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ASUS P5B-E Plus (Intel P965) im Test - 1/17
17.01.2007 by doelf
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Nachdem wir uns im zweiten Halbjahr 2006 auf Mainboards für AMDs Sockel AM2 konzentriert hatten, folgt nun eine Testreihe aktueller Hauptplatinen für Intels Sockel LGA775 und die Core 2 Duo und Core 2 Quad Prozessoren. Wir werden in dieser Testreihe Mainboards aller Preisklassen vorstellen, wobei wir heute mit dem ASUS P5B-E Plus starten. Das ASUS P5B-E Plus basiert auf Intels P965 Chipsatz und vereint den aktuellen Stand der Technik, umfangreiche Übertaktungsfunktionen und einen attraktiven Preis von ca. 140 Euro.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Intels P965 Express-Chipsatz
Zunächst möchten wir den Intel P965 Express-Chipsatz näher betrachten, welcher von dreien unserer Testkandidaten verwendet wird. Der P965 gehört zur Broadwater-Familie, welche im Sommer 2006 zusammen mit dem Core 2 Duo und Core 2 Extreme vorgestellt wurden. Neben dem Premium-Chipsatz 975X soll nach Intels Willen vor allem die Broadwater-Baureihe die Grundlage moderner Computer auf Basis eines Core-Mikroprozessors bilden, wobei die Broadwater Chipsätze natürlich auch weiterhin die Prozessoren der Pentium D, Pentium 4 und Celeron Baureihen für den Sockel LGA775 unterstützen.

Wie immer stellt sich die Frage nach den wesentlichen Neuerungen im Vergleich zum Vorgängerprodukt Intel 945P, welchen wir im Rahmen des Testberichtes zum Mainboard Asus P5LD2 Deluxe vorgestellt hatten. Als wesentliche Features des P965 hat Intels Marketingabteilung folgende Punkte herausgestellt:

  • Intel Viiv Technologie:
    Ein neues "Feature" ist die Unterstützung der Intel Viiv Technologie, welche den Zugang zum Unterhaltungsangebot der Viiv-zertifizierten Service-Provider garantiert. Allerdings ist Viiv nicht wirklich eine technologische Neuerung, sondern lediglich eine Zertifizierung für einen von Intel vorgegebenen multimedialen Mindeststandard.
    (Anmerkung: Intel hat Viiv nun auch für die Chipsätze der 945er Baureihe freigegeben, bei den Chipsätzen 946PL und 946GZ fehlt ein solcher Hinweis hingegen.)

  • 1066-/800-/533-MHz-Systembus:
    Auch hier gibt es keine echte Neuerung zu vermelden, denn bereits der 945P Chipsatz ermöglichte diese Taktraten für den Frontsidebus. In der Praxis bedeutet dies lediglich, dass vom Celeron bis zum Core 2 Quad Extreme jeder Prozessor in der LGA775-Bauform mit mit diesem Chipsatz betrieben werden kann. Der P965 "bietet Skalierfähigkeit für künftige Prozessorneuerungen", erklärt Intel. Das wollen wir erst einmal abwarten, denn selbst Intels hauseigenes Mainboard D975XBX brauchte eine neue Hardwarerevision für den Core 2 Duo und eine zweite für den Core 2 Quad. Ob unsere Testkandidaten mit FSB1333 und höher betrieben werden können, werden wir natürlich ausprobieren.

  • PCI-Express-x16-Schnittstelle:
    Auch hier gibt es keine Neuerungen, die Northbridge (MCH) stellt lediglich 16 PCI-Express Lanes für die Grafikkarte zur Verfügung. Im Gegensatz zum 975X ist es zudem nicht möglich, die Lanes auf zwei Grafikkarten zu verteilen. Wenn ein Hersteller CrossFire auf einem P965 basierenden Mainboard anbieten möchte, muss er eine Grafikkarte mit 16 Lanes über die MCH und die zweite mit vier Lanes über die ICH (Southbridge) anbinden.

  • PCI-Express-x1/-x4-Schnittstellen:
    Die ICH8 stellt wie ihr Vorgänger ICH7 sechs PCI-Express Lanes für Erweiterungskarten zur Verfügung. Die sechs Lanes können auf maximal vier Geräte verteilt werden, so dass sich vier x1- oder eine x4- plus zwei x1-Anbindungen verwirklichen lassen.

  • Unterstützung für Zweikanal-DDR2-Speicher:
    Hier findet sich die erste nennenswerte Neuerung, denn der P965 unterstützt nun bis zu acht Gigabyte Dual-Channel DDR2-800 Arbeitsspeicher, während sich sowohl 945P als auch 975X mit Dual-Channel DDR2-667 begnügen müssen. Für eine optimale Ausnutzung der Bandbreiten soll eine Technik namens "Fast-Memory-Access" sorgen. Allerdings ist die Bandbreite von Dual-Channel DDR2-800 nicht wirklich notwendig, wie folgende Tabelle zeigt:

Speicherbandbreite: Single-Channel / Dual-Channel in GByte/s
DDR2-12009,38
18,75

DDR2-10668,33
16,66

DDR2-8006,25
12,50

DDR2-6675,21
10,42

DDR2-5334,16
8,33

FSB133310,42
FSB10668,33
FSB8006,25

  • Intel Flex-Memory-Technologie:
    Bleiben wir noch für einen Moment beim Arbeitsspeicher. Dank seiner Flex-Memory-Technologie kann der P965 Chipsatz auch unterschiedlich große Speicherriegel im Zweikanalmodus betreiben, allerdings bieten auch 945P und 975X diese Technologie.

  • Intel Matrix-Storage-Technologie:
    Die ICH8R unterstützt die RAID-Modi 0, 1, 5 und 10 im Zusammenspiel mit bis zu sechs Serial-ATA Geräten. Die abgespeckte ICH8 muss hingegen ohne RAID auskommen und bietet lediglich vier Serial-ATA Ports, die weiteren Varianten ICH8DH (Digital Home) und ICH8DO (Digital Office) beherbergen hingegen wieder 6 Ports und unterstützen die Matrix-Storage-Technologie. Neben externem Serial-ATA (eSATA) beherrschen alle ICH8-Varianten eine Transferrate von bis zu 3 Gb/s. Auf Parallel-ATA muss man bei Intels neuen Southbridges hingegen verzichten, ICH7 und ICH7R boten noch einen ATA100-Kanal für maximal zwei Geräte.

  • USB Port Disable:
    Diese Option dürfte eher für Geschäftskunden interessant sein: Die USB-Anschlüsse können je nach Bedarf aktiviert und deaktiviert werden, wodurch man unbefugte Zugriffe oder das Einschleusen von Schadsoftware über USB-Speichermedien verhindern kann.

  • Intel Quiet-System-Technologie:
    Die Drehzahl der Lüfter wird automatisch anhand der CPU-Temperatur geregelt. Durch wenige Drehzahländerungen soll die Schallemission für den Benutzer möglichst gering gehalten und nicht als störend empfungen werden.

Zudem hat Intel in der ICH8 einen Gigabit-LAN Controller integriert, dessen Funktionalität mit einem PHY, z.B. Intels 82566, ausgeführt werden kann. Da sich der Controller die Resourcen mit dem sechsten PCI-Express Root-Port teilt, kann entweder der PHY oder Port genutzt werden, jedoch nicht beide zugleich. Noch ein letztes Kriterium für den Boardkauf: Quad-Core Prozessoren werden lediglich vom 975X und P965 Chipsatz unterstützt.

Vergleichstabelle: Chipsätze
Zur besseren Übersicht haben wir die Unterschiede zwischen P965, 975X und 945P tabellerisch zusammengestellt:

  Intel
945P
Intel
P965
Intel
975X
Intel Viiv ja ja ja
Front Side Bus 533/800/1066 533/800/1066 800/1066
Dual Core ja ja ja
Quad Core nein ja ja
Hyper-Threading ja ja ja
PCI Express x16 1x (MCH) 1x (MCH) 1x x16
2x x8
PCI Express x1 6x (ICH) 6x (ICH) 6x (ICH)
AGP 8x nein nein nein
PCI 6x 6x 6x
DDR/DDR-2 nein/ja nein/ja nein/ja
max. DDR-2 667 800 667
Dual Channel ja ja ja
Memory Pipeline Technology nein nein ja
Flex-Memory ja ja ja
Direct Media Interface (DMI) 2 GB/s 2 GB/s 2 GB/s
ATA100 (Geräte) 1x (2) - 1x (2)
SATA150/300 -/4 -/6 -/4
RAID 0/1/5/10 nur ICH7R nur ICH8R nur ICH7R
USB 2.0 8 10 8
HD Audio ja ja ja
Gigabit LAN nein ja nein

Soviel zum Chipsatz, kommen wir nun zum ASUS P5B-E Plus.

Weiter: 2. ASUS P5B-E Plus: Lieferumfang, Anschlüsse, Layout #1

1. Intels P965 Chipsatz
2. ASUS P5B-E Plus: Lieferumfang, Anschlüsse, Layout #1
3. ASUS P5B-E Plus: Layout #2
4. ASUS P5B-E Plus: Layout #3
5. BIOS und Overclocking
6. Kompatibilität, Stabilität und Praxisbetrieb
7. Testumgebung, Audio, USB 2.0 und IDE
8. CPU-Leistung (synthetisch)
9. Multithreaded (synthetisch)
10. Datendurchsatz von Speicher und Cache
11. Primzahlen und Pi
12. Raytracing und Rendering
13. Kompression und mp3-Encoding
14. Video-Encoding
15. 3DMark06 und F.E.A.R.
16. Riddick und UT2004
17. Fazit

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