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MSI RD480 Neo2 und MSI RX1900 CrossFire im Test - 6/12
CrossFire Praxis Sowohl die MSI RX1900XT-VT2D512E, als auch die MSI RX1900 CrossFire arbeiten mit einem Chiptakt von 625 und einem Speichertakt von 725 MHz (DDR1450). Diese Taktraten sind als Referenz anzusehen und können von Karte zu Karte ein wenig anders ausgelegt sein. Die MSI RX1900 CrossFire wird im unteren PCIe x16-Steckplatz verbaut, die MSI RX1900XT-VT2D512E im oberen. Danach werden beide Karten mit einem DVI-Kabel verbunden, das in der Funktion mit der SLI-Bücke von NVIDIA vergleichbar ist. ATis Lösung ist allerdings aufwendiger in der Montage, da 6 Befestigungsschrauben auf der Rückseite der Grafikkarten angezogen werden müssen und das Verbindungskabel sehr steif ist. Sobald die Karten im CrossFire-Betrieb laufen, steht nur noch ein Monitorausgang zur Verfügung. ATi ermöglicht es, zwischen dem CrossFire- und dem Multimonitor-Betrieb im Catalyst Control Center umzuschalten, ohne daß der Computer neu gestartet werden muß. Allerdings dauert ein solcher Umschaltvorgang zuweilen gut 20 Sekunden. Während der Installation regelt zwar die Master-Karte ihren Lüfter herunter, der Lüfter der Slave-Karte rotiert jedoch mit voller Drehzahl und sorgt für eine Geräschkulisse von 58,9 dB(A). Erst wenn Windows, das .NET-Framework und der Catalyst vollständig installiert wurden, beendet ATi diese Folter und auch der Lüfter der Slave-Karte regelt wieder ganz normal. Im CrossFire-Betrieb erwies sich die Lüfterregelung der Karten als zu scharf eingestellt. Beide Karten regeln die Lüftergeschwindigkeit unabhängig voneinander, so daß die Lüfter im Abstand weniger Sekunden rauf oder runterregeln. Dabei wurde im 3D-Test ein Schalldruck von 44,0 bis 51,8 dB(A) aufgebaut, die Lautstärke beider Karten mit voller Lüfterdrehzahl liegt bei 61,5 dB(A).
Ein CrossFire-System ist mit Sicherheit nichts für die Freunde leiser Rechner, dafür kann es mit einer Ablufttemperatur von 58°C als Heizlüfter eingesetzt werden. Positiv finden wir, daß MSI die heiße Abluft der Grafikkarten direkt aus dem Rechner schafft, so daß sich das Innere des PC nicht besonders stark erhitzt. Auch die Anforderungen an das Netzteil sind gewaltig, bzw. sie waren es, da ATi die "Power supply notes" von den eigenen Webseiten entfernt hat. Dort wurde bisher für den Betrieb einer einzelnen Radeon X1900 XT ein 450 Watt Netzteil mit 30 A auf der +12 V Schiene (+12 V combined) gefordert, für ein CrossFire-System mit einer X1900 XT und einer X1900 CrossFire setzte ATi ein 550 Watt Netzteil mit 38 A auf der +12 V Schiene vorraus. Für unseren Test verwendeten wir verschiedene Netzteile, darunter auch ein be quiet! BQT P6 mit lediglich 520 Watt Leistung und 33 A auf der +12 V Schiene. Dieses Netzteil hatte mit dem CrossFire-Systeme keinerlei Probleme, der Verbrauch zeigte Spitzen von maximal 410 Watt. In Kombination mit einem schnellen Dual-Core Prozessor von Intel und weiteren Festplatten könnte das jedoch schon anders aussehen.
1. Chipsatz und Lieferumfang |
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