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Im heutigen Test werden wir die Mainboards ASUS P5E3 Deluxe und ASUS P5E3 Premium/WiFi-AP @n vorstellen. Während das P5E Deluxe den bekannten Intel X38 Chipsatz verwendet, findet sich auf dem P5E3 Premium/WiFi-AP @n bereits dessen Nachfolger X48. Obwohl beide Chipsätze Pin-kompatibel sind und sich die beiden Mainboards auf den ersten Blick kaum unterscheiden, ist das P5E3 Premium/WiFi-AP @n mehr als nur eine neue Revision des P5E Deluxe.
Doch bevor wir uns den beiden Hauptplatinen zuwenden, verschaffen wir uns zunächst einen Überblick der aktuellen Desktop-Chipsätze von Intel. Bereits am 21. Mai 2007 stellten wir den P35 Chipsatzes für den Mainstream-Markt vor. Am 11. Oktober 2007 präsentierte Intel mit dem X38 seinen ersten Chipsatz mit PCI-Express 2.0 Unterstützung, doch bereits damals war bekannt, dass der Nachfolger X48 nicht lange auf sich warten lassen würde. Seit einigen Tagen führt Intel den X48 offiziell auf seiner Webseite und die ersten Mainboards sind schon im Handel erhältlich.
Im Vergleich der Desktop-Chipsätze P35, X38 und X48 fällt zunächst auf, dass der X48 als erster Chipsatz offiziell einen FSB-Takt von 1600 MHz gestattet. Er dient als Grundlage für Intels neuen Core 2 Extreme QX9770 Prozessor, welcher seit einigen Tagen zu Preisen um die 1200 Euro in den Handel zu finden ist. Mit einer Taktrate von 3,20 GHz und 2x 6 MByte L2-Cache ist diese Quad-Core CPU Intels neues Spitzenmodell im Desktop-Segment. Die TDP des X48 gibt Intel mit erstaunlichen 30,5 Watt an, damit stößt die Northbridge in den Bereich sparsamer Prozessoren vor und verlangt eine aufwändige Kühlung. Allerdings wird dieser Wert nur im Zusammenspiel mit FSB1600 Prozessoren erreicht. Solange FSB1333 genutzt wird, liegen X38 und X48 gleichauf bei maximal 26,5 Watt.
Sowohl X38 als auch X48 beherrschen PCI-Express 2.0, entsprechenden PCI-Express Geräten steht damit die doppelte Bandbreite - 5,0 statt 2,5 GT/s bzw. 500 statt 250 MByte/s pro Lane - zur Verfügung. Eine mit 16 Lanes angebundene Grafikkarte kann somit auf eine Bandbreite von 16 GB/s (8 GB/s pro Richtung) zurückgreifen. Zudem dürfen Grafikkarten ab sofort bis zu 300 Watt Leistung aufnehmen, der PCI-Express x16 Steckplatz liefert allerdings auch weiterhin nur 75 Watt. Weitere 225 Watt werden daher über +12 Volt Schienen direkt vom Netzteil in die Karten eingespeist. Der P35 hat allerdings nicht nur aufgrund der fehlenden PCI-Express 2.0 Unterstützung klare Nachteile für Besitzer schneller Grafikkarten. Intels Mainstream-Chipsatz ermöglicht zwar den CrossFire-Betrieb mit zwei AMD-basierenden Grafikkarten, doch nur die erste Grafikkarte wird über volle 16 Lanes angebunden. Der zweiten Grafikkarte stehen lediglich 4 Lanes der Southbridge zur Verfügung, so dass die eingeschränkte Bandbreite zu Lasten der Performance geht. Hier sind der X38 und der X48 Chipsatz die bessere Wahl, da sie beide Grafikkarten mit jeweils 16 Lanes anbinden.
Auch in Hinblick auf die Speicherunterstützung bieten die beiden High-End Chipsätze einen Mehrwert: Werden DDR3-Module verwendet, setzt Intel beim P35 mit 533 MHz (DDR3-1066) enge Grenzen. Leistungsgewinne im Vergleich zu DDR2-800 sind jedoch erst ab DDR3-1333 zu erwarten, was nur X38 und X48 offiziell erlauben. Wer noch schnelleren Arbeitsspeicher verwenden möchte, muss zu Modulen greifen, welche Intels Extreme Memory Profiles (XMP) beherrschen. Der Betrieb ist hierbei allerdings auf ein Modul pro Kanal beschränkt. Während Intel den X38 für DDR2-800 und DDR2-667 Module freigegeben hat, soll der X48 ausschließlich mit DDR3-Speicher kombiniert werden. Technisch wäre aber auch ein X48 basierendes Mainboard mit DDR2-Speicher denkbar.
Bei der Southbridge gibt es keinerlei Unterschiede, die Hersteller können zur ICH9R oder ICH9 ohne RAID-Funktionalität greifen. Auf hochpreisigen Hauptplatinen mit einem X38 oder X48 Chipsatz wird man ausschließlich die ICH9R finden, preiswerte Modelle mit P35 Chipsatz haben allerdings gelegentlich auch die funktional etwas abgespeckte ICH9 an Bord. |
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