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Budget Dual-Opteron: MSI K8T Master 2 im Test - 1/6
04.09.2005 by doelf; UPDATE: 06.09.2005
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UPDATE 06.09.2005:
Ergäzungen zur ECC/Chip-Kill Problematik, Anmerkungen zu den Stromsparfunktionen AMD PowerNow! und OPM sowie weitere Ergebnisse in Bezug auf die Speicherkompatibilität wurden hinzugefügt.
Bereits Ende 2003 hatten wir das MSI K8T Neo getestet, ein Sockel 754 Mainboard, welches auf VIAs K8T800 Chipsatz basiert. Sogar noch etwas früher hatte MSI die K8T Master Serie für den Sockel 940 präsentiert. Während das K8T Master 2 zwei CPU-Sockel für eine Dual-Opteron Konfiguration bot, hatte MSI beim K8T Master 1, welches das selbe Layout verwendet, einfach den zweiten CPU-Sockel weggelassen. Anläßlich unseres Leistungsvergleiches AMD Athlon 64 X2 vs Dual Opteron vs AMD Athlon 64 hatten wir vor einigen Tagen das MSI K8T Master 2 verwendet und wollen an dieser Stelle einen kurzen Testbericht nachreichen.
Das MSI K8T Master 2 ist derzeit noch als Auslaufmodell erhältlich und wird durch das K8T Master2-FAR7 ersetzt. Das K8T Master2-FAR7 setzt auf den aktuelleren VIA K8T800 Pro Chipsatz, der allerdings nicht viele Neuerungen zu bieten hat. Die wesentlichen Unterschiede sind die schnellere Anbindung von North- und Southbridge - der K8T800 Pro schafft dank Ultra V-Link bis zu 1066 MB/s, während sich der K8T800 mit einem 8X V-Link und der halben Bandbreite (533 MB/s) begnügen muß - sowie die Entkopplung der Bustakte. Die schnellere Anbindung bringt keine wesentlichen Vorteile, da beide Northbridges jeweils mit einer VIA VT8237 Southbridge verbunden und Funktionen wie Gigabit-LAN oder SATA II somit noch gar nicht geboten werden. Die Entkopplung der Bustakte, die es erlaubt, den CPU- und Speicher-Takt anzuheben während PCI- und AGP-Takt innerhalb ihrer Spezifikationen bleiben, spielt für ein Workstation Mainboard ebenfalls keine große Rolle. Hier kommt es nicht auf Übertaktung sondern auf Zuverlässigkeit und Stabilität an.
Weitere Details zu den beiden Chipsätzen gibt es bei VIA:
Während sich die beiden Chipsätze somit kaum unterscheiden, gibt es dennoch einen triftigen Grund, zum neueren K8T Master2-FAR7 zu greifen: Dual-Core Opterons. MSIs K8T Master 1 und K8T Master 2 erlauben nur den Einsatz von Opteron-CPUs, deren Produktnummer auf die Buchstaben "AL", "AU", "AK" oder "AT" enden (siehe: CPU selection rules for K8T Master2-FAR / K8T Master1-FAR / K8D Master 3 Series workstation boards), jegliche Opterons aus der 90 nm Fertigung bleiben damit außen vor und das betrifft vor allem auch die Dual-Core Prozessoren. Hierbei handelt es sich nicht um ein Problem des Chipsatzes, wie wir nach Rücksprache mit MSI und VIA in Erfahrung bringen konnten, sondern um eine Designschwäche der beiden Mainboards. Anscheinend ist die Stromversorgung nicht in der Lage, Dual-Core Opterons ausreichend zu versorgen, weshalb MSI von einem entsprechenden BIOS Update für diese Prozessoren Abstand genommen hat. Wer also Dual-Core Opterons einsetzen möchte, der muß zum K8T Master2-FAR7 greifen! Ein Nachteil des Nachfolgers ist allerdings der Chipsatzlüfter.
Der VIA K8T800 Chipsatz
Der Vollständigkeit halber seien an dieser Stelle nochmals die Eckdaten des VIA K8T800 Chipsatzes aufgeführt:
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MSI K8T Master 2: Lieferumfang und Layout
Der Lieferumfang von Workstation- und Server-Mainboards ist zumeist recht spartanisch und das MSI K8T Master 2 macht hier keine Ausnahme:
Überraschender Weise finden sich im Karton zwei CPU-Kühler aus Kupfer mit 70 mm Lüfter von AVC. Ein Blick auf das Mainboard macht klar, warum MSI diese Kühler mitliefert:
MSI war bemüht, annährend auf den ATX-Formfaktor zu kommen - das ist nicht ganz gelungen, denn das E-ATX Mainboard ist wenige Millimeter zu breit und kann daher in einigen Gehäusen mit Mainboard-Tray, etwa Antecs P160, nicht verbaut werden - wurden die CPU-Sockel sehr dicht nebeneinander angeordnet. Zudem sitzt die obere CPU dicht am ATX/EPS 24-Pin Stromanschluß und die untere noch dichter am AGP 8x-Steckplatz. Auf der linken Seite der CPUs befindet sich die Stromversorgung mit ATX/EPS 12V-Anschluß, rechts neben der Prozessoren wurden DIMM-Slots und Northbridge platziert.
Somit war es MSI nicht möglich, die üblichen Befestigungsrahmen von AMD zu verwenden. Stattdessen setzt man beim MSI K8T Master 2 auf ein Pentium 4 ähnliches Retentionmodul, in das man durchaus auch einige Pentium 4 Kühler mit nicht allzu strammer Befestigung einsetzen kann. Da durch die Nähe zur Grafikkarte die Luftrichtung der Kühler vorgegeben ist (parallel zum AGP-Steckplatz) und nur sehr kompakte aber dennoch leistungsfähige Kühler in Frage kommen, hat sich MSI entschlossen, die passenden Modelle gleich mitzuliefern.
Die maximal vier Speicherriegeln werden über eine CPU angebunden und nicht auf beide CPUs verteilt. Wie bei einem Dual-Core Athlon 64 X2 kann ein Prozessor (Core) nur über den anderen auf den Speicher zugreifen. Bei der Verwendung von zwei CPUs, die beide einen eigenen Speichercontroller beinhalten, wäre auch die Zuweisung von je zwei Slots an jede CPU denkbar gewesen.
Das MSI K8T Master 2 bietet neben dem AGP-Steckplatz auch noch 4 32-Bit PCI-Steckplätze. Rechts unten finden wir die Laufwerksanschlüsse (2x ATA133, 2x SATA, 1x Floppy), darüber befindet sich die Southbridge VT8237. Am linken Rand sehen wir einen Broadcom BCM5705KFB Gigabit-LAN Controller, der via PCI angebunden ist. Unten links befindet sich ein Realtek ALC201A Stereo-Codec, welcher die Audio-Funktionen des Chipsatzes ausführt. Das BIOS ist erfreulicher Weise gesockelt.
Im ATX-Backpanel platziert MSI folgende Anschlüsse:
Zwei weitere USB-Anschlüsse sowie die Audio-Ausgänge befinden sich auf einem mitgelieferten Slotblech.
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Die CPU-Kühler
Die beiden mitgelieferten CPU-Kühler von AVC bestehen aus Kupfer und haben jeweils 50 engstehende Fins. Die Lüfter haben einen Durchmesser von 70 mm. Beim ersten Einschalten fällt man zunächst vom Glauben ab, denn diese Lüfter sind LAUT. Glücklicherweise bietet MSI im BIOS die Möglichkeit an, die Drehzahl der Lüfter an die Temperatur der CPUs zu koppeln. Wurde diese Option aktiviert, arbeiten die Kühler zwar immer noch nicht leise, aber in einem sehr erträglichen Rahmen. Selbst unter Last drehten die Lüfter in unserem Testsystem stets mit niedriger Drehzahl, da die Schwellentemperatur von 60°C von unseren Prozessoren nicht erreicht wurde.
Bei jedem Einschalten arbeiten die Lüfter allerdings für ca. 60 Sekunden mit voller Drehzahl. Dies dient zum einen der Sicherheit, zum anderen bläst es den Staub zwischen den eng stehenden Fins hervor.
Betrachten wir nun, wie sich das Kühler-Duo im Vergleich zu den Kandidaten aus unserem aktuellen Kühlervergleich einordnet:
| Schalldruck in dB(A), Abstand 1 Meter (niedriger ist besser) | ||
| EKL V8 1918 U/min | 23,88 | |
| Titan Vanessa S-Type 1350 U/min | 24,08 | |
| Titan Vanessa L-Type 1350 U/min | 24,48 | |
| Zalman CNPS7700-Cu 970 U/min | 25,78 | |
| Cooler Master Hyper 48 1406 U/min | 26,48 | |
| Aerocool GT-1000 2163 U/min | 27,58 | |
| Spire KestrelKing V 2250 U/min | 29,58 | |
| Cooler Master DK8-7I52D-01 3184 U/min | 31,68 | |
| AVC Z7UB301001 3125 U/min | 33,08 | |
| Zalman CNPS7700-Cu/AlCu 1758 U/min | 34,18 | |
| EKL V8 1918 U/min | 35,78 | |
| Titan Vanessa S-Type 2557 U/min | 36,88 | |
| MSI/AVC 2 Kühler 2600 U/min | 37,58 | |
| Titan Vanessa L-Type 1350 U/min | 39,58 | |
| MSI/AVC 2 Kühler 5600 U/min | 56,08 | |
Auch wenn 37,58 db(A) für zwei CPU-Kühler durchaus okay sind - ein einzelner dieser Kühler arbeitet mit ca. 34,60 db(A) - wird das System einigen Benutzern zu laut sein. Und einen adäquaten Ersatz zu finden, ist durch die enge Platzierung auf dem Mainboard keineswegs einfach.
Das BIOS
Für unseren Test verwendeten wir das BIOS 1.35 vom 1.6.2004. Hierbei handelt es sich um eine Beta-Version, doch im Vergleich zu den älteren Final-Versionen 1.0 und 1.1 arbeitet es recht unproblematisch. Die Auswahl an Optionen ist, wie bei Workstation- und Server-Mainboards üblich, recht knapp gehalten. Zum Tuning wird Folgendes geboten:
Einige Optionen für das Finetuning sind also vorhanden, aber diese dienen eher zur Verbesserung der Systemstabilität als zum Übertakten. Während wir im Zusammenspiel mit zwei 512 Megabyte Riegeln DDR266 REG/ECC von Infineon "Chip-Kill ECC Mode" auf "Enabled" setzen konnten, gelang dies werder mit DDR333 REG/ECC Speicher von Corsair noch mit DDR400 REG/ECC Speicher von Buffalo. Das Mainboard blieb nach der Initialisierung des BIOS einfach hängen. Wie sich im Nachhinein herausstellte, entpuppte sich der uns Hersteller-seitig empfohlene Speicher als untauglich für die Chip-Kill-Funktion, denn es handelt sich bei den Speicherriegeln von Corsair sowie bei den Modulen von Buffalo um DIMMs mit x8 organisierten Speicherchips.
Während Chip-Kill bei einem Speicherriegel mit x4 organisierten Speicherchips beim Ausfall eines kompletten RAM-Chips vor einem korrigierbaren 4-Bit Fehler steht, hat man bei einem DIMM mit x8 organisierten Speicherchips gleich einen 8-Bit Fehler, der nicht korrigiert werden kann. Allerdings hätte das BIOS bei der Aktivierung dieser Option schlicht und einfach mit ECC und ohne Chip-Kill arbeiten sollen. Vielen Dank an Peter M., der dieses Problem aufklären konnte!
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Stabilität und Auffälligkeiten
Kommen wir zunächst zu den Auffälligkeiten beim Betrieb des MSI K8T Master 2:
Auf das "Chip-Kill ECC Mode" Problem sind wir ja bereits eingegangen, kommen wir daher gleich zur HDD-LED: Den Fehler mit der HDD-LED scheint es auf allen Mainboards der K8T-Serie für den Sockel 940 zu geben, hier hat MSI offensichtlich den Anschluß falsch belegt. Wir raten, die HDD-LED einfach nicht anzuschließen oder als zweite Power-LED zu nutzen.
Das Problem mit unserer Powercolor 9800 Pro ließ sich mit einer Asus V9950 Ultra nicht reproduzieren, es könnte also auf wenige Karten beschränkt sein. Die fehlerhafte Anzeige trat im Schnitt nach 15 bis 20 Kaltstarts einmal auf. Während ein Neustart des Rechners nicht ausreicht, um das Problem zu lösen, behebt ein Druck auf die Resettaste den Anzeigefehler zuverlässig.
Das Fehlen des S3-Modus ist auf einem Workstation-Mainboard zwar schade, aber kein Beinbruch. Wir halten diesen Punkt jedoch für erwähnenswert, da sich viele Benutzer dieser Problematik nicht bewußt sind.
Für diesen Test verwendeten wir ein Tagan TG480-U22 480 Watt Netzteil, welches ATX- aber auch EPS-Anschlüsse bietet. MSI stellt es dem Benutzer frei, ob er ein ATX- oder ein EPS-Netzteil verwendet. EPS-Netzteile bieten den selben 24-Pin Anschluß wie moderne ATX-Netzteile, statt eines 4-Pin ATX 12V-Steckers gibt es allerdings einen 8-Pin Anschluß. Zusätzlich wird meist ein weiterer 4-Pin Anschluß für AGP-Pro Grafikkarten geboten.
Beim Einsatz von 20-Pin ATX-Netzteilen mit 4-Pin ATX 12V-Anschluß startete das System nicht immer, einige Male drehten sich zwar die Lüfter, doch die Grafikkarte zeigte kein Bild. Bei der Verwendung des Tagan TG480-U22 480 Watt als EPS-Netzteil gab es solche Probleme nicht, das Mainboard startete immer sauber und fehlerfrei.
Allerdings hatten wir in unserem Testsystem ein ziemliches Problem mit Grafikkarten. Durch die Nähe zum unteren CPU-Kühler konnten wir unsere Powercolor 9800 Pro mit einem Arctic Cooling ATI Silencer 1 nicht verwenden, die Verschraubung auf der Rückseite der Karte steht zu weit hervor. Auch die Asus V9950 Ultra konnten wir nicht mit ihrer Originalkühlung einsetzen, da sich auf der Rückseite ein gorßflächiger Kühlkörper befindet. Versahen wir die Asus V9950 Ultra mit einem Zalman VF700-AlCu, so stand auch hier die rückseitige Halterung zu weit vor. Am Ende verzurrten wir den Zalman mit elastischen Bändern auf der Karte, und es ist wahrlich ein Wunder, daß die Asus V9950 Ultra diesen Test überlebt hat. Wer sich für das MSI K8T Master 2 entscheidet, muß eine Grafikkarte ohne Aufbauten auf der Rückseite wählen!
Speicherkompatibilität
Folgende Speicher-Kombinationen kamen bei unserem Test zum Einsatz (es wurde jeweils die automatische Speichererkennung des Mainboards verwendet):
24-Stunden-Volllasttest
Unter Last entpuppte sich das MSI K8T Master 2 als völlig unproblematisch. Unser 24-stündiger Volllastest aus Prime95 und 3DMark2001SE stellt das Mainboard vor kein Problem, alle Speicherkombinationen funktionieren einwandfrei.
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Testsetup
Die mit fetter Schrift hervorgehobenen Komponenten wurden für die Benchmarks verwendet:
Soundcheck
Einen einfachen Stereo-Codec wie Realteks ALC201A hatten wir lange nicht mehr im Test gehabt. Wie kann sich dieser Codec schlagen?
| RightMarkt 5.0 | MSI K8T Master 2 |
Asus A8N-SLI |
MSI K8N-SLI |
| Frequency response, dB Bezugsfrequenz: 40Hz,15KHz (geringere=besser) |
+0.25;-0.32 | +0.19;-0.83 | +0.08;-0.20 |
| Noise level, dBA Eigen-Rauschpegel (niedriger=besser) |
-83.5 | -74.2 | -98.9 |
| Dynamic range, dBA Dynamik-Bereich (größer=besser) |
83.4 | 74.7 | 90.4 |
| Total Harmonic Distortion (Klirrfaktor) % (niedriger=besser) |
0.0042 | 0.054 | 0.0057 |
| Intermodulation distortion, % (niedriger=besser) |
0.022 | 0.065 | 0.017 |
| Stereo crosstalk, dB Übersprechen (niedriger=besser) |
-83.5 | -78.1 | -99.0 |
Das Ergebnis ist überraschend gut: Der Realtek ALC201A zeigt gute bis sehr gute Werte und beweist, daß es nicht nur auf die Anzahl der Kanäle ankommt.
USB 2.0-Performance
Mit SiSoft Sandra 2005.SR1 (10.50) nehmen wir die Messung der USB 2.0-Performance vor. In einem externen Firewire-/USB 2.0-Case (Avance iFire2) befindet sich eine 2,5" Notebookfestplatte mit 40 GB und 4200 U/Min von IBM (IC25N040AT), wir schließen diese via USB 2.0 an die Testkandidaten an und messen die Performance:
| SiSoft Sandra 2005.SR1 (10.50): USB 2.0 Sequential Read; Sequential Write | ||
| Chaintech S1689 ULi 1689 BIOS 3.0 | 20 MB/s 20 MB/s | |
| Chaintech VNF4 nForce4Ultra BIOS 3.0 | 20 MB/s 20 MB/s | |
| MSI K8N-SLI nForce4 SLI BIOS 3.1 | 20 MB/s 20 MB/s | |
| Asus A8N-SLI nForce4 SLI BIOS 1006 | 20 MB/s 20 MB/s | |
| Albatron PX915G4 Intel i915G | 20 MB/s 20 MB/s | |
| Asrock K8-Combo ULi 1689 | 20 MB/s 20 MB/s | |
| Asrock K8S8X SiS 755 | 20 MB/s 20 MB/s | |
| Asus K8V SE VIA K8T800 | 20 MB/s 20 MB/s | |
| EPoX 8KDA3+ nForce3 250GB | 20 MB/s 20 MB/s | |
| EPoX 8RDA6+ nForce 2 GB | 20 MB/s 20 MB/s | |
| Albatron KX18DS nForce 2 | 20 MB/s 20 MB/s | |
| Asus A8V-E VIA K8T890 BIOS 1002 | 18 MB/s 19 MB/s | |
| MSI K8T Master 2 VIA K8T800 BIOS 1.35 | 14 MB/s 20 MB/s | |
Während die Schreibrate top ist, kann diese Leserate nicht überzeugen. 14 MB/s sind eindeutig zu wenig, die VT8237 Southbridge ist durchaus in der Lage, auch bei der Leserate 20 MB/s zu erreichen.
IDE-Performance
Mit HDTach 3.0.1.0 haben wir die IDE-Burstrate getestet. Folgende Festplatten kamen hierbei zum Einsatz:
| HDTach 3.0.1.0: Burstraten (Lesen) | ||
| Chaintech VNF4 S-ATA/nForce4Ultra BIOS 3.0 | 134.4 MB/s | |
| MSI K8N-SLI S-ATA/nForce4 BIOS 3.1 | 134.3 MB/s | |
| Asus A8N-SLI S-ATA/nForce4 BIOS 1006 | 134.2 MB/s | |
| EPoX 8KDA3+ S-ATA/nForce3 | 124.3 MB/s | |
| Albatron K8Ultra-U ULi 1689 BIOS 1.04 | 123.7 MB/s | |
| Chaintech S1689 P-ATA/ULi 1689 BIOS Beta 0518 | 123.6 MB/s | |
| Chaintech VNF4 P-ATA/nForce4Ultra BIOS 3.0 | 123.5 MB/s | |
| Asus A8N-SLI P-ATA/nForce4 BIOS 1006 | 123.5 MB/s | |
| MSI K8N-SLI P-ATA/nForce4 BIOS 1006 | 123.4 MB/s | |
| Albatron PX875P S-ATA/ICH5 | 122.9 MB/s | |
| MSI K8T Master 2 S-ATA/VT8237 BIOS Beta 1.35 | 122.5 MB/s | |
| Asus A8V-E S-ATA/VT8237R | 121.8 MB/s | |
| Albatron K8Ultra-U ULi 1689 BIOS 1.04 | 121.1 MB/s | |
| Albatron PX915G4 S-ATA/ICH6 | 120.8 MB/s | |
| MSI K8T Master 2 P-ATA/VT8237 BIOS Beta 1.35 | 120.5 MB/s | |
| Asus A8V-E P-ATA/VT8237R | 119.8 MB/s | |
| EPoX 8KDA3+ P-ATA/nForce3 | 117.1 MB/s | |
| Chaintech S1689 S-ATA/ULi 1689 BIOS Beta 0518 | 112.0 MB/s | |
| Albatron PX915G4 P-ATA/ITE | 105.9 MB/s | |
| Asus A8N-SLI S-ATA/SI RAID | 100.0 MB/s | |
| Albatron PX875P P-ATA/ICH5 | 92.0 MB/s | |
| Albatron PX915G4 P-ATA/ICH6 | 91.4 MB/s | |
Die betagte VIA VT8237 Southbridge - übrigens noch immer das selbe Modell, welches auch auf ganz aktuellen Mainboards mit VIA Chipsatz verbaut wird (der Zusatz "R" hat nicht wirklich etwas zu bedeuten, es ist immer noch der Chip, der am 2. Juli 2003 vorgestellt wurde) - schlägt sich wacker. Allerdings können andere Chipsätze eine etwas bessere Burstrate im Zusammenspiel mit Serial-ATA Festplatten erreichen.
CPU-, Bus- und Speichertakt
Nicht immer treffen die Mainboardhersteller die Taktraten genau, recht häufig verrechnet man sich ein wenig nach oben, wodurch derart übertaktete Mainboards in Benchmarks einen Vorteil haben. Wie sieht es bei unserem Testkandidaten aus?
| Taktraten | Asus A8V-E |
Asus A8N-SLI |
MSI K8N-SLI |
MSI K8T Master 2 |
| CPU-Takt Soll: 2200 MHz |
2200.1 | 2211.35 | 2210.3 | 2004.5 |
| Speicher-Takt Soll: 200 MHz |
200.00 | 201.03 | 200.9 | 200.5 |
| Übertaktung | 0.00% | 0.52% | 0.47% | 0.25% |
Die beiden Opteron Prozessoren auf dem MSI K8T Master 2 sollten mit 2000 MHz getaktet sein, sie arbeiten jedoch mit 2004,5 MHz. Das ist ein Plus von 0,25% zwar nicht viel, aber dennoch eine geringfügige Übertaktung.
Benchmarks
Umfangreiche Benchmarks des MSI K8T Master 2 im Zusammenspiel mit zwei Opteron 246 Prozessoren haben wir in unserem Artikel AMD Athlon 64 X2 vs Dual Opteron vs AMD Athlon 64 veröffentlicht:
Budget Dual-Opteron: MSI K8T Master 2 im Test - 6/6
04.09.2005 by doelf; UPDATE: 06.09.2005
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Stromverbrauch
AMDs Opteron CPUs unterstützen kein Cool'n'Quiet. Durch die AMD PowerNow! Technologie mit "Optimized Power Management" (OPM; siehe Details bei AMD) wird jedoch das Selbe erreicht: CPU-Takt und -Spannung werden entsprechend der Lastverhältnisse angepaßt und der Stromverbrauch der CPU um bis zu 75% reduziert. Diese Funktion muß das Mainboard allerdings unterstützen und das tun derzeit nur ganz wenige. Daher steigt auch beim MSI K8T Master 2 die Stromaufnahme im Vergleich zu einem Athlon 64 basierenden System selbst im IDLE-Modus deutlich an. Wer seinen Rechner rund um die Uhr im Betrieb hat, wird diesen Mehrverbrauch bei der nächsten Stromrechnung mit Sicherheit spüren!
| Leistungsaufnahem IDLE (niedrigere Werte sind besser) | ||
| Athlon 64 3200+ S939 Winchester 2000 MHz | 94 W | |
| Athlon 64 X2 3800+ S939 Manchester 2x2000 MHz | 99 W | |
| 2x Opteron 246 S940 Sledgehammer 2000 MHz | 182 W | |
| Leistungsaufnahem LAST (niedrigere Werte sind besser) | ||
| Athlon 64 3200+ S939 Winchester 2000 MHz | 135 W | |
| Athlon 64 X2 3800+ S939 Manchester 2x2000 MHz | 144 W | |
| 2x Opteron 246 S940 Sledgehammer 2000 MHz | 205 W | |
Fazit
Das MSI K8T Master 2 ist mit 183,50 Euro ein sehr preiswertes Dual-Mainboard. Es zeichnete sich in unserem Test als sehr stabil aus, ist aber nicht ganz unprobelmatisch. Für den Betrieb der Opteron CPUs wird registered RAM benötigt und ECC sowie Chipkill werden vom Mainboard unterstützt, sofern DIMMs mit x4 organisierten Speicherchips eingesetzt werden. Erwischt man Speicher mit einer anderen Organisation (x8 oder x16), so kann man die Option zwar aktivieren, das System bleibt jedoch nach der Initialisierung des BIOS hängen. Dieses Problem hätte MSI abfangen sollen, denn oft ist es für den Benutzer nicht nachvollziehbar, wie genau die Speicherriegel aufgebaut sind.
Der zweite Kritikpunkt betrifft den AGP-Steckplatz. Dieser sitzt zu dicht an der unteren CPU, was die Wahl einer passenden Grafikkarte stark einschränkt und den Einsatz eines leisen Grafikkartenkühlers weitgehend verhindert. Zudem kann nicht jeder beliebige CPU-Kühler verwendet werden. Das ist jedoch nicht ganz so kritisch, denn MSI liefert ja zwei Kühler mit, auch wenn diese nicht wirklich leise arbeiten.
Der dritte Kritikpunkt betrifft Dual-Core CPUs: Diese können nicht verwendet werden, obwohl der Chipsatz die Nutzung der doppelkernigen Opterons unterstützt. Ein wirklicher Vorteil gegenüber einem System mit einem Athlon 64 X2 3800+ ist somit nicht mehr vorhanden, zumal auch beim MSI K8T Master 2 der Speicher nur über eine CPU angebunden wird. Hinzu kommt der deutlich höhrer Stromverbrauch.
Gigabit-LAN und Audio arbeiten problemlos, die Leserate der USB-Anschl¨sse fällt hingegen etwas dürftig aus. Auch das Zusammenspiel mit unserer Powercolor 9800 Pro war aufgrund von Grafikfehlern, die ab und an nach einem Kaltstart auftauchten, nicht perfekt. Dennoch verhielt sich das Mainboard für eine Dual-CPU Platine verhältnismäßig problemlos. Wir werden hier zwar keinen Award vergeben, dennoch wird uns das MSI K8T Master 2 positiv in Erinnerung bleiben. Sobald es uns möglich ist, Dual-Core Opterons zu besorgen, werden wir den Nachfolger K8T Master2-FAR7 unter die Lupe nehmen!
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