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Acer Aspire One A110L (8,9-Zoll Netbook mit Intel Atom) im Test - Duckansicht
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UPDATE: Tipps und Tricks zum Acer Aspire One




Den Anfang hatte ASUS Ende 2007 mit seinem 7-Zoll Mini-Notebook Eee PC gemacht und nun hat sich daraus bereits eine eigene Geräteklasse – das Netbook – entwickelt. Das Netbook ist ein kompaktes, leichtes Laptop mit stromsparender aber vergleichsweise leistungsschwacher Hardware. Das neueste Exemplar dieser Gattung kommt von Acer und nennt sich Aspire One A110L. Acer ist somit der erste Hersteller aus den "Top 5", der ein solches Gerät in sein Sortiment aufgenommen hat.


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CPU, Grafik, Speicher und Display
Wirkte die erste Generation des Eee PC mit ihrem winzigen 7-Zoll Display noch wie ein Spielzeug, wurde der Eee PC 900 dank seines 8,9-Zoll Bildschirms zu einem ernstzunehmenden Computer. Acer setzt beim Aspire One A110L gleich auf ein Display mit 8,9-Zoll Bildschirmdiagonale und einer Auflösung von 1024 x 600 Bildpunkten - und hat dem Eee PC 900 zudem die modernere Architektur voraus.


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Denn während sich der Eee PC 900 noch mit einem mobilen Celeron begnügen muss, hat der Aspire One bereits einen Intel Atom N270 Single-Core Mikroprozessor mit 1,60 GHz Taktrate und Hyperthreading an Bord. Der Atom N270 ist zur Zeit der kleinste x86-Prozessor der Welt, er wird im 45 nm Prozess mit Hi-K Metal Gate Technologie gefertigt und besitzt einen zweiteiligen L1-Cache - 32 KByte für Instruktionen und 24 KByte für Daten - sowie 512 KByte L2-Cache. Da eine Dual-Core Lösung zu viel Strom verbrauchen würde, hat Intel die vom Pentium 4 bekannte HyperThreading Technologie reaktiviert: Durch parallele Strukturen kann die CPU zwei Threads zeitgleich bearbeiten.


Der "Atom-Kern"

Dank der Enhanced Intel SpeedStep Technologie (EIST) senkt der Prozessor seinen Multiplikator und die anliegende Spannung ab, um Strom zu sparen. Der CPU-Kühler muss laut Intel maximal 4 Watt Wärme abführen. Intel hat den Atom Prozessor mit den Befehlssatzerweiterungen SSE2 und SSE3 ausgestattet, SSE4 wird hingegen nicht unterstützt. Vor Schadprogrammen soll das Execute Disable Bit schützen und - auch wenn kaum jemand dies nutzen wird - der Atom N270 beherrscht Intels 64-Bit Technologie. ASUS wird den Schritt zur Atom-Plattform erst mit dem Eee PC 901 vollziehen, der in den USA und Asien bereit angeboten wird. In Europa ist der Eee PC 901 hingegen noch nicht in Sicht.


Links: Poulsbo Chipsatz; Rechts: Atom CPU

Der Frontsidebus taktet mit 4x 133 MHz (FSB533) und bindet einen mobilen Intel 945 GSE Express Chipsatz an. Dieser Chipsatz unterstützt bis zu 4 GByte DDR2-Arbeitsspeicher mit Taktraten von 400, 533 sowie 667 MHz. Acer hat beim Aspire One lediglich 512 MByte DDR2-533 onboard verbaut, ein SO-DIMM Slot steht für Aufrüstungen mit 512 oder 1024 MByte Modulen bereit. Ärgerlich: Um diesen bestücken zu können, muss man das Gerät komplett zerlegen. Die Northbridge beinhaltet eine Intel GMA950 Grafiklösung, welche DirectX 9.1 unterstützt, für anspruchsvolle Spiele jedoch keine ausreichende Leistung bietet.


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Doch zurück zum Acer One oder genauer gesagt dessen 8,9-Zoll Display. Anders als ASUS verwendet Acer ein CrystalBrite Panel. Dieses Panel ermöglicht einen hohen Kontrast, leuchtende Farben und ein tiefes Schwarz, doch - wie alle Hochglanz-Displays - reflektiert es stark und taugt im Sonnenschein eher als Spiegel.


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Das Display kann maximal 262.000 Farben darstellen, seine Leuchtkraft liegt bei 180 cd/m2. Dank Backlight-LED-Technologie arbeitet das Panel zudem sehr stromsparend.




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Gehäuse, Webcam, Festspeicher
Während sich ASUS hierzulande auf die Farben Weiß und Schwarz beschränkt, stehen bei Acer zusätzlich auch dunkelblau, dunkelgrau und rosa zur Auswahl. Unser Testmuster wurde in Dunkelblau geliefert. Acer setzt nicht nur beim Panel auf Hochglanz, auch der Deckel blinkt und spiegelt wie ein edler Flügel. Das sieht zwar schick und elegant aus, doch nur solange bis das Gerät mit Fingerabdrücken übersäht ist. Und diese scheint insbesondere der Deckel magisch anzuziehen.


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Auch der schwarze Hochglanzrahmen des Displays stört aufgrund stetiger Reflektionen. Zudem befinden sich hier Gummipuffer, welche das Display beim Zuklappen schützen. Versucht man, die Fingerabdrücke vom Rahmen zu entfernen, sammeln sich Staub und Fusseln auf und um diese Gummipuffer an. Oberhalb des Displays hat Acer ein Mikrofon sowie eine Webcam mit 0,3 Megapixel Auflösung verbaut.


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Nicht nur beim Arbeitsspeicher gibt sich Acer bescheiden: Statt einer Festplatte findet sich in unserem Gerät ein 8 GB großes Solid-State-Drive. Laut Dateimanager bleiben hiervon allerdings lediglich 6,4 GB übrig, denn den Rest belegt die Auslagerungspartition des vorinstallierten Linux. Auf unserem Testmuster waren daher nur 3,7 GB frei.


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Dennoch macht die Verwendung eines SSD bei dem ultra-mobilen Notebook Sinn: Die Vorteile des Solid-State-Drive sind der geringe Stromverbrauch, die minimale Abwärme, der lautlose Betrieb und die absolute Stoßfestigkeit. Der Nachteil ist der knappe Speicherplatz, denn obwohl es auch größere SSDs gibt, wären diese für die preiswerten Netbooks viel zu teuer. Ein spezieller Kartenleser ist zur Erweiterung des Speicherplatzes mit Hilfe von SD-Karten gedacht.


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Obwohl wir beim Aspire One keinerlei Laufwerksgeräusche hören, arbeitet das Gerät keinesfalls lautlos. Sofort nach dem Einschalten meldet sich der Lüfter zu Wort und läuft dann dauerhaft. Wird der Prozessor über eine längere Zeit belastet, schaltet der Lüfter sogar einen Gang höher und ist dann nicht mehr überhörbar.




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Tastatur, Touchpad, Akku und Netzteil
Die Tastatur des Aspire One hinterlässt einen recht guten Eindruck. Mit einer Breite von 16 mm und einer Tiefe von 15,1 mm fällt das Tippen leicht, lediglich bei den Pfeil- und Funktionstasten (14,6 x 9,5 mm) ist etwas mehr Zielgenauigkeit gefragt. Der Anschlag ist beim Aspire One allerdings nicht ganz so präzise wie beim Medion Akoya Mini E1210.


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Acer kann sich eine vergleichsweise große Tastatur erlauben, da das Display in der Diagonalen lediglich 22,5 mm misst, der Deckel hingegen auf gut 27,5 mm kommt. Zum Vergleich: Der ASUS Eee PC 900 ist 2,4 cm schmaler und das Medion Akoya Mini E1210 mit seinem 10-Zoll Display gerade einmal 1,1 cm breiter.

Links: Acer Aspire One A110L; Rechts: Medion Akoya Mini E1210

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Aufgrund der großen Tastatur war es Acer nicht möglich, die Maus-Tasten unterhalb des Touchpads anzuordnen. Das Touchpad ist gerade einmal 28 mm tief und dabei 50 mm breit. Die Tasten befinden sich nun zu beiden Seiten der Navigationsfläche und messen 7 x 28 mm. Dieses Layout ist anfangs sehr ungewohnt und man braucht eine gewisse Zeit, um die schmalen Tasten verlässlich zu treffen. Im Bereich neben der rechten Taste hat Acer im Touchpad eine Scrollfunktion integriert, welche allerdings weder optisch noch haptisch gekennzeichnet wurde.


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Der Akku hat bescheidene drei Zellen und 2400 mAh / 45 Wh, einem Teil der im Handel befindlichen Geräte soll allerdings ein 2200 mAh Akku beiliegen. Im Test erreichten wir eine Laufzeit von 2:27 Stunden, wobei wir primär mit OpenOffice arbeiteten, zudem etwas Internet surften und ein wenig Bubble-Billiard spielten. Das Aufladen der Batterie dauerte 1:43 Stunden.


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Alternativ bietet Acer das Aspire One auch mit einem 6-Zellen-Akku an, der Laufzeiten von bis zu sechs Stunden ermöglichen soll. Diesen Akku gibt es anscheinend nur für Geräte mit 1024 MByte RAM und einer 120 GB großen Festplatte, die 2,5 Zentimeter tiefer, sieben Millimeter höher und 265 Gramm schwerer sind.


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Acer liefert ein winzig kleines Netzteil von LiteOn mit, welches sich Medion ganz genau ansehen sollte, denn dieses passt gut zu den bescheidenen Anforderungen des Netbooks und ist nicht einmal halb so groß wie das dem Akoya Mini E1210 beigepackte Modell.




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Anschlüsse und Vergleichstabelle
Von vorne präsentiert sich das Acer Aspire One schlank, glatt und schnörkellos.


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Auf der rechten Seite finden wir zwei Audio-Buchsen für Mikrofon und Kopfhörer, zwei USB 2.0-Anschlüsse und den Kartenleser. Dieser unterstützt die Formate SD, MMC, MS Pro und xD. Ob auch SDHC-Karten gelesen werden können, dokumentiert Acer jedoch nicht.


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Auf der Rückseite wird der Akku befestigt, Anschlüsse sind hier nicht zu finden.


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Die linke Seite besitzt folgende Buchsen: Stromanschluss, VGA-Ausgang, 10/100-MBit LAN und USB 2.0. Ganz rechts sieht man einen weiteren Einschub für Speicherkarten, dieser Kartenleser unterstützt ausschließlich SD-Karten. Diese sollen quasi als zweite Festplatte fungieren und den mageren Speicherplatz des Acer Aspire One erweitern.


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Vergleichstabelle
Folgende Tabelle fasst die Eckdaten der drei Netbooks Acer Aspire One A110L, ASUS Eee PC 900 12G und Medion akoya mini 1210 übersichtlich zusammen:

Modell ASUS
Eee PC 900 12G
Acer
Aspire One A110L
Medion
akoya mini E1210
Display 8,9" / 22,61 cm 10" / 25,4 cm
Auflösung 1024 x 600
CPU Intel Celeron M53 ULV Intel Atom N270 1,6 GHz
Chipsatz Intel 915GM Intel 945GME/GSE
Southbridge Intel ICH6M Intel ICH7M
Grafikeinheit Intel GMA900 Intel GMA950
VGA/DVI/HDMI ja/nein/nein
RAM 1024 MByte 512 MByte 1024 MByte
Festspeicher 12 GB Flash 8 GB Flash 80 GB HDD
Kartenleser SD, SDHC, MMC 1x SD, MMC, MS Pro, xD
1x SD
SD, SDHC, MMC, MS Pro, xD
LAN 10/100
W-LAN 802.11b/g 802.11b/g und n Draft
Bluetooth nein
Webcam 1,3 MPixel 0,3 MPixel 1,3 MPixel
HD-Audio ja
Mikrofon ja
USB 2.0 3
Abmessungen 225 x 170 x 33,8 mm 249 x 170 x 29,0 mm 260 x 180 x 31,5 mm
Akku 4 Zellen, 4400 mAh 3 Zellen, 2400 mAh 3 Zellen, 2200 mAh
Gewicht inkl. Akku 0,990 kg 0,995 kg 1,130 kg
Betriebssystem Windows XP Home Linpus Linux Windows XP Home
Preis 399,- Euro 329,- Euro 399,- Euro




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Das BIOS
Das BIOS brigt keine Überraschungen und keine Möglichkeiten, das System zu übertakten oder zu tunen.


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Wer von einem externen USB-Laufwerk booten möchte, kann dies im BIOS einstellen. Auf diese Weise lassen sich auch alternative Betriebssysteme installieren.




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Die Software #1
Bereits beim Start des Betriebsystems kann der Aspire One A110L punkten: Nach dem Druck auf die Einschalttaste vergehen lediglich zwanzig Sekunden, bis die Benutzeroberfläche geladen ist. Das schlanke Linpus Linux Lite 1.0.6E. basiert auf Fedora und wird mit einigen grundlegenden Programmen geliefert. Acer hat die Software in vier Kategorien untergliedert: Verbinden, Arbeit, Spaß und Dateien.


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Bereits der Begriff "Verbinden" zeigt, dass die Übersetzung an einigen Stellen etwas holprig geraten ist, "Kommunikation" wäre hier wohl eine passendere Überschrift. Zuweilen stolpert mach auch über Vertipper oder Buchstabendreher wie "Downloadss".


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Unter "Verbinden" finden wir den Browser (Firefox 2.0.0.14), den Messenger IM, einen E-Mail Client und einen RSS-Reader sowie Verknüpfungen mit den Webseiten von Wikipedia, Google Maps und Hotmail.


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Die Rubrik "Arbeit" umfasst OpenOffice 2.3 (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation), einen Kalender, eine Adressverwaltung, einen Taschenrechner und eine Notizfunktion.


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"Spaß" enthält den Medienspieler MediaMaster 4.53.0626, einen Fotomanager, die Konfiguration der Webcam, die Spiele Tetris, Blasen, Puck, LLK, SuperTux, Blasenschießen, Schmetterling, Blasenbilliard, Damespiel, Mahjong und Volleyball sowie das Zeichenprogramm KolourPaint 1.2.2 aus dem KDE 3 Paket.


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Unter "Dateien" wurden die Verknüpfungen auf die Speicherorte von Office-Dokumenten, Musik, Bildern, Videos, Downloads und Dateien hinterlegt.


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Als Grundausstattung ist die installierte Software befriedigend, doch bereits beim Anschluss eines externen Brenners wird man über die fehlende Brennsoftware stolpern.




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Die Software #2
Abgesehen von den vier genannten Kategorien gibt es noch eine Art Systemsteuerung ("Einstellungen"), über die man auch Updates durchführen kann.


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Was fehlt, ist eine Software, welche die Webcam nutzt. Wir können die Webcam ausprobieren und Fotos sowie Videos aufzeichnen, doch eine Kommunikationssoftware wie Skype wurde nicht installiert. Die Bildqualität ist angesichts der niedrigen VGA-Auflösung befriedigend, die Kontraste werden jedoch zu hart gezeichnet.


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Die Suche nach Dateien funktionierte bei unserer Version des Betriebssystems problemlos, gefundene Dateien ließen sich mit der jeweils verknüpften Anwendung öffnen.


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Anders verhielt sich die Sachlage, wenn wir einen Ordner fanden: Statt diesen zu öffnen, meldete Linpus Linux einen Fehler:


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Nautilus ist der Datei-Manager der Benutzeroberfläche GNOME, welche auf unserem Netbook jedoch nicht installiert ist. Anscheinend wurde die Software für das Aspire One mit der heißen Nadel gestrickt. Dies betrifft leider auch die Stabilität des Systems: Als wir das Gerät einmal längere Zeit stehen ließen, ohne damit zu arbeiten, zeigte es ein Foto als Bildschirmschoner. Verwunderlich war hierbei, dass dieses Bild auch nach zehn Minuten nicht wechselte. Als wir im Anschluss eine Datei suchten, blieb die Dateisuche hängen und auch ein Neustart des Notebooks war nicht mehr möglich. Erst nach der Entfernung des Akkus was das Aspire One A110L wieder einsatzbereit.




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Stromverbrauch
Im Praxistest erreichte das Medion Akoya Mini E1210 eine Laufzeit von 139 Minuten, Acers Aspire One A110L bringt es immerhin auf 147 Minuten. Hierbei muss man mit einrechnen, dass Medion nicht nur ein größeres Display verbaut, sondern auch doppelt soviel Arbeitsspeicher und eine Festplatte mit 80 GB Speicherplatz. Ohne Frage, wir hätten uns wieder einmal mehr Mobilität und einen stärkeren Akku gewüscht.

Stromverbrauch in Watt: IDLE / Standby / Aus
Acer Aspire One
Atom N270 1,6 GHz
12
0
0
Medion akoya mini
Atom N270 1,6 GHz
12
1
0
ASUS EeePC 900 12G
13
1
1
ASUS EeePC 4G
15
3
2

Obwohl Acer die sparsamere Hardware verwendet und weniger Ausstattung bietet, liegen Aspire One A110L und Medion Akoya Mini E1210 im Leerlauf gleich auf. Unter Last messen wir Spitzenwerte von maximal 16 Watt, genau wie beim Akoya Mini. Wird das Gerät genutzt, während der Akku geladen wird, messen wir 29 Watt (Medion Akoya Mini: 29 Watt; Eee PC 900 12G: 36 Watt; Eee PC 4G: 24 Watt). Ausgeschaltet und im Standby liegt die Stromaufnahme unterhalb von 0,2 Watt.

Fazit
In Hinblick auf die Hardware, ordnet sich das Acer Aspire One A110L zwischen dem ASUS Eee PC 900 12G und Medions Akoya Mini E1210 ein. Wie beim Eee PC 900 kommt ein Display mit 8,9-Zoll Bilddiagonale zum Einsatz, unter der Haube befindet sich jedoch bereits ein Intel Atom Prozessor, welchen wir vom Akoya Mini her kennen. Auch größenmäßig nimmt das Aspire One in der goldenen Mitte Platz: Ein breiterer Displayrahmen erlaubt eine größere Tastatur als beim Eee PC 900, dennoch ist das Gerät schlanker, kleiner und leichter als das Akoya Mini. Wer glänzende Displays mag, wird nicht um das Aspire One herumkommen, denn kein anderes Netbook verwendet zur Zeit ein solches.

Die Ausstattung fällt indes magerer aus: Nur 512 MByte Arbeitsspeicher, 8 GB Festspeicher, Wireless-LAN ohne 802.11n Draft und eine Webcam mit VGA-Auflösung zeigen, dass bei dieser Modellvariante der Rotstift regiert. Auch der schwache 3-Zellen-Akku kann uns nicht wirklich überzeugen, denn knapp 2,5 Stunden Laufzeit sind für solch sparsame Hardware nicht sonderlich viel. Weiterhin finden wir statt Windows ein speziell auf diesen Computer angepasstes Linux vor. Die Oberfläche des Linpus Linux ist übersichtlich und intuitiv bedienbar, doch die Übersetzung ist an einigen Stellen noch etwas holprig oder auch fehlerhaft. Das Linux bootet in flotten zwanzig Sekunden und kommt mit dem knapp bemessenen Arbeitsspeicher gut zurecht. Einige der vorinstallierten Anwednungen sind jedoch veraltet (Firefox, OpenOffice) und eine Kommunikationssoftware wie Skype fehlt gänzlich. Zudem stolperten wir über Fehler und Hänger bei der Dateisuche.

Besser sieht es beim Preis aus: Aktuell bietet unser Partner HiQ-Computer das Acer Aspire One A110L zum Ladenpreis von 329,- Euro an, 70 Euro günstiger als die Windows XP basierenden Mitbewerber. Der ärgste Kokurrent kommt jedoch aus dem eigenen Stall, denn das Acer Aspire One A150L bietet doppelt soviel Arbeitsspeicher und eine 120 GB große Festplatte zum moderaten Aufpreis von 30,- Euro. Leider ist hierin noch kein leistungsfähiger 6-Zellen-Akku enthalten. Was am Acer Aspire One A110L stört, sind der immerzu laufende Lüfter und die empfindlichen Hochglanzoberflächen. Diese sehen auf den ersten Blick recht schick aus, doch dies ändert sich schnell, sobald die ersten Fingerabdrücke Deckel, Display und Displayrahmen überziehen.

Das Acer Aspire One A110L vereint gute Hardware mit einer verbesserungswürdigen Software, die bessere Alternative scheint in unseren Augen jedoch das leistungsstärkere Acer Aspire One A150L zu sein. Wer den Kauf eines Netbooks plant, sollte diese beiden Geräte nicht aus den Augen verlieren, aber zumindest noch das eine oder andere Software-Update abwarten.


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