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Auf der CeBIT 2008 zeigte Intel erstmals seine Atom Architektur mit dem kleinsten x86-Prozessor der Welt. Die Atom Plattform wurde für den Einsatz in tragbaren Internetgeräten wie UMPCs und Subnotebooks entwickelt. Hierbei sollte ein möglichst geringer Stromverbrauch und Platzbedarf mit einer echten x86-Architektur kombiniert werden. Mit dem Medion akoya mini brachte der Discounter Aldi Süd am gestrigen Donnerstag das erste "Atom-getriebene" Subnotebook auf den deutschen Markt und wir haben das Gerät bereits getestet.
Intels Atom-Zeitalter
Herz des Medion akoya mini ist ein mit 1,6 GHz getakteter Intel Atom N270 Single-Core Mikroprozessor, der im 45 nm Prozess mit Hi-K Metal Gate Technologie gefertigt wird. Der Atom N270 besitzt einen zweiteiligen L1-Cache - 32 KByte für Instruktionen und 24 KByte für Daten - sowie 512 KByte L2-Cache.

Der "Atom-Kern"
Da eine Dual-Core Lösung zuviel Strom verbrauchen würde, hat Intel die vom Pentium 4 bekannte HyperThreading Technologie reaktiviert. Durch parallele Strukturen kann die CPU zwei Threads zeitgleich bearbeiten.
Die CPU ist dank der Enhanced Intel SpeedStep Technologie (EIST) in der Lage, ihren Multiplikator und die anliegende Spannung abzusenken, um hierdurch Strom zu sparen. Der CPU-Kühler muss laut Intel maximal 4 Watt Wärme abführen.
Intel hat den Atom Prozessor mit den Befehlssatzerweiterungen SSE2 und SSE3 ausgestattet, SSE4 wird hingegen nicht unterstützt. Vor Schadprogrammen soll das Execute Disable Bit schützen und - auch wenn kaum jemand dies nutzen wird - der Atom N270 beherrscht Intels 64-Bit Technologie.

Links: Poulsbo Chipsatz; Rechts: Atom CPU
Der Frontsidebus taktet mit 4x 133 MHz (FSB533) und bindet einen mobilen Intel 945 GME Express Chipsatz an. Dieser Chipsatz unterstützt bis zu 4 GByte DDR2-Arbeitsspeicher mit Taktraten von 400, 533 sowie 667 MHz. In unserem Fall wurde ein 1 GByte DDR2-667 Modul verbaut. Die Northbridge beinhaltet eine Intel GMA950 Grafiklösung, welche DirectX 9.1 unterstützt, für anspruchsvolle Spiele jedoch keine ausreichende Leistung bietet.
Display und Webcam
Bei dem Medion akoya mini E1210 handelt es sich eigentlich um das Modell Wind U100 des taiwanesischen Herstellers MSI. Medion geht einen anderen Weg als ASUS und Acer und setzt bei seinem ersten Subnotebook auf ein Display mit einer Bilddiagonalen von 10 Zoll. Dieses Backlight-LED-Display kommt zwar über eine Auflösung von 1024 x 600 Bildpunkten, welche auch seine kleineren Mitbewerber im 8,9-Zoll Format bieten, nicht hinaus, lässt sich aber bedeutend leichter lesen.
Die Abmessungen des akoya mini liegen mit 26,0 x 18,0 x 3,8 cm allerdings spürbar über denen des ASUS Eee PC 900 12G (22,5 x 17,0 x 3,4 cm). Auch das Gewicht des Subnotebooks von Medion fällt mit 1,13 kg gut zehn Prozent höher aus.
Größenvergleich: 8,9" zu 10,0" zu 14,1":

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Genau wie beim Eee PC befindet sich die Linse der Webcam mittig im Displayrahmen, die Webcam hat eine Auflösung von 1,3 Megapixel. Das Mikrofon wurde auf der rechten Seite oberhalb des Schriftzugs E1210 platziert.
Tastatur und Touchpad
Auch die Tastatur profitiert von der etwas größeren Bauform. Medion umfasst die Tastatur mit einem gerade einmal 2 mm breiten Rahmen, mehr Platz konnte der Hersteller den Tasten wirklich nicht vergönnen. Das Layout entspricht handelsüblichen Notebooktastaturen und die Tasten haben einen klar definierten und sehr angenehmen Anschlag. Dank des Rasters von 17,5 mm fällt die Eingewöhnung leicht und man vertippt sich deutlich seltener als auf den 15,3 mm kleinen Tasten des ASUS Eee PC 900 12G.
Das Touchpad ist hingegen recht klein geraten und der Finger gleitet nicht besonders gut über seine Oberfläche. Da es sehr dicht unterhalb der Leertaste verbaut wurde, verschiebt man gelegentlich ungewollt die Position des Mauszeigers.
Auch die schmale Wipptaste kann nicht ganz überzeugen. Haptisch fehlt eine Unterteilung zwischen rechts und links, zudem ist der Druckwiderstand recht hoch.
Anschlüsse
Auf der rechten Gehäuseseite hat Medion einen USB 2.0-Anschluss, den Kartenleser, die beiden Klinkenbuchsen für Mikrofon und Kopfhörer, den analogen Monitorausgang und die Netzwerkbuchse (10/100 MBit) untergebracht.
Auf der rechten Seite finden wir die Buchse für das externe Netzteil, das Lüftungsgitter sowie zwei weitere USB 2.0-Anschlüsse. Das externe Netzteil verfügt über eine Netzschalter, stammt von FSP und ist recht groß geraten.
Der Akku
Die Rückseite des Subnotebooks bleibt dem 3-Zellen Lithium-Ionen-Akku vorbehalten, der magere 2200 mAh leistet. Ursprünglich hatte Aldi das Gerät mit einem Gewicht von 1,20 kg angekündigt, was der Ausstattungsvariante mit einem 6-Zellen Akku entsprochen hätte. Nun bringt der kleine Rechner nur noch 1,13 kg auf die Waage, muss jedoch auch schnell wieder an die Steckdose.
Im Praxistest erreichten wir 139 Minuten Laufzeit bei Verwendung der Textverarbeitung, Paint und Solitär, der ASUS Eee PC 900 12G schafft mit seinem 4400 mAh Akku eine gute halbe Stunde mehr. Keine 2,5 Stunden Akku-Laufzeit sind für ein Subnotebook recht mager, insbesondere wenn es sich um eine solch stromsparende Architektur handelt. Wir hoffen darauf, dass Medion oder zumindest MSI in Kürze einen 6-Zellen Akku als Upgrade anbieten.
Vergleichstabelle
ASUS Eee PC 900 12G oder Medion akoya mini? Die folgende Vergleichstabelle soll die Entscheidung zwischen den beiden Subnotebooks erleichtern.
| Modell | ASUS Eee PC 900 12G | Medion akoya mini |
| Display | 8,9" / 22,61 cm | 10" / 25,4 cm |
| Auflösung | 1024 x 600 | 1024 x 600 |
| CPU | Intel Celeron M53 ULV | Intel Atom N270 1,6 GHz |
| Chipsatz | Intel 915GM | Intel 945GME |
| Southbridge | Intel ICH6M | Intel ICH7M |
| Grafikeinheit | Intel GMA900 | Intel GMA950 |
| VGA/DVI/HDMI | ja/nein/nein | ja/nein/nein |
| RAM | 1024 MByte | 1024 MByte |
| Festspeicher | 12 GB Flash | 80 GB HDD |
| Kartenleser | SD, SDHC, MMC | SD, SDHC, MMC, MS Pro, xD |
| LAN | 10/100 | 10/100 |
| W-LAN | 802.11b/g | 802.11b/g und n Draft |
| Bluetooth | nein | nein |
| Webcam | 1,3 MPixel | 1,3 MPixel |
| HD-Audio | ja | ja |
| Mikrofon | ja | ja |
| USB 2.0 | 3 | 3 |
| Abmessungen | 225 x 170 x 33,8 mm | 260 x 180 x 31,5 mm |
| Akku | 4 Zellen, 4400 mAh | 3 Zellen, 2200 mAh |
| Gewicht inkl. Akku | 0,99 kg | 1,13 kg |
| Betriebssystem | Windows XP Home | Windows XP Home |
| Preis | 399,- Euro | 399,- Euro |
Auf der Softwareseite finden wir auf dem Medion akoya mini bereits Windows XP Home Edition inklusive des Service Pack 3, ASUS hatte nur den Service Pack 2 installiert. Hinzu kommen das vorinstallierte Google-Desktop, Cyberlink PowerDVD, Wiso Mein Geld 2008, WordPerfect Office, Ulead PhotoImpact und die BullGuard Internet Security Suite. Einige Verknüpfungen führen zudem zu diversen Diensten von Aldi Süd.
Das BIOS
Das BIOS brigt keine Überraschungen und keine Möglichkeiten, das System zu übertakten oder zu tunen.
Wer von einem externen USB-Laufwerk booten möchte, kann dies im BIOS einstellen. Auf diese Weise lassen sich auch alternative Betriebssysteme installieren.
Datenträger-Performance
Während ASUS beim Eee PC 900 12G auf zwei SSD-Laufwerke mit 4 und 8 GB Speicherplatz setzt, verbaut MSI eine herkömmliche Festplatte im 2,5-Zoll Format. Es handelt sich um das Serial-ATA Modell Scorpio WD800BEVS des Herstellers Western Digital. Diese Festplatte bietet 80 GB Speicherplatz und rotiert mit 5400 U/min. Die SSDs des Eee PC nutzen statt rotierender Magnetscheiben Flash-Speicher, was einige Vorteile mit sich bringt. Einerseits verbrauchen die SSDs weniger Strom, sind vollkommen unempfindlich gegenüber Erschütterungen, arbeiten lautlos und bieten über den gesamten Datenträger eine gleichbleibende Performance und eine extrem geringe Zugriffszeit. Wir vergleichen die unterschiedlichen Datenträger im Lesetest von HD Tune 2.53.
Medion akoya mini: 80 GB HDD

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Die 80 GB Festplatte bietet eine mehr als doppelt so hohe Burstrate sowie eine um 8 bis 13 MB/s höhere durchschnittliche Leserate. Die mittlere Zugriffzeit fällt mit 17,2 ms deutlich schlechter aus als bei den Flashlaufwerken, die CPU-Last bewegt sich in einem vergleichbaren Bereich.
ASUS Eee PC 900: 4 GB SSD
ASUS Eee PC 900: 8 GB SSD
Beim ASUS Eee PC 900 12G bekommt der Benutzer ein absolut lautloses Speichermedium, welches weniger Strom verbraucht und auch härteste Stöße unbeschadet übersteht. Die Festplatte des Medion akoya mini kann man hingegen hören, auch wenn sie erfreulich leise arbeitet. Somit tritt für den potentiellen Käufer insbesondere die Frage in den Vordergrund, ob 12 GB Speicherplatz ausreichend sind.
CPU-Leistung (synthetisch)
Wie wird sich der Atom N270 gegen den betagten 90 nm "Dothan"-Kern des Celeron M ULV 353 im ASUS Eee PC 900 12G schlagen? Mit einer Taktraten von 1,6 GHz und HyperThreading sollte die Atom CPU dem mit 900 MHz getakteten Celeron deutlich überlegen sein, oder? Traditionell prüfen wir zunächst die mathematische Leistung der Prozessoren mit Hilfe synthetischer Benchmarks. Hierzu verwenden wir SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098). Die Vergleichswerte liefern uns der Pentium E2200 und ein Core 2 Duo E6320, welche jeweils auf einem ASUS P5K Premium Mainboard (Intel P35 Chipsatz) mit 2 GByte DDR2-800 (Dual-Channel) getestet wurden.
SiSoft Sandra 2007.1098: Dhrystone ALU in MIPS; Whetstone iSSE3 in MFLOPS | |||||
| Pentium E2200 2,20GHz/DDR2-800CL4 |
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| Core 2 E6320 1,86GHz/DDR2-800CL4 |
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| Medion akoya mini Atom N270 1,6 GHz |
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| ASUS Eee PC 900 Celeron M ULV 353 900MHz |
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| ASUS Eee PC 4G Celeron M ULV 353 630MHz |
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Im ersten Testlauf vermeldet SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098) eine Mehrleistung von 37,55 bzw. 54,46 Prozent zugunsten des Atom N270. Ein zweiter Testlauf soll die Multimedia-Performance offenbaren:
SiSoft Sandra 2007.1098: Integer X8 iSSE4 in it/s; FloatingPoint X4 iSSE2 in it/s | |||||
| Pentium E2200 2,20GHz/DDR2-800CL4 |
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| Core 2 E6320 1,86GHz/DDR2-800CL4 |
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| Medion akoya mini Atom N270 1,6 GHz |
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| ASUS Eee PC 900 Celeron M ULV 353 900MHz |
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| ASUS Eee PC 4G Celeron M ULV 353 630MHz |
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Ohne SSE3 hat der Celeron M ULV 353 keine Chance, die Mehrleistung des Atom N270 beläuft sich auf deutliche 253,13 bzw. 109,6 Prozent.
Lassen wir die CPU noch etwas arbeiten: Die schnelle Fourier-Transformation (FFT) ist ein Algorithmus, welcher zur Berechnung von Primzahlen genutzt wird. Wir verwenden Prime95 v24.14 im Benchmark-Modus, um die Rechenleistung der CPU zu untersuchen. Die Resultate werden in Millisekunden angegeben, kleinere Werte sind also besser:
Prime95 v24.14 - 10 Iterationen mit 4096K FFT Länge: in ms | |||
| Pentium E2200 2,20GHz/DDR2-800CL4 |
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| Core 2 E6320 1,86GHz/DDR2-800CL4 |
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| ASUS Eee PC 900 Celeron M ULV 353 900MHz |
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| ASUS Eee PC 4G Celeron M ULV 353 630MHz |
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| Medion akoya mini Atom N270 1,6 GHz |
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Da Prime95 kein SSE3 und kein HyperThreading nutzt, fällt der Atom N270 deutlich zurück und braucht satte 72,6 Prozent länger als der Celeron Prozessor. Und was passiert, wenn wir die Nachkommstellen von Pi berechnen?
Super PI 1.1e, 1M Stellen: Dauer in s | ||
| Pentium E2200 2,20GHz/DDR2-800CL4 |
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| Core 2 E6320 1,86GHz/DDR2-800CL4 |
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| ASUS Eee PC 900 Celeron M ULV 353 900MHz |
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| Medion akoya mini Atom N270 1,6 GHz |
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| ASUS Eee PC 4G Celeron M ULV 353 630MHz |
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Abermals muss sich der Atom N270 dem Celeron M ULV 353 geschlagen geben, der Unterschied beträgt diesmal allerdings lediglich 3,37 Prozent.
Bevor wir uns dem Speicherdurchsatz zuwenden, betrachten wir noch einen weiteren CPU-Test: Die Molecular Dynamics Simulation von ScienceMark 2.0 untersucht das thermodynamische Verhalten von Materialien anhand fester physikalischer Gesetze. Je schneller die Berechnung beendet wird, desto performanter ist die CPU. Die Resultate werden in Sekunden angegeben, niederigere Werte sind folglich besser:
ScienceMark 2.0 32-Bit Build 21032005: Molecular Dynamics in s | ||
| Pentium E2200 2,20GHz/DDR2-800CL4 |
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| Core 2 E6320 1,86GHz/DDR2-800CL4 |
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| Medion akoya mini Atom N270 1,6 GHz |
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| ASUS Eee PC 900 Celeron M ULV 353 900MHz |
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| ASUS Eee PC 4G Celeron M ULV 353 630MHz |
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Molecular Dynamics nutzt bis zu zwei Kerne und profitiert auch von HyperThreading. Daher braucht der Atom N270 für diesen Test knapp 19 Prozent weniger Zeit.
Datendurchsatz von Speicher und Cache
Zugegeben: Es ist nicht gerade fair, dass unser Vergleichssystem über 2 GByte DDR2-800 im Zweikanalbetrieb verfügt. Dennoch ist dies eine typische Speicherbestückung aktueller Desktop-PCs, die auch in vielen Notebooks zum Einsatz kommt. Zum Ausloten der Speicherbandbreite ziehen wir zunächst wieder SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098) heran:
SiSoft Sandra 2007.1098: Int Buff'd iSSE2 in MB/s; Float Buff'd iSSE2 in MB/s | |||
| Core 2 E6320 1,86GHz/DDR2-800CL4 |
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| Pentium E2200 2,20GHz/DDR2-800CL4 |
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| Medion akoya mini Atom N270 1,6 GHz |
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| ASUS Eee PC 900 Celeron M ULV 353 900MHz |
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| ASUS Eee PC 4G Celeron M ULV 353 630MHz |
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Wie zu erwarten kann der Medion akoya mini auch in dieser Disziplin punkten: DDR2-667 und FSB533 sorgen für einen um 45,05 bzw. 25,75 Prozent höheren Speicherdurchsatz im Vergleich zu DDR2-400 mit FSB400.
Mit ScienceMark 2.0 messen den Speicherdurchsatz ein zweites Mal. Auf die Cache-Messungen müssen wir jedoch verzichten, da diese beim Atom N270 ohne Ergebnis bleiben:
ScienceMark 2.0 32-Bit Build 21032005: Memory in MB/s; L2 Cache in MB/s; L1 Cache in MB/s | ||
| Core 2 E6320 1,86GHz/DDR2-800CL4 |
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| Pentium E2200 2,20GHz/DDR2-800CL4 |
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| Medion akoya mini Atom N270 1,6 GHz |
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| ASUS Eee PC 900 Celeron M ULV 353 900MHz |
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| ASUS Eee PC 4G Celeron M ULV 353 630MHz |
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Auch ScienceMark 2.0 misst einen um knapp 45 Prozent höheren Speicherdurchsatz.
Kompression
7-Zip ist eine kostenlose Kompressionssoftware, die gegenüber vielen Mitbewerbern einen entscheidenden Vorteil hat: Sie ist multi-threaded programmiert und kann mehrere CPU-Kerne nutzen. Ein eingebautes Benchmark-Tool schätzt die Leistung des Prozessors ab:
7-Zip 4.42 Benchmark: Multi Thread in MIPS; Single Thread in MIPS | |||
| Pentium E2200 2,20GHz/DDR2-800CL4 |
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| Core 2 E6320 1,86GHz/DDR2-800CL4 |
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| Medion akoya mini Atom N270 1,6 GHz |
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| ASUS Eee PC 900 Celeron M ULV 353 900MHz |
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| ASUS Eee PC 4G Celeron M ULV 353 630MHz |
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Der Packer 7-Zip reagiert deutlich auf die Speicherbandbreite, bereits im single-threaded Durchlauf ist der Atom N270 um 8,7 Prozent schneller. Nutzen wir HyperThreading, wächst dieser Vorsprung auf 37,4 Prozent.
Cinebench 10.0
Mit Cinebench in der aktuellen Version 10.0 kann die Leistung des Computers im Zusammenspiel mit der professionellen 3D-Anwendung Cinema 4D von MAXON bewertet werden.
Diese professionelle Software wird niemand ernsthaft auf einem Subnotebook installieren, dennoch haben wir den Rendering-Test, welcher auf einem oder mehreren CPU-Kernen ausgeführt werden kann, gestartet und geduldig gewartet. Höhere Werte spiegeln eine bessere Leistung wieder:
Cinebench Version 10.0 Rendering: X CPUs in CB-CPU; 1 CPU in CB-CPU | |||
| Pentium E2200 2,20GHz/DDR2-800CL4 |
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| Core 2 E6320 1,86GHz/DDR2-800CL4 |
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| Medion akoya mini Atom N270 1,6 GHz |
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| ASUS Eee PC 900 Celeron M ULV 353 900MHz |
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| ASUS Eee PC 4G Celeron M ULV 353 630MHz |
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Nur im multi-threaded Durchlauf kann der Atom N270 den Celeron M ULV 353 bezwingen und sich einen Vorsprung von 14,9 Prozent erarbeiten.
3D-Leistung: UT2004
Der Eee PC 900 12G verwendet Intels 915 GM Express Chipsatz mit einer Intel GMA 900 Grafikeinheit. Beim Medion akoya mini kommt hingegen ein Intel 945 GME Express Chipsatz mit Intel GMA 950 Grafikeinheit zum Einsatz. Beide IGP-Lösungen sind zu schwach für aktuelle Spiele, ältere Titel kann man jedoch durchaus in Auflösungen von 640 x 480 oder 800 x 600 Bildpunkten spielen. Da "älter" eine sehr relative Angabe ist, ziehen wir Unreal Tournament 2004 für eine Leistungsmessung heran.
Die Ergebnisse werden in Frames pro Sekunde angegeben, ab ca. 30 fps läuft ein Spiel flüssig:
UT2004 (AA: - / AF: - / AS Convoy UT2): in fps | ||
| ASUS Eee PC 900 8Bots/HP/640x480 |
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| Medion akoya mini 8Bots/HP/640x480 |
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| ASUS Eee PC 4G 8Bots/HP/640x480 |
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| ASUS Eee PC 900 16Bots/HQ/640x480 |
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| Medion akoya mini 16Bots/HQ/640x480 |
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| ASUS Eee PC 4G 16Bots/HQ/640x480 |
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Bei Unreal Tournament 2004 muss sich der Medion akoya mini dem Eee PC 900 12G geschlagen geben, dennoch kommen wir bei beiden Geräten auf keinen grünen Zweig. Geeignete Spiele für den Eee PC sind zumeist älter als fünf Jahre und vergleichsweise anspruchslos.
Stromverbrauch
Mit einer Akku-Laufzeit von nicht einmal 2,5 Stunden kann das Subnotebook von Medion nur bedingt überzeugen. Doch liegt dies am schwachen Akku oder einem zu hohen Stromverbrauch? Eigentlich besitzt der akoya mini mit der Atom Architektur und einem Backligh-LED-Display die besten Vorraussetzungen für ein sparsames Subnotebook, nur die Festplatte stört ein wenig. Wir haben unseren Stromverbrauchsmesser angeschlossen und nachgemessen.
Stromverbrauch in Watt: IDLE / Standby / Aus | |||||
| Medion akoya mini Atom N270 1,6 GHz |
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| ASUS EeePC 900 12G |
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| ASUS EeePC 4G |
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Trotz des großen 10-Zoll Displays und der Festplatte verbraucht der Medion akoya mini im Leerlauf etwas weniger als der ASUS Eee PC 900 12G. Grund hierfür sind die Stromspartechnologien der Atom Plattform, doch selbst bei CPU-Last und Festplattenzugriffen begnügt sich das Subnotebook mit genügsamen 16 Watt Leistungsaufnahme. Wird das Gerät genutzt, während der Akku geladen wird, messen wir 29 Watt (Eee PC 900 12G: 36 Watt; Eee PC 4G: 24 Watt). Das im Lieferumfang befindliche, sperrige 65 Watt Netzteil ist somit überdimensioniert, während der 2200 mAh Akku eindeutig unterdimensioniert ist.
Fazit
Mit dem akoya mini E1210 schickt Medion einen äußerst interessanten Vertreter der Gattung Subnotebook ins Rennen. Das Gerät bietet bereits Intels nagelneue Atom 230 Plattform, die in Hinblick auf den Stromverbrauch dem betagten Celeron M 353 ULV des ASUS Eee PC 900 12G überlegen ist. Dank HyperThreading fühlt sich das Gerät zudem schneller an, wobei die Benchmarks diesen Eindruck nur bedingt bestätigen können. Trotz einer Taktrate von 1,6 GHz fällt es dem Atom N270 Prozessor schwer, den nur 900 MHz schnellen Celeron in seine Schranken zu weisen. Es gelingt ihm zumindest dort, wo SSE3 oder HyperThreading unterstützt werden. Bei der Speicherausstattung bietet der akoya mini E1210 etwas mehr Bandbreite und sein Wireless-LAN beherscht neben 802.11b/g bereits den schnelleren - derzeit noch vorläufigen - Standard 802.11n.
Zugegeben: Der ASUS Eee PC 900 12G ist handlicher und rund zehn Prozent leichter. Dennoch macht das Arbeiten am Medion akoya mini E1210 mehr Spaß, da das Display leichter ablesbar ist und die Tastatur beinahe Normalgröße hat. Zudem überzeugt die Tastatur mit einem sauberen Anschlag und einem niedrigen Geräuschpegel. Nicht ganz so gut gelungen ist das Touchpad, über dessen Oberfläche der Finger nicht sonderlich gut gleitet und dessen schmale Wipptaste recht schwergängig ist. In Bezug auf die Anschlüsse und die Webcam herrscht Gleichstand zwischen den beiden Mini-Notebooks, beim Kartenleser ist der akoya mini E1210 abermals im Vorteil, da er neben SD, SDHC, MMC und auch MS Pro und xD Medien auslesen kann.
Die 80 GB große Festplatte bietet hingegen Vor- und Nachteile: Mehr Speicherplatz, mehr Stromverbrauch und ein - wenn auch leises - Betriebsgeräusch. Auch der Lüfter des Medion akoya mini E1210 arbeitet normalerweise sehr leise, schaltet bei Bedarf allerdings in mindestens drei Stufen hoch und tritt dann deutlich in den Vordergrund - im Test geschah dies allerdings nur im Rahmen der Benchmarkdurchläufe. Bis zu diesem Punkt würden wir dem kleinen Subnotebook einen "Editor's Choice" aussprechen, doch leider ist da noch der Akku. Seine 2200 mAh reichen nicht einmal für 2,5 Stunden Batteriebetrieb aus und das ist für ein Gerät, welches mit dem Slogan "einfach überall dabei" beworben wird, zu wenig. Wir hoffen auf einen optionalen 6-Zellen Akku und werten auf "Sehr Gut" ab.
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www.Au-Ja.de - http://www.au-ja.de/review-medione1210-print.phtml