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Micro-ATX mit HDMI: Biostar TA690G AM2 vs TF7050M2 - 1/20
UPDATE 13.12.2007:
UPDATE 23.07.2007: Im Rahmen unseres Testberichtes zum AMD Athlon 64 X2 3800+ EE SFF Prozessor konnten wir zudem abweichende Ergebnisse in Bezug auf den Speicherdurchsatz feststellen. Diese Erkenntnisse, welche sowohl für das Biostar TA690G AM2 als auch für das TF7050M2 gelten, haben wir im Kapitel Datendurchsatz von Speicher und Cache ergänzt. Neu hinzugekommen ist zudem ein kurzer Test der Videobeschleunigung der beiden IGP-Grafikkerne. Es ist noch nicht lange her, dass integrierte Chipsätze mit Grafikeinheit lediglich minimale Bedürfnisse befriedigen konnten: Es gab einen analogen Monitorausgang, nicht erwähnenswerte 3D-Leistung, halbherzige Videobeschleunigung und dazu Netzwerk und Audio der Einstiegsklasse. Das Motto lautete: Grundausstattung auf niedrigem Niveau. Dies hat sich aufgrund höherer Anforderungen im Büroalltag und dem Wunsch nach stromsparenden Multimedialösungen in den letzten Jahren geändert. Kompakte Micro-ATX Mainboards mit integrieten Chipsätzen lassen kaum noch Wünsche offen und bieten sogar HDMI-Ausgänge für die digitale Wiedergabe hochauflösender Videos. Wir haben uns heute zwei solcher Mainboards des Herstellers Biostar auf Basis der aktuellen Chipsätze von AMD/ATi und NVIDIA angesehen.
Eigentlich sollte dieser Vergleich zum Launch des NVIDIA GeForce 7050 PV/nForce 630a Chipsatzes online gehen, doch Anfang Mai lag uns lediglich ein Beta-Treiberpaket (14.06) für NVIDIAs Chipsatz vor, dass im Test nicht wirklich überzeugen konnte. Als dann WHQL-zertifizierte Treiber zur Verfügung standen, verzögerten Ungereimtheiten in den BIOS Versionen der Mainboards die Veröffentlichung. Nachdem wir uns nun seit acht Wochen mit diesen beiden Mainboards beschäftigt haben, wollen wir an dieser Stelle den Test abschließen - auch wenn noch nicht alle Probleme geklärt werden konnten.
AMD 690G/SB600 Die Northbridge ist über eine 1 GHz schnelle HyperTransport Andbindung mit dem Prozessor verbunden. Sie beinhaltet einen ATi Radeon X1250 Grafikkern, der mit 400 MHz taktet und sich bis zu 1024 MByte Grafikspeicher vom Arbeitsspeicher abzacken kann. Diese Grafikeinheit enthält vier Pixelpipelines, aber keinen Vertexshader. Sie basiert auf ATis Radeon X700 Grafikchip und bietet DirectX 9.0 Unterstützung. Was AMD und ATi dabei gerne unterschlagen ist das unterstützte Shader Model, denn hierbei handelt es sich um die Version 2.0 und nicht etwa 3.0. Die Grafikeinheit unterstützt die AVIVO Technologie und beschleunigt somit die Wiedergabe sowie das Umwandeln von Videodaten, unterstützt werden die Formate MPEG-2, MPEG-4 (H.264) sowie WMV9 (VC-1). Die maximal darstellbare Auflösung beträgt 2048 x 1536 Bildpunkte, die hardwarebeschleunigte Wiedergabe von Videos ist mit 720p (progressive scan) oder 1080i (interlaced) möglich. Es können zwei Anzeigegeräte unabhängig voneinander angesteuert werden, dabei ist auch die digitale Wiedergabe über zwei Ausgänge möglich. Die Signalausgabe erfolgt über eine VGA-Buchse, einen analogen TV-Ausgang, Dual-Link DVI oder HDMI 1.2 - der Pixeltakt beträgt 165 MHz pro Link. AMD hat den Kopierschutz Macrovision 7.1 integriert, der HDMI-Ausgang beherrscht den Kopierschutz HDCP in der Version 1.1. HDMI wird bei AMD nicht nur für die digitale Übertragung der Bilddaten genutzt, sondern kann auch ein 5.1 Audiosignal ausgeben. Für PCI-Express x16 Grafikkarten stehen 16 PCIe Lanes zur Verfügung, weitere vier Lanes können für PCIe x1 Geräte verwendet werden. North- und Southbridge sind mit einer Anbindung namens "ALink II" verbunden, welche vier weitere PCI-Express Lanes verwendet und damit eine Bandbreite von 2 GB/s ermöglicht. Die SB600 Southbridge bietet zehn USB 2.0 und vier Serial-ATA 3 Gb/s Ports, RAID 0, 1 , 0+1 und Native Command Queuing (NCQ) werden unterstützt. Zudem gibt es einen Parallel-ATA Kanal für maximal zwei ATA133-Geräte, High-Definition Audio und maximal sechs 32-Bit PCI-Steckplätze. Das Trusted Platform Module (TPM) erfüllt die Spezifikationen 1.1 und 1.2. Einen Netzwerk-Controller gibt es bei AMD/ATi nach wie vor nicht.
NVIDIA GeForce 7050 PV/nForce 630a Die maximal darstellbare Auflösung beträgt 1920 x 1440 Bildpunkte bei 75 Hz und fällt damit niedriger aus als beim Mitbewerber. Die hardwarebeschleunigte Wiedergabe von Videos ist - wie bei AMD - mit 720p (progressive scan) oder 1080i (interlaced) möglich. Auch bei NVIDIA können zwei Anzeigegeräte unabhängig voneinander angesteuert werden, allerdings nur eines digital und das zweite analog. Der Hersteller muss sich daher entscheiden, ob er DVI oder HDMI integrieren möchte. In beiden Fällen handelt es sich um einen Single-Link Ausgang mit einem Pixeltakt von 162 MHz. Im Gegensatz zu AMD kombiniert NVIDIA North- und Southbridge in einem einzigen Chip, wodurch Platz und Kosten gespart werden. PCI-Express Grafikkarten können auf sechzehen PCIe Lanes zurückgreifen, weitere drei Lanes stehen für PCI-Express x1 Geräte zur Verfügung. Die Southbridge bietet zwölf USB 2.0 Anschlüsse - zwei mehr als bei AMDs SB600 - und die vier Serial-ATA 3 Gb/s Ports unterstützen neben RAID 0, 1 , 0+1 und Native Command Queuing (NCQ) auch RAID 5. Wie bei der SB600 steht ein Parallel-ATA Kanal für maximal zwei ATA133-Geräte zur Verfügung. Auch NVIDIA bietet High-Definition Audio, kann im Gegensatz zu AMD allerdings auch mit Gigabit-LAN aufwarten.
Ausstattungsvergleich
Weiter: 2. Timing Mode und Speichertakt
1. AMD 690G/SB600 vs NVIDIA GeForce 7050PV/nForce 630a |
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