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Im Test: ASUS P5E3 Deluxe (Intel X38) und P5E3 Premium (Intel X48)
Autor: doelf - Veröffentlicht am 02.04.2008
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seite 25/27

EPU und AI Gear 3+
In Hinblick auf den Stromverbrauch seiner Hauptplatinen ist der Hersteller ASUS im letzten Jahr mit einigen Modellen negativ aufgefallen. Wir werden daher die Leistungsaufnahme der Mainboards in drei Testszenarien messen: Ohne Last (EIST aktiviert), mit Last auf zwei Kernen sowie mit 100 Prozent Auslastung aller vier Kerne. ASUS verbaut auf diesen beiden Mainboards eine EPU, eine Art Energiesparprozessor. Dank der EPU soll der Stromverbrauch des P5E Deluxe um bis zu 58,6 Prozent gesenkt werden können, für das P5E Premium verspricht ASUS gar einer Ersparnis in Höhe von bis zu 80,23 Prozent. Wie bereits beschrieben, handelt es sich um eine kombinierte Hard- und Software-Lösung, wobei die eigentliche Hardware-Komponenten den Stromverbrauch um lediglich 7 Prozent im lastfreien Betrieb absenken kann. Hierzu werden vier der acht Phasen der Stromversorgung abgeschaltet.


Fotostrecke ASUS AI Gear 3+ mit weiteren und größeren Fotos...

Will man auch die Software nutzen, so müssen zunächst ein EPU-Treiber sowie die AI Gear 3+ Software installiert werden, welche in der AI Suite enthalten ist. Doch bereits beim ASUS P5E3 Deluxe zeigt sich, dass sich dieses Vorhaben gar nicht so einfach gestaltet. Beim Versuch, die Software zu installieren, kommt es zu einem Fehler. Als wir dann eine neue Version aus dem Internet herunterladen haben, meldet diese, dass bereits eine ältere Version installiert ist. Der Versuch, die teilweise installierte Software zu entfernen, scheitert und am Ende spielen wir das System neu auf. Nun können wir die AI Suite und den EPU-Treiber installieren, doch AI Gear 3+ will nicht starten, da die Option "AI Overclock Tuner" im BIOS auf "manuell" gestellt ist. Rechner runterfahren, rein ins BIOS, "AI Overclock Tuner" auf "auto" geschaltet, Rechner hochgefahren und nun endlich startet die Wundersoftware. Wir wählen die Option "Max Power Saving Mode" und sehen...


Fotostrecke ASUS AI Gear 3+ mit weiteren und größeren Fotos...

...dass ASUS hier nur mit Wasser kocht. Das Geheimnis des ganzen Zaubers ist simples Untertakten, wie es ambitionierte Benutzer seit Jahren betreiben. Die Taktraten und die Spannungen werden abgesenkt, um einen möglichst stromsparenden Betrieb zu erzielen. Ohne Last senkt EIST den Multiplikator des Core 2 Extreme QX6850 auf 6 ab, doch ASUS reduziert zuätzlich den FSB-Takt auf 4x 300 MHz (FSB1200), wodurch auch der Prozessortakt auf 6x 300 MHz (1,8 GHz) sinkt. Statt 1,120 Volt liegen nur noch 1,008 Volt an der CPU an.


Fotostrecke ASUS AI Gear 3+ mit weiteren und größeren Fotos...

Auch unter Last bleiben diese Werte unverändert. Dass man bei einer Taktreduzierung von 3,0 GHz auf 1,8 GHz Strom spart, ist keine große Kunst. Zudem mussten wir feststellen, dass die Schaltung des öfteren hakelt: Beim Umschalten von "Auto" auf "Max Power Saving Mode" sollte unter Last ein Multiplikator von 6 anliegen, zumeist stellte AI Gear 3+ allerdings 9 ein. Somit taktete der Prozessor nicht mit 1800 sondern mit 2700 MHz:


Fotostrecke ASUS AI Gear 3+ mit weiteren und größeren Fotos...

Wählen wir den "Medium Power Saving Mode" so steigt der FSB-Takt auf 4x 316,6 MHz (FSB1266) und der CPU-Takt auf 6x 316,6 MHz (1,9 GHz), die Spannung von 1,008 Volt hält ASUS jedoch bei:


Fotostrecke ASUS AI Gear 3+ mit weiteren und größeren Fotos...

Unter Last liegt nun ein Multiplikator von 9 an und der Prozessor arbeitet mit 9x 316,6 MHz (2,85 GHz). Die Spannung steigt auf 1,160 Volt, bleibt aber immer noch deutlich unter den 1,264 Volt im normalen Betrieb.


Fotostrecke ASUS AI Gear 3+ mit weiteren und größeren Fotos...

Während der Lüfter im "Max Power Saving Mode" mit 1.000 bis 1.100 U/min rotiert, dreht er im "Medium Power Saving Mode" auf 2100 U/min hoch - selbst wenn keine Last anliegt. Laut AI Suite bleibt unsere CPU damit zwar unter 35°C, doch diese sehr niedrige Temperatur erkaufen wir uns mit einem viel zu hohen Schallpegel. Q-Fan ist ebenfalls keine Rettung, denn die temperaturabhängige Drehzahlregelung kann nicht mehr genutzt werden, sobald AI Gear 3+ aktiviert wurde. Absurd: Der Benutzer muss zwischen Stromsparen und einem leisen Betrieb wählen.


Fotostrecke ASUS AI Gear 3+ mit weiteren und größeren Fotos...

EPU und AI Gear 3+ sind zwar eine gute Idee, doch ASUS muss hier noch einige Feinarbeit investieren, damit das Konzept aufgeht. Insbesondere die Software braucht noch Feinschliff, denn dass sich die neue Version der AI Suite installieren ließ, bedeutet keinesfalls, dass wir sie am Ende des Tests auch wieder entfernen konnten. Die Deinstallation läuft an und beendet sich, ohne irgendetwas getan zu haben.

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Inhalt:
  1. Chipsatzvergleich: P35, X38 und X48
  2. Lieferumfang: ASUS P5E3 Deluxe
  3. Lieferumfang: ASUS P5E3 Premium WiFi-AP@n
  4. Ausstattungsmerkmale: Spannungswandler und Kühlung
  5. Ausstattungsmerkmale: Prozessor, Chipsatz und Arbeitsspeicher
  6. Ausstattungsmerkmale: Steckplätze und Onboard-Geräte
  7. Ausstattungsmerkmale: Anschlüsse
  8. ASUS P5E3 Premium WiFi-AP@n: W-LAN und Express Gate #1
  9. ASUS P5E3 Premium WiFi-AP@n: Express Gate #2
  10. ASUS P5E3 Premium WiFi-AP@n: Express Gate #3
  11. Setup, Soundcheck und Taktraten
  12. USB 2.0, ATA133 und Serial ATA 3,0 Gb/s
  13. CPU-Leistung (synthetisch)
  14. Multithreaded (synthetisch)
  15. Datendurchsatz von Speicher und Cache
  16. Primzahlen und Pi
  17. Raytracing und Rendering
  18. Kompression und mp3-Encoding
  19. Video-Encoding
  20. 3DMark06 und F.E.A.R.
  21. Riddick und UT2004
  22. Stabilität und XMP: ASUS P5E3 Deluxe
  23. Stabilität und XMP: ASUS P5E3 Premium WiFi-AP@n
  24. Übertakten
  25. EPU und AI Gear 3+
  26. Stromverbrauch
  27. Fazit
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