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Im Test: Aerocool AeroEngine II - 1/7
01.12.2005 by Jan Philip
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Einleitung
Daß graue PC-Gehäuse unter dem Schreibtisch mittlerweile nicht mehr im Trend liegen, wissen wir alle. Ein Gehäuse muss heute so individuell wie möglich sein und ist nicht mehr nur eine einfache Blechhülle als Schutz für die Hardware bzw. den Benutzer. Der taiwanesische Hersteller Aerocool versucht diesem Anspruch mit besonderen Design-Lösungen seiner Gehäuse gerecht zu werden und so haben wir heute das AeroEngine II im Test, welches als Blickfang eine Art 'Turbine' in seiner Front eingebaut hat.
Was es damit auf sich hat und ob das Gehäuse insgesamt überzeugen kann, erfahrt ihr in unserem Testbericht.
Technische Daten
Schauen wir uns erst mal die technischen Daten unseres Kandidaten an:
Auffällig ist hierbei das geringe Gewicht von nur 6,3 kg. Normal wäre dies für ein Aluminiumgehäuse, doch dieses hier ist aus Stahlblech. Erreicht wird das Ganze wohl durch die geringe Blechstärke von nur 0,65 mm - üblich sind hier 1 mm. Ob sich dies auf die Steifigkeit der Konstruktion auswirken wird, klären wir im weiteren Verlauf des Testberichtes. Dem Rücken tut es auf jeden Fall gut. Eine weitere Besonderheit ist der 140 mm große Lüfter, der bei gleicher Drehzahl noch mehr Luft als ein 120 mm Lüfter transportieren sollte.
Lieferumfang:
Der Lieferumfang ist schnell aufgelistet:
Leider verzichtet Aerocool hier auf eine Anleitung. Eigentlich ist diese auch nicht wirklich notwendig - später mehr dazu. Der beigelegte Systemlautsprecher ist etwas Ungewöhnliches, denn die meisten Hersteller verzichten heute auf dieses 'Relikt'.
Im Test: Aerocool AeroEngine II - 2/7
01.12.2005 by Jan Philip
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Äußeres: Erster Eindruck
Das gesamte Gehäuse ist mit schwarzem Hochglanzlack besprüht, der Klavierlack schon recht nahe kommt. Dies verpasst dem Gehäuse einen sehr edlen Touch.
Man kann sich sogar richtig darin spiegeln:
Auf der Vorderseite sticht dem Betrachter als erstes der große "Lüfter" in der Front ins Auge, der aussieht wie eine Turbine:
Handelt es sich hierbei wirklich um einen Lüfter?
Gehen wir der Sache auf den Grund...
Im Test: Aerocool AeroEngine II - 3/7
01.12.2005 by Jan Philip
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Äußeres: Die Turbine
Im Betrieb leuchtet der Lüfter blau und es sieht tatsächlich aus, als würde sich hier eine Flugzeugturbine drehen.
Um genauer zu verstehen, was sich hinter dem ganzen verbirgt, nahmen wir dem Gehäuse die Front ab...
...und entdeckten, dass unsere Turbine aus zwei Teilen besteht: Zum einen wäre da der blau beleuchtete 140 mm Lüfter, der mit dem eigentlichen Gehäuse verschraubt ist.
In der Plastikfront verbirgt sich das Turbinenrad mit seinen zahlreichen Schaufeln. Damit es sich auch dreht befindet sich in der Mitte ein Metalldorn, der zentral auf den Lüfter aufgesetzt ist. Der Lüfter treibt also das Turbinenrad mit an. Wir haben dies in Form eines Videos festgehalten (Windows Media 9, 138 KB).
Im Test: Aerocool AeroEngine II - 4/7
01.12.2005 by Jan Philip
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Äußeres: Laufwerke und Frontanschlüsse
Die zwei seitlichen Klappen lassen sich öffnen und geben die Laufwerksschächte, Knöpfe und Frontanschlüsse komplett frei. Im oberen Teil befinden sich die Laufwerkschächte. Diese sind mit Lochgitter verdeckt, so dass man dadurch schon einen Blick auf das Innere werfen kann und eine eventuelle Beleuchtung besonders gut zur Geltung kommt. Darunter sind der Einschaltknopf und Resetschalter, sowie die Status-Leds. Der Druckpunkt der Knöpfe liegt sehr gut.
Unter unserer Turbine finden wir einen 3,5" Einbauschacht und die Frontanschlüsse:
Aerocool hat zum Wohle der Optik dem Benutzer einen Bärendienst erwiesen: Will man schnell den USB-Stick oder die digitale Fotokamera anschließ, so muß man sich bis zum Boden herunterbeugen. Schlimmer noch: In Fußhöhe eingesteckte Geräte laufen immer Gefahr, unbeabsichtigt angestoßen oder gar zertreten zu werden. Eltliche Gehäuse wiesen beim Aufkommen der Frontanschlüsse diesen Designfehler auf, zwischenzeitlich schien es jedoch, als hätten die Hersteller das Problem erkannt. Durch die Anordnung der Floppy in Bodenhöhe gelingt es Aerocool jedoch, diese Unsitte weiter zu perfektionieren. Schade!
Im Test: Aerocool AeroEngine II - 5/7
01.12.2005 by Jan Philip
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Äußeres: Seitenfenster und Rückseite
In der linken Seitenwand ist ein Plexiglasfester eingebaut, dass sich fast über die gesamte Fläche erstreckt. So kann man den kompletten Innenraum erkennen, ohne dass man die Seitenwand abnehmen muss.
In diesem Fenster wiederum sind zwei Befestigungsmöglichkeiten für je einen 120 mm oder 80 mm Lüfter vorhanden. Auf diese Weise können die Steckkarten und die CPU direkt belüftet werden.
Betrachten wir uns die Rückseite, so erkennen wir hier, dass beide Seitenwände mit Thumbscrews befestigt sind. Das ermöglicht dem Anwender schnell und ohne Werkzeug auf das Innere zuzugreifen.
Der dünne Stahl geht bei diesem Gehäuse nicht zu Lasten der Stabilität. Die Verarbeitung kann sich insgesamt sehen lassen, man findet keine scharfen Kanten oder Ähnliches. Nichts wackelt oder scheppert.
Im Test: Aerocool Aeroengine 2 - 6/7
01.12.2005 by Jan Philip
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Im Inneren
Nach dem Entfernen der Thumbscrews lassen sich die Seitenwände extrem leicht entfernen und genauso einfach wieder draufstecken. Sie fallen förmlich vom Gehäuse herunter. Ein kleiner Henkel an der linken Seitenwand dient noch als Hilfe.
Als wir uns das Innere betrachten sind wir eher etwas enttäuscht. Es warten keine "Hilfsmittel" zur Befestigung der Hardware auf uns. Damit sind z.B. ansteckbare Schienen für Laufwerke gemeint, wie man sie bei anderen Herstellern findet. Aerocool hat sich leider nicht allzu viele Gedanken darüber gemacht, wie man dem Benutzer den Einbau seiner Hardware erleichtern kann - für ein modernes Gehäuse ist das enttäschend. Zumindest die Blenden für die Steckkarten sind wieder verwertbar.
Die Front lässt sich bei Bedarf durch das Zusammendrücken sechs kleiner und gut erreichbarer Nippel abnehmen. Nach dem Lösen von vier dieser Befestigungen, kann man die Front bereits mit etwas Kraft abziehen.
Im Test: Aerocool AeroEngine II - 7/7
01.12.2005 by Jan Philip
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Praxistest
Der Einbau verläuft recht unspektakulär, da Aerocool auf die "traditionelle" Montage setzt: Die Front wird abgenommen, die Gitterblenden entfernt und die Laufwerke verschraubt.
Die mitgelieferten Lüfter erweisen sich im Betrieb von der Lautstärke her als recht angenehm. Sie sind zwar nicht unhörbar, aber als störend kann man sie auch nicht beschreiben. Leider ist nur der vordere der beiden Lüfter beleuchtet. Auf Grund des großen Seitenfensters hätte Aerocool auch dem hinteren Lüfter eine Beleuchtung spendieren sollen, um das Innere des Gehäuse besonderes effektvoll präsentieren zu können. Denn - machen wir uns nichts vor - bei der AeroEngine II geht es vornehmlich um das Aussehen.
Fazit
Aerocools AeroEngine II kann sich vor allem durch das einzigartige Design von anderen Gehäusen absetzen. Die Turbine in der Mitte ist ein echter Blickfang und auch der glänzende Lack ist etwas Besonderes im Vergleich zu den oft matt lackierten Gehäusen. Auch das wirklich sehr große Fenster wird Modding-Freunden sicherlich positiv auffallen, zumal man an diesem gleich zwei 80 oder 120 mm Lüfter befestigen kann. Durch den Einsatz eines 140 sowie von bis zu drei 120 mm Lüftern bietet sich das Gehäuse zudem für eine leise und doch leistungsstarke Kühlung anspruchsvoller Hardware an.
Allerdings bringt das schicke Design nicht nur Vorteile mit sich: Die Anordnung der Frontanschlüsse und der Floppy ganz unten im Gehäuse ist denkbar unpraktisch. Auch über die Entkopplung von Lüftern und Laufwerken hat sich Aerocool keinerlei Gedanken gemacht, auch Einbauhilfen wie Laufwerksschienen oder Klipp-Befestigungen für die Lüfter fehlen. Zudem würde ein blau beleuchteter Hecklüfter die Optik des Gehäuses perfektionieren.
Kurzum: Aerocools AeroEngine II ist ein solide verarbeitetes und schickes Gehäuse mit Platz für vier große Lüfter, dessen innere Werte leider etwas enttäuschen. Wir können das Gehäuse all denjeigen ans Herz legen, die Wert auf Design legen und die Innereien ihres Rechners mit einem großen Fenster in Szene setzen wollen. Durch sein geringes Gewicht von 6,33 kg ist das Gehäuse zudem für LAN-Gänger geeignet. Weniger geeignet ist das Gehäuse für notorische Bastler, die jeden zweiten Tag an ihrem PC herumschrauben.
Der Preis liegt bei 64,90 € und entspricht in etwa dem, was in vergleichbare Modelle anderer Hersteller investiert werden muß. Die haben dann allerdings keinen 140 mm Frontlüfter. Wertung: "Gut".
Aerocool bietet übrigens zwei optisch passende Lüftersteuerungen für dieses Gehäuse an: CoolWatch und CoolPanel 2.
Pro:
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Contra:
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Unser Dank gilt Listan für die Teststellung des Aerocool AeroEngine II.
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