aufgrund ihrer kompakten Abmessungen belegt die AIO PI-UN7 lediglich zwei Slots, so dass sich auch SLI- oder CrossFire-Konfigurationen mit dieser Wasserkühlung bestücken lassen.

Die komplette Einheit wiegt inklusive Kühlmittel 475 Gramm. Xigmatek hat die AIO PI-UN7 für den Betrieb mit NVIDIAs GeForce 7900 GTX, 7900 GTO sowie die 7800-Serie freigegeben, auf Seiten ATis werden die Serien Radeon X1950, X1900 sowie X1800 unterstützt.

Der kugelgelagerte Lüfter hat bei der aktuellen Revision einen Durchmesser von 70 mm und rotiert mit 3000 U/min, er soll allerdings durch einen größeren Lüfter ersetzt werden. Die Pumpe arbeitet mit 3100 U/min und erzielt damit einen Durchsatz von 72 Litern in der Stunde.

Über den Messestand führte uns Tony Sahin, Chefingenieur der Firma Xigmatek - herzlichen Dank!
Fotos: Michael Doering, Kevin Kleibömer, Rolf Quint.

Weiter zu Teil 6: Arctic Cooling (Kühlung und Gehäuse)

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