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MSI RD480 Neo2 und MSI RX1900 CrossFire im Test - 12/12
13.06.2006 by doelf
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Fazit: MSI RD480 Neo2
Das MSI RD480 Neo2 ist weder Fisch noch Fleisch: ATis CrossFire Technologie zielt auf performancehungrige Käufer, das RD480 Neo2 bietet jedoch nur Hausmannskost ohne Serial-ATA 3 Gb/s und ohne RAID 5. Der Gigabit-LAN Controller von Realtek wird lediglich via PCI angebunden, als Ausstattungs "Highlights" winken Firewire und HD-Audio. Dabei ist das Mainboard mit einem Preis von 100 € nicht einmal besonders preiswert, vergleichbare CrossFire Mainboards gibt es bereits ab 85 €, SLI Platinen sogar schon unter 70 €.
Wenn das RD480 Neo2 nun wenigstens in Sachen Leistung und Kompatibilität überzeugt hätte, wären wir ja durchaus noch zufrieden gewesen, doch leider ist die Speichererkennung lausig - anders können wir den unausweichlichen DDR200 Betrieb mit vier Speicherriegeln nicht bezeichnen - und auch sonst gab es noch etliche Probleme, die auf ein unausgereiftes BIOS hindeuten. Dabei hat das RD480 Neo2 durchaus Potential, da MSI durch die Verwendung von ULis M1573 Southbridge die USB 2.0- und IDE-Schwächen von ATis SB450 umschifft. Im DDR400/1T Dual-Channel Betrieb mit zwei doppelseitigen Speicherriegeln erwies sich das Mainboard als sehr stabil, und auch das Layout des RD480 Neo2 wurde vorbildlich umgesetzt, so daß es uns wirklich schmerzt, diesem Mainboard keine Empfehlung aussprechen zu können.
Wer ein Sockel 939 Mainboard von MSI haben möchte, sollte sich lieber das MSI RS482M4-ILD (Micro-ATX, ATI Radeon XPRESS 200) oder das MSI K8N-SLI Platinum (NVIDIA nForce4 SLI, Creative SoundBlaster Live 24-bit) ansehen.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...




Fazit: MSI RX1900XT-VT2D512E und MSI RX1900 CrossFire
Wie wir bereits im Einzeltest der MSI RX1900XT-VT2D512E festgestellt haben, ist ATis aktuelle Oberklasse nicht gerade leise und zudem recht stromhungrig. Wer gleich zwei dieser Monster verbaut, braucht ein starkes Netzteil, einen dicken Geldbeutel und darf nicht zu genau auf seine Stromrechnung achten. Bisher lagen die von ATi gestellten Anforderungen für ein Radeon X1900 CrossFire System bei 550 Watt Netzteilleistung mit mindestens 38 A auf der +12 V Schiene. Diesen Hinweis hat ATi kürzlich von der eigenen Webseite entfernt, warum ist uns nicht bekannt. Im Test sahen wir Verbrauchsspitzen von 410 Watt im Zusammenspiel mit einem äußerst genügsamen Athlon 64 3500+ mit Winchester Kern, einer Festplatte sowie einem DVD-Laufwerk. Es steht außer Frage, daß eine Dual-Core CPU von Intel oder auch ein Athlon 64 FX im Zusammenspiel mit weiteren Laufwerken den Verbrauch bis auf über 500 Watt treiben kann.
Auch der Schallpegel eines solchen Systems ist nichts für zarte Gemüter. Während der Installation dreht die Slave-Karte mit höchster Drehzahl, was einem Schallpegel von 58,9 dB(A) entspricht. Im 3D-Test regelten die Karten unabhängig voneinander ihre Lüfterdrehzahl rauf und runter, was auf die Dauer sehr nervig sein kann. Mit einem Schallpegel von 44,0 bis 51,8 dB(A) im 3D-Test sind die Karten zwar nicht ganz so laut wie bei der Installation, dennoch ist das CrossFire-Doppel damit alles andere als leise. Bei voller Drehzahl erreichen die beiden Karten sogar satte 61,5 dB(A).
Ob der CrossFire-Betrieb auch zu einem Leistungsgewinn führt, hängt stark von der jeweiligen Anwendung ab. Bei "The Chronicles of Riddick" sahen wir satte Zugewinne, bei Unreal Tournament 2004 tat sich fast nichts, bei F.E.A.R. brach die Leistung sogar deutlich ein. CrossFire ist - wie auch SLI - kein Allheilmittel, doch - soviel steht fest - SLI unterstützt zur Zeit noch eine breitere Palette an Spielen und Anwendungen. Angesichts der Leistungsfähigkeit aktueller Grafikkarten würden wir zu einer einzelnen Oberklasse oder High-End Karte raten, statt zu CrossFire oder SLI zu greifen. Wer trotzdem soviel Geld in sein Hobby investieren möchte, sollte zumindest vor dem Kauf in Erfahrung bringen, ob CrossFire auch etwas für die Spiele bringt, mit denen das System genutzt werden soll.


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9. Benchmarks: 3D-Spiele
10. Benchmarks: 3D-Spiele / CrossFire
11. Benchmarks: Encoding
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