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Notebook-Akkus: Übersicht aktueller Rückrufaktionen
06.10.2006 by doelf; UPDATE: 31.10.2008
Update Oktober 2008
Eigentlich hatten wir gedacht, diesen Spuk überstanden zu haben, doch am 31. Oktober 2008 starteten die Notebook-Hersteller Dell, HP und Toshiba einen weiteren Rückruf für Akkus des Herstellers Sony, welche zwischen Oktober 2004 und Juni 2005 produziert wurden. Wie die U.S. Consumer Product Safety Commission erklärt, überhitzen die betroffenen Akkus, so dass in 21 Fällen Sachschäden entstanden sind und in vier Fällen sogar ein kleines Feuer ausbrach. Sony ruft die fehlerhaften Akkus nun in Zusammenarbeit mit den drei Notebook-Herstellern zurück.
Dell
Dell hat seiner Rückrufaktion für Notebook-Akkus vom Dezember 2005, welche im August 2006 zur größten Rückrufaktion der IT-Geschichte ausgeweitet wurde, im Oktober 2008 zwei weitere Akkus sowie neue betroffene und potentiell betroffene Notebook-Modelle hinzugefügt. Die folgende Liste enthält alle betroffenen Geräte:
- Informationsseite zum Rückruf von Dell
- betroffene Notebooks: Latitude D530 (neu), D620ATG (neu), D410, D500, D505, D510, D520, D600, D610, D620, D800, D810, Inspiron 500M, 510M, 600M, 700M, 710M, 6000, 6400, 8500, 8600, 9100, 9200, 9300, 9400, E1505, E1705, Precision M20, M60, M70, M90, XPS XPS, XPS Gen2, XPS M170, XPS M1710
- möglicherweise ebenfalls betroffene Notebooks: Latitude 110L, D530, Inspiron 1100, 1150, 5100, 5150, 5160
- betroffene Akkus: OU091 (neu), W1436 (neu), 1K055, C5446, F2100, KD494, W5915, Y1333, 3K590, C6269, F5132, OR331, X5308, Y4500, 5P474, C6270, GD785, M3006, X5329, Y5466, 6P922, D2961, H3191, RD857, X5332, C2603, D5555, J1524, TD349, X5333, C5339, D6024, JD616, U5867, X5875, C5340, D6025, JD617, U5882, X5877
HP
HP hat im Oktober 2008 seine dritte Rückrufaktion gestartet, die Daten zu den beiden vorausgegangenen Rückrufaktionen finden sich weiter unten. Hier die Details:
- Informationsseite zum Rückruf von HP
- betroffene Notebooks: HP Pavilion dv1000, dv8000, zd8000, Compaq Presario V2000, V2400, HP Compaq nc6110, nx6110, nc6120, nx6120, nc6140, nc6220, nx4800, nx4820, nc6230, nx9600
Toshiba
Auch Toshiba hat im Oktober 2008 eine dritte Rückrufaktion gestartet, die Daten zu den beiden vorausgegangenen Rückrufaktionen finden sich weiter unten. Der Hersteller hat eine Hotline unter der Telefonnummer 01805 96 90 10 (0,14€/Min aus dem Festnetz) geschaltet. Hier die Details:
Rückrufe der Jahre 2005 bis 2007
Seit Juni 2005 wurden mehr als 9.000.000 Notebook-Akkus von den Herstellern wegen Brandgefahr zurückgerufen. Wir haben auf dieser Seite alle uns bekannten Rückrufaktionen zusammengefasst und auf dem Stand vom 20. Juli 2007 dokumentiert. Es hat sich gezeigt, dass einige Hersteller die Listen der betroffenen Geräte nachträglich erweitert haben, ohne dies explizit anzukündigen. Es lohnt sich daher, die Daten ein weiteres Mal durchzusehen.
Wir werden diese Webseite erweitern, sobald weitere Rückrufe bekannt werden. Seit Sony selbst den Rückruf von Akkus aus eigener Produktion vorrantreibt, werden beinahe täglich neue Austauschprogramme angekündigt.
Acer
Wie die U.S. Consumer Product Safety Commission mitteilt, sind bei Acer rund 27.000 Akkus betroffen. Die entsprechenden Notebooks wurden zwischen Mai 2004 und November 2006 verkauft.
- Informationsseite der U.S. Consumer Product Safety Commission
- betroffene Notebooks: Aspire 556x, Aspire 560x, Aspire 567x, Aspire 930x, Aspire 941x, Aspire 980x sowie TravelMate 242x, TravelMate 320x, TravelMate 321x, TravelMate 330x, TravelMate 422x, TravelMate 467x, TravelMate 561x, TravelMate C20x
- betroffene Akkus: BT00604001, BT00604002, BT00604005, BT00804011, BT00804016, BT00807010 und BTT4807001
Kunden sollen sich an folgende kostenlosen Hotlines der Firma Acer wenden:
- Deutschland 0800/0007451
- Schweiz 0800/660000
- Österreich 0800/293536
Eine weitere Rückrufaktion betrifft Notebook-Netzkabel, welche im Zeitraum von 1996 bis 1997 mit Notebooks ausgeliefert wurden. Diese tragen die Aufschrift "WS-027 WELLSHIN" und können zu Stromschlägen führen. Kunden, die noch ein Notebook aus dieser Zeit besitzen, sollen Acer über die Hotline 01805 005520 (14ct/min) kontaktieren.
Apple
Bei Apple sind 1,8 Millionen Akkus von der Rückrufaktion betroffen, die Liste scheint seit August unverändert.
BenQ
Auch BenQ hat Akkus von Sony bezogen und ruft diese nun zurück. Leider hat die Firma den Rückruf nicht angekündigt und nennt weder die betroffenen Notebook-Modelle, noch die Zahl der zurückgerufenen Akkus. BenQ teilt lediglich mit, dass die Akku-Serien S72.G02 und S72G.G13 ausgetauscht werden.
Fujitsu Siemens
Mitte Juni 2005 rief Fujitsu Siemens als erster Hersteller 250.000 Notebook-Akkus wegen Überhizungsgefahr zurück:
Update 13.10.2006: Auf der deutschen Webseite von Fujitsu-Siemens findet sich lediglich folgender Hinweis zum aktuellen Rückruf von Sony:
"Batterie-Austausch-Programm von Sony
München , 03 OKTOBER , 2006
Im Nachgang zu der Ankündigung von Sony vom 28. September 2006, ein Austauschprogramm für fehlerhafte Notebook-Batterien zu starten, arbeitet Fujitsu Siemens Computers eng mit Sony und Fujitsu zusammen, um zu eruieren, welche Fujitsu Siemens Computers Notebooks möglicherweise betroffen sein könnten.
Bis heute wurden Fujitsu Siemens Computers keine Vorfälle mit fehlerhaften Sony-Batterien in Fujitsu Siemens Computers Notebooks gemeldet.
Fujitsu Siemens Computers arbeitet eng mit Sony bezüglich des freiwilligen Batterie-Austausch-Programms zusammen, da die Zufriedenheit und Sicherheit seiner Kunden für Fujitsu Siemens Computers besonders wichtig sind. Sollten eigene Recherchen und notwendige Informationen von Sony ergeben, dass Notebooks von Fujitsu Siemens Computers betroffen sind, plant das Unternehmen, selbst ein freiwilliges Batterie-Austausch-Programm zu starten. Fujitsu Siemens Computers steht in engem Kontakt mit Sony und Fujitsu und wird über mögliche Aktionen informieren.
Für weitere Informationen lesen Sie bitte die englische Pressemeldung der Sony Corporation: Sony to Initiate Global Replacement Program for Notebook Computer Battery Packs"
Auf der internationalen Webseite von Fujitsu wird hingegen ein Rückruf von mittlerweile 338.000 Akkus angekündigt:
- Informationsseite zum Rückruf von Fujitsu
- betroffene Notebooks in Japan:
- FMV-BIBLO LOOX P70R, P70S
- FMV-BIBLO LOOX T50M, T50R, T50RN, T50S, T50SN
- FMV-BIBLO LOOX T70M, T70M/T, T70MN, T70R, T70R/T, T70RN, T70S, T70S/V, T70SN
- FMV-P8210
- betroffene Notebooks weltweit:
- LIFEBOOK P1510, P1510D, P7120, P7120D
- LIFEBOOK S7020, S7020D, S7025, S7025D
- LIFEBOOK C1320, C1320D
Hitachi
Auch Hitachi wird 16.000 Akkus zurückrufen, betroffen ist anscheinend aber nur der japanische Mark. Die Supportseite von Hitachi ist jedenfalls zur Zeit nicht erreichbar, so dass wir diese Daten leider nicht prüfen können.
- betroffene Notebooks: Flora 210W und Flora Se210
HP
Die erste Rückrufwelle trat HP im Oktober 2005 los, weitere betroffene Geräte wurden dann im April 2006 genannt:
- Informationsseite zum Rückruf von HP
- betroffene Notebooks: HP Pavilion 4200, dv1xxx, dv7000, dx4000, dx5000, dx7000, ze2xxx, zd8100, ze4100, ze4100/xt1xx, ze4200, ze4300, ze4400, ze4500, ze4600, ze4700, ze4800, ze5155, ze5200, ze5300, ze5400, ze5500, ze5600, zv5000, zv5200, zx5000, zx5200, Compaq Presario 1100, 2100, 2500, M2xxx, R3000, R3200, V1000, V2xxx, X4000, X5000, X6100, HP Compaq 9000, 9005, nc6000, nc8000, nw8000, nx48xx, nx5000, nx9005, nx9008, nx9010, nx9100, nx9105, Compaq Evo N1010v, N1050v
Lenovo/IBM
Bei Lenovo sind 526.000 Akkus betroffen. Auch der IBM-Nachfolger hat die Liste der betroffenen Notebooks erweitert und nun auch das Modell ThinkPad T60p eingeschlossen. Die betroffenen Notebooks wurden laut Hersteller zwischen Februar 2005 und September 2006 verkauft.
- Informationsseite zum Rückruf von Lenovo
- betroffene Notebooks: ThinkPad R Series (R51e, R52, R60, R60e), ThinkPad T Series (T43, T43p, T60, T60p), ThinkPad X Series (X60, X60s)
- Zusatz-/Ersatzakku für: ThinkPad R50, R50e, R50p, R51 sowie ThinkPad T40, T40p, T41, T41p, T42, T42p
Update 03.03.2007: Lenovo startet eine weitere Rückrufaktion, betroffen sind diesmal rund 208.000 Lithiumionen-Akkus mit 9-Zellen, welche mit Notebooks der ThinkPad-Serie ausgeliefert wurden. Einige der Notebooks wurden alternativ auch mit 6-Zellen Akkus angeboten, welche nicht zurückgerufen werden. Laut Lenovo wurden die betroffenen Akkus zwischen November 2005 und Februar 2007 als Erstausstattung oder Zusatz-/Ersatzakku verkauft:
- Informationsseite zum zweiten Rückruf von Lenovo
- betroffene Notebooks: ThinkPad R Series (R60 und R60e), ThinkPad T Series (T60 und T60p), ThinkPad Z Series (Z60m, Z61e, Z61m und Z61p)
- Zusatz-/Ersatzakku für: ThinkPad R Series (R60 und R60e), ThinkPad T Series (T60 und T60p), ThinkPad Z Series (Z60m, Z61e, Z61m und Z61p)
- Teilenummer: FRU P/N 92P1131
Maxdata
Der deutsche Hersteller Maxdata gehörte im Juni 2005 zu den ersten Herstellern, die Notebook-Akkus wegen Überhitzungsgefahr zurückriefen. Betroffen waren 10.000 Geräte:
Sharp
Update 13.10.2006: Auch Sharp ruft nun auf dem japanischen Markt 28.000 Akkus zurück:
Sony
Update 20.10.2006: Sony hat ein Austauschprogramm für seine VAIO Notebooks angekündigt, Details werden allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben:
"Hinweis an Sony VAIO Kunden bezüglich des Austauschprogramms für bestimmte wiederaufladbare Batterien (Akkus)
Sehr geehrter Sony Kunde,
Sony hat kürzlich angekündigt, ein weltweites Austauschprogramm für bestimmte Lithium-Ionen Notebookcomputer Batterien (Akkus), die von Sony hergestellte Batteriezellen enthalten, einzuführen, um auf die Besorgnis von Verbrauchern und Kunden wegen der kürzlich aufgetretenen Fälle von Überhitzung einzugehen.
Die Sony VAIO Gruppe wird an einem freiwilligen Batterieaustauschprogramm teilnehmen, welches zurzeit für VAIO Notebooks noch finalisiert wird. Sony wird Details zu diesem freiwilligen Austauschprogramm in naher Zukunft bekannt geben.
Wir bei Sony verstehen, dass viele Verbraucher wegen der kürzlich aufgetretenen Überhitzungsvorfälle besorgt sind. Wir sind stetig bemüht, unseren Kunden hochqualitative Produkte anzubieten und möchten uns aufrichtig für etwaig verursachte Unannehmlichkeiten entschuldigen."
Toshiba
Update 20.07.2007: Toshiba hat aufgrund mehrerer Bandvorfälle weitere 5.100 Akkus zurückgerufen. Eine Hotline wurde unter der Telefonnummer 01805 96 90 10 (0,14€/Min aus dem Festnetz) eingerichtet. Hier die Details:
29.09.2006: Toshiba hat seine Rückrufaktion klammheimlich um die Baureihen Equium 110, Satellite A110 und Satellite Pro A110 erweitert. Zudem will der Hersteller in Zusammenarbeit mit Sony weitere 830.000 Notebook-Akkus austauschen. Zusammen mit den bereits zurückgerufenen 340.000 Akkus sind bei Toshiba nun 1.170.000 Akkus betroffen.
- Informationsseite zum 1. Rückruf von Toshiba
- betroffene Notebooks: Equium A100, Equium M50, Equium M70, Equium 110, Satellite A100, Satellite A110, Satellite M100, Satellite M50, Satellite M70, Satellite Pro A100, Satellite Pro A110, Satellite Pro M50, Satellite Pro M70, Tecra A6 und Tecra A7
- betroffene Akkus: PA3465U-1BAS, PA3399U-2BAS, PA3400U-1BAS, PA3465U-1BRS, PA3399U-2BRS und PA3400U-1BRS
- Informationsseite zur erweiterten Rückrufaktion von Toshiba
- betroffene Notebooks: Tecra M3/M4/M5/M7, Tecra S3, Tecra A2/A3X, Portégé S100, Portégé M300/M400, Satellite R10/R20, Satellite U200, Satellite A50, SatellitePro U200, Qosmio G30 und Qosmio F30
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