Überaus erfreulich für Besitzer älterer P4-Plattformen ist, dass Intel aufrüstwillige User nicht im Regen stehen lässt und diese
weiterhin mit potenten CPUs versorgt. Der schnellste P4 bleibt jedoch der FSB 533-Plattform vorbehalten.
Mit der Einführung der neuen CPUs purzeln auch die Preise, gerade unsere bisherige 2.53 GHz Referenz-CPU erreicht mit ca. 243 $ erträgliche Gefilde – einige Händler werden diesen Prozessor mit ca. 350 Euro listen. Vor ein paar Tagen hätten wir noch nicht einmal gewagt beim
Händler um die Ecke den Preis für diesen GHz-Boliden zu erfragen, wir sind jedoch sicher, dass im Preiskapitel noch nicht das letzte Wörtchen gesprochen ist.
Mit der Einführung der neuen CPUs erreicht die Thermal Design Power (TDP) des P4 neue Leistungsspitzen, so verbraucht der 2.8 GHz P4 satte 68,4 Watt – der 2,53 GHz genehmigt sich moderate 59,3 Watt. Gleichzeitig steigt die maximale Kerntemperatur beim 2,8 GHz P4 auf 75 C°, berücksichtigt man die maximal zulässige Temperatur im PC-Gehäuse von 40 C°, so steigt die nutzbare Temperaturdifferenz zur Kühlung des Prozessors – die auch aufgrund der erhöhten Leistungsaufnahme der CPU nötig ist. Leider lagen uns die Werte für den 2,5 GHz Pentium 4 mit FSB 400
nicht vor, wir gehen jedoch davon aus, dass sich die Angaben gegenüber dem 2,53 GHz mit FSB 533 kaum unterscheiden. Bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass die Kernspannung um 0,025 V angehoben wurde, sodass eine nominelle Versorgungsspannung von 1,525 V resultiert. Aufgrund des Pentium 4-Designs ergeben sich für die 2.8 GHz-CPU im Alltagsbetrieb folgende Werte:
| |
VID für P4 2.8 GHz |
Min |
Typ |
Max |
| Vcc |
VID=1,525 V |
1,340 |
1,380 |
1,420 |
Tatsächlich konnten wir zumeist Werte um 1,380-1420 V beobachten, wer sich also einen P4 zugelegt hat und über eine zu niedrige VCore beunruhigt ist, der kann ganz unbesorgt sein, da dieses Verhalten aus dem AutoHALT State resultiert.