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Intel Pentium 4C 3,2 GHz vs. AMD Athlon XP 3200+ - 1/8
23.06.2003 by holger
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Am heutigen Tag, dem 23. Juni 2003, zündet Intel die nächste MHz-Stufe und beschleunigt den erst am 14. April 2003 vorgestellten Pentium4 mit 3.0 GHz/FSB800 um 200 MHz.

Viele User werten die Vorstellung des neuen Boliden mit Sicherheit als Antwort auf den am 13. Mai gelaunchten XP 3200+ des Mitbewerbers AMD. Intel ließ es hingegen „langsamer“ angehen und schob am 21. Mai 2003 zum Springdale-Release erst einmal die kleinen FSB800-CPUs mit einer Taktung von 2.4, 2.6 und 2.8 GHz nach.

Insbesondere durch deren Vorstellung wurde der Druck auf AMD erhöht, denn in Verbindung mit der Einführung der drei verschiedenen Springdale-Derivate wurde die Dual-Channel-DDR-RAM-Technik des Canterwood kostengünstig im Mainstream-Markt eingeführt. Neben der Bandbreitensteigerung auf 6.4 GB/s lässt Intel auch diesem Chipsatz sämtliche Entlastungsmaßnahmen des PCI-Busses angedeihen: Mittels Intel Communications Streaming Architecture for GbE (CSA) hat der Intel P82547EI-Gigabit Adapter mit einer Bandbreite von 266 MB/s zum Memory Controller Hub (MCH) direkten Zugriff auf den System-Speicher. Die neue ICH 5 bringt dem User zusätzliche SATA-Anschlüsse, die ICH5R verfügt über einen integrierten Raid 0-Controller, der in der Lage ist, 2x150 MB/s an Bandbreite zur Verfügung zu stellen – wohl gemerkt, ohne den PCI-Bus zu belasten.

Zu den bisherigen Intel-Launchterminen konnten wir leider keinen Vergleichstest zur aktuellen Top-CPU des Mitbewerbers liefern – dies wollen wir diesmal nachholen. Mit dem AMD XP 3200+ tritt der aktuelle Barton-Core mit einem FSB400 (200 MHz DDR) sowie einem 512KB-L2Cache gegen Intels neue CPU mit 3.2 GHz an. Bis auf die Taktsteigerung von satten 200Mhz werden jedoch keinerlei Neuerungen implementiert, wichtig erscheint also die Frage, inwieweit der Pentium4 in Anbetracht des Schwindel erregenden Taktniveaus skaliert.

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23.06.2003 by holger
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Die CPUs im Vergleich

CPU Takt in GHz FSB VCore TDP Max Temp.
AMD Athlon XP 3200+ 2.20 400 1.65 60.4 Watt (typ.)
76.8 Watt (max.)
85°C
Intel P4 3.20 GHz/800 3.20 800 1.475-1.550 82.0 Watt 70 C°
Intel P4 3.00 GHz/800 3.00 800 1.475-1.550 81.9 Watt 70 C°
Intel P4 2.8 GHz/800 2.80 800 1.475-1.525 69.7 Watt 75 C°
Intel P4 2.6 GHz/800 2.60 800 1.475-1.525 69.0 Watt 75 C°
Intel P4 2.4 GHz/800 2.40 800 1.475-1.525 66.2 Watt 74 C°
Intel P4 3.06 GHz/533 3.06 533 1.550 81,8 Watt 69 C°
Intel P4 2.80 GHz/533 2.80 533 1.525 68,4 Watt 75 C°
Intel P4 2.66 GHz/533 2.66 533 1.525 66,1 Watt 74 C°
Intel P4 2.6 GHz/400 2.60 400 1.525 62,6 Watt 72 C°
Intel P4 2.5 GHz/400 2.50 400 1.500 ca. 59 Watt ca. 71 C°

Der neue Pentium4 mit 3.20 GHz ähnelt in seinem thermischen Verhalten dem bisherigen Top-Modell mit 3.00 GHz. Neu dürfte für viele User die Tatsache sein, dass die neuen FSB800-Modelle mit 2.4, 2.6 und 2.8 GHz in drei VCore-Varianten (1.475, 1.500, 1.525 V), der P4 mit 3.00 sowie 3.20 GHz sogar in vier VCore-Varianten (bis 1.550 V), zu haben sein werden. Gedanken bezüglich der Hitzeentwicklung braucht man sich trotzdem nicht zu machen, da Intel die Spezifikationen für die jeweils gleich getakteten CPUs in Bezug auf die TDP (Thermal-Design-Power) sowie der TCase (maximale Temperatur des CPU-Gehäuses) an das Modell mit der höchsten nominellen Kernspannung anlehnt. Die TDP wird unter Verwendung verschiedener Applikationen ermittelt, wobei die maximal erreichte Leistungsaufnahme berücksichtigt wird. Zur Sicherheit wird noch einmal ein Aufschlag addiert, die resultierende Summe bezeichnet Intel als TDP. Demnach darf man AMDs Angabe der typischen Leistungsaufnahme nicht mit der TDP gleichsetzen. Realistischerweise kann die TDP zwischen typischer und maximaler Leistungsaufnahme eingeordnet werden.

Insbesondere durch die geringe Taktanhebung von 33 MHz des neuen AMD-Prozessors im Vergleich zum bisherigen Topmodell XP 3000+ (2167 MHz) ergibt sich bei typischer als auch bei maximaler Leistungsaufnahme ein Plus von gerade einmal 2 Watt.

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Die CPU-Kühler
Um die TDP des Pentium4 gehörschonend in den Griff zu bekommen, entwickelt Intel eigens einen neuen CPU-Kühler. Auch diesmal stellte sich der boxed Kühler als ausgesprochen leistungsfähig heraus; der Kupferkern sowie der 65 mm große Lüfter von Sanyo Denki leisten gute Arbeit – etwa 3°C niedrigere Temperaturen lieferte jedoch der alte boxed Kühler mit 76 mm Lüfter.

Erfreulich finden wir hingegen die Rückkehr zu den Retention-Clips, die den Kühler wirkungsvoll im Retention-Modul verspannen. Insbesondere die Demontage gelingt auf diese Art und Weise ohne Verwendung eines Schraubenziehers, der beim alten boxed Kühler benötigt wurde. Während sich der Mitbewerber AMD gegen die Verwendung von Wärmeleitpaste ausspricht und weiter für den Einsatz von Wärmeleitpads plädiert, legt Intel seiner Top-CPU erneut hochwertige Paste von Shin-Etsu bei.

Über die Qualität des boxed Kühlers von AMD können wir leider keine Angaben machen, da uns der XP 3200+ von AMD als Tray-Version geliefert wurde.

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Die Testumgebung
Intel Pentium4 3.20 GHz sowie der AMD XP 3200+ wurden auf folgenden Systemen betrieben:

  Intel-Plattform Sockel-A-Plattform
CPU Pentium4 3.20 GHz XP 3200+
Mainboard Intel D875PBZ Asus A7N8X Rev2.0
Bios P06 1005
Grafikkarte Asus Ti4600 Asus Ti4600
Speicher 2 x Kingmax 256 MB DDR400 2 x Kingmax 256 MB DDR400
Soundkarte Soundblaster Live5.1 Soundblaster Live5.1
Festplatte WD800JB WD800JB
Betriebssystem Windows XP SP1 Windows XP SP1
Treiber Intel Inf-Update 5.00.1012
Detonator 43.45
nForce 2.03
Detonator 43.45

Das Intel D875PBZ haben wir bereits zum Launch des P4 3.00 GHz einem ausführlichen Test unterzogen. Einen Nachtest mit dem derzeit aktuellen Bios P06, das die Leistung bei Encoding-Aufgaben besser umsetzt, findet ihr hier.

Das Asus A7N8X trägt die Revision 2.0 und verfügt über das FSB400-fähige-Stepping A1 des Crush18D. Aufgrund der Problemlosigkeit und guten Performance des A7N8X Rev. 1.04 - diese trägt jedoch das alte Stepping des nForce2 - wählten wir die aktuelle, FSB400-fähige Revision 2.0 der Platine.

Die Benchmarks
Erneut setzen wir den BAPCO SYSmark2002 ein, dieser setzt auf alltägliche und allgemeine Aufgaben, die durch eine Vielzahl von unterschiedlichen, handelsüblichen Programmen repräsentiert werden. Gerade von der exzessiven Multitasking-Nutzung erhoffen wir uns Aufschlüsse darüber, ob auch singlethreaded Applikationen von Hyper-Threading profitieren.

Internet Content Creation Office Productivity
Macromedia Dreamweaver 4 Microsoft Word 2002
Adobe Photoshop 6.0.1 Microsoft Excel 2002
Adobe Premiere 6.0 Microsoft PowerPoint 2002
Microsoft Windows Media Encoder 7.1 Microsoft Access 2002
Macromedia Flash 5 Microsoft Outlook 2002
  Dragon NaturallySpeaking Preferred v.5
  Netscape Communicator 6.0
  WinZip 8.0
  McAfee VirusScan 5.13

Ebenfalls wieder in unserem Parcours ist der MAGIX mp3 maker platinum (Patch 3.03d). Die beliebte Software konvertiert mühelos wave-Files ins mp3-Format. In Verbindung mit dem Patch 3.03d ist die Software sogar benchmarkfähig!
Um die Ergebnisse von TMPEG als Real-Life-Anwendung zu untermauern, setzen wir den MAINCONCEPT MPEG Enconder in der Version 1.3.1 ein. Wir sind der Auffassung, dass gerade diejenigen Applikationen zum Benchmarking herangezogen werden sollten, die unmittelbar vom User genutzt werden können und nicht auf eine fiktive Engine, die der Praxis nicht zum Einsatz kommt, aufsetzen.
Weitere Benchmarks sind:

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  BAPCO SYSmark2002 Internet Content Creation Office Productivity
Pentium4 3.2 GHz
Intel D875PBZ mit HT
349 469 260
AMD Athlon XP 3200+
Asus A7N8X
273 340 220
Pentium4 3.0 GHz
Intel D875PBZ mit HT
322 431 241
Intel 850EMV2
P4 3.06 GHz
mit HT
305 418 223
Intel 850EMV2
P4 2.8 GHz PC1066
283 373 215
Intel 850EMV2
P4 2.53 GHz PC1066
262 344 200

Der neue Pentium4 mit 3.20 GHz kann sich erwartungsgemäß an die Spitze des Testfeldes setzen. Insbesondere die Leistung des XP 3200+ enttäuscht und liegt zwischen der des Pentium4 2.53 und 2.8 GHz mit FSB533.

  MAGIX mp3 maker platinum (Patch 3.03d)
Pentium4 3.2 GHz
Intel D875PBZ mit HT
47,73
AMD Athlon XP 3200+
Asus A7N8X
32,25
Pentium4 3.0 GHz
Intel D875PBZ mit HT
45,39
Intel 850EMV2
P4 3.06 GHz
mit HT
39,57
Intel 850EMV2
P4 2.8 GHz PC1066
32,27
Intel 850EMV2
P4 2.53 GHz PC1066
31,23
(Nur in Verbindung mit dem Patch 3.03d ist das Programm benchmarkfähig!)

Beim MAGIX mp3 maker ergibt sich das gleiche Bild: Auch hier dominierten die FSB800-Prozessoren, der P4 3.2 GHz kann den höheren Takt hervorragend in entsprechend höhere Leistung umsetzen. Erneut erreicht der XP 3200+ das Leistungsniveau eines Pentium4 mit 2.8 GHz/FSB533.

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Sandra
2002.1.8.59
Dhrystone Whetstone INT/SSE FPU/SSE Mem/INT Mem/FPU
Pentium4 3.2 GHz
Intel D875PBZ mit HT
7399 2585/6354 15017 23867 4884 4894
AMD Athlon XP 3200+
Asus A7N8X
6060 3035 12046 14004 2868 2692
Pentium4 3.0 GHz
Intel D875PBZ mit HT
6906 2425/5846 14068 22347 4835 4853
Intel 850EMV2
P4 3.06 GHz
mit HT
7055 2478/5797 14316 22765 3371 3364
Intel 850EMV2
P4 2.8 GHz PC1066
5529 1512/3491 11005 13578 3290 3275
Intel 850EMV2
P4 2.53 GHz PC1066
4677 1316/3093 10009 12209 3277 3274

Der P4 mit 3.2 GHz skaliert vorbildlich, der XP 3200+ kann diesmal das Performanceniveau eines P4 2.8 GHz/FSB533 toppen, an die Leistung der neuen FSB800-CPUs kommt er jedoch nicht heran.

FutureMark PCMark2002/CPU PCMark2002/MEM 3DMark2001SE
Pentium4 3.2 GHz
Intel D875PBZ mit HT
7918 9129 14994
AMD Athlon XP 3200+
Asus A7N8X
6763 5918 14158
Pentium4 3.0 GHz
Intel D875PBZ mit HT
7432 8979 14735
Intel 850EMV2
P4 3.06 GHz
mit HT
7475 6382 13831
Intel 850EMV2
P4 2.8 GHz PC1066
6850 6494 12418
Intel 850EMV2
P4 2.53 GHz PC1066
6191 6448 11861

PCMark2002 bestätigt das Bild von SiSandra: Erneut setzt sich der 3.2 GHz-Bolide deutlich an die Spitze, der XP 3200+ erreicht erneut das Niveau des P4 2.8 GHz/FSB533 mitsamt Rambus-Plattform. Die Benchmarkergebnisse des 3DMark2001SEBuilt330 attestieren dem XP3200+ ein besseres Leistungsniveau, diesmal kann dieser den P4 3.06 GHz/FSB533 dominieren – der P4 3.20 GHz/FSB800 spielt mit annähernd 15.000 Punkten in einer eigenen Liga.

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OpenGL & DirectX Vulpine GL
1024x768x32
Quake III
Timedemo1
Codecreatures
1024x768x32
Cinebench
Shading
Cinebench
Raytrace
Single CPU
Cinebench
Raytrace
Multi CPU
Pentium4 3.2 GHz
Intel D875PBZ mit HT
101,2 294,6 31 fps
11 Mio
27,92 32,72 37,50
MP-Faktor:
1.15
AMD Athlon XP 3200+
Asus A7N8X
100,4 258,4 fps 32,1 fps
11,5 Mio
24,19 30,67 -
Pentium4 3.0 GHz
Intel D875PBZ mit HT
100.2 291,2 fps 30,7 fps
10,8 Mio
26,21 30,96 35,32
MP-Faktor:
1.14
Intel 850EMV2
P4 3.06 GHz
mit HT
83,9 - 29,5 fps
10,3 Mio.
25,22 31,06 34,71
MP-Factor:
1.12
Intel 850EMV2
P4 2.8 GHz PC1066
83,2 - 28,9 fps
10,1 Mio.
22,09 28,42 -
Intel 850EMV2
P4 2.53 GHz PC1066
82,7 - 28,4 fps
9,9 Mio.
21,13 25,39 -

In VulpineGL schlägt der XP 3200+ erstmals eine FSB800-CPU, kommt jedoch an den 3.20 GHz-Boliden nicht heran.
Mit Quake III haben wir für diesen Vergleichstest ein weiteres Spiel aufgenommen, um den Forderungen der Gamer-Gemeinde nachzukommen. Auch in dieser Disziplin kann der XP 3200+ den FSB800-CPUs nicht das Wasser reichen. Zugegeben, einen Unterschied zwischen 260 und 290 fps wird niemand erkennen können, uns dient der Wert zur quantitativen Beurteilung.
Bei Codecreatures übernimmt der AMD-Vertreter mit deutlicher Führung die Spitze und verweist sogar den P4 3.20 GHZ/FSB800 in seine Schranken.
Cinebench zeichnet hingegen ein anderes Bild: Werden die beiden virtuellen CPUs des Pentium4 eingesetzt, erreicht dieser traumhafte Ergebnisse. Der XP 3200+ erklimmt im Raytraceing-Kapitel knapp das Leistungsniveau eines P4 3.00 GHz/FSB800, der im Single-Mode betrieben wird.

Video TMPEG mit Hyper Threading
Pentium4 3.2 GHz
Intel D875PBZ mit HT
Multi Threaded
50,34 fps
Pentium4 3.2 GHz
Intel D875PBZ mit HT
Single Threaded
41,44 fps
AMD Athlon XP 3200+
Asus A7N8X
40.32 fps
Pentium4 3.0 GHz
Intel D875PBZ mit HT
Multi Threaded
47,76 fps
Pentium4 3.0 GHz
Intel D875PBZ mit HT
Single Threaded
39,27 fps
Intel 850EMV2
P4 3.06 GHz
Multi Threaded
46,45 fps
Intel 850EMV2
P4 3.06 GHz
Single Threaded
38,86 fps
Intel 850EMV2
P4 2.8 GHz PC1066
-
Intel 850EMV2
P4 2.53 GHz PC1066
-

Erneut liefert der P4 mit 3.20 GHz traumhafte Ergebnisse, der XP 3200+ kann nur dann mit dem P4 3.00 GHz/FSB800 mithalten, wenn dieser im Single-Threaded-Mode betrieben wird.

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Intel Pentium 4C 3,2 GHz vs. AMD Athlon XP 3200+ - 8/8
23.06.2003 by holger
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  Mainconcept 1.3.1 AVI-to-MPEG Converter mit Hyper Threading
Pentium4 3.2 GHz
Intel D875PBZ mit HT
1633 Sekunden
AMD Athlon XP 3200+
Asus A7N8X
1906 Sekunden
Pentium4 3.0 GHz
Intel D875PBZ mit HT
1729 Sekunden
Intel 850EMV2
P4 3.06 PC1066
1773 Sekunden
Intel 850EMV2
P4 2.8 GHz PC1066
-
Intel 850EMV2
P4 2.53 GHz PC1066
-

Mainconcept bestätigt die Ergebnisse von TMPEG: Gegen den Pentium4 mit 3.20 GHz/FSB800 ist kein Kraut gewachsen, so schnell wurde unser Testfile noch nie encodet. Der überarbeitete Barton-Core kann trotz höherem FSB und größerem L2-Cache nicht mithalten.

Fazit und Empfehlung
Intels Top-CPU, der Pentium4 mit 3.20 GHz/FSB800, gewinnt gegen den AMD XP3200+ 20 von 21 Benchmarks. Die Uuml;berlegenheit ist überdeutlich, der Preisunterschied von 637 US-Dollar (1000er Abnahme) für den Top-Pentium4 gegenüber 464 US-Dollar (1000er Abnahme) für den AMD XP 3200+ ist ebenfalls gewaltig. Als wahres Schnäppchen erscheint da der Pentium4 mit 3.00 GHz/FSB800, der mit 417 US-Dollar (1000er Abnahme) bei 19 von 21 Disziplinen mit deutlichem Vorsprung vor dem XP 3200+ im Ziel eintrifft. Die Einführung einer neuen Top-CPU hat also für den User mit beschränktem Budget einen überaus positiven Nebeneffekt: Die bisherige Top-CPU erreicht erschwingliche monetäre Gefilde. Wer jedoch tatsächlich die Leistung einer des schnellsten Prozessors benötigt, der kommt um den Pentium4 mit 3.20 GHz/FSB800 kaum herum.
Im Hinblick auf die übrigen Investitionskosten herrscht zwischen AMD- und Intel-Welt nahezu Gleichstand. Will man die jeweiligen FSB400/800-CPUs einsetzen, muss man zu einer Dual-Channel-DDR-Plattform in Verbindung mit DDR400 greifen. Ein hervorragend ausgestattetes Springdale-Board wie das AOpen AX4SPE Max schlägt mit unter 150 Euro zu Buche, sehr gut ausgestattete nForce2-Boards bewegen sich im gleichen Preisrahmen. Wer bereit ist, 30 Euro mehr auszugeben, der kann das Intel-Referenzboard D875PBZ sein Eigen nennen.
An einer Diskussion um das umstrittene Performance-Rating der AMD-CPUs wollen wir uns indessen nicht beteiligen. AMD unterstreicht selbst mehrfach, dass man das Model-Rating anhand eines umfangreichen Benchmark-Parcours ermittelt und sich die Leistung letztendlich in Relation zu einem Thunderbird 1000 Mhz ergibt. Ob AMD dies jedoch dem durchschnittlich interessierten Käufer kommunizieren kann, sei einmal dahingestellt. Fest steht jedoch, dass Intels FSB800-CPUs derzeit nicht zu schlagen sind, gegen eine Bandbreite von FSB und Speicher von sagenhaften 6.4 GB/s in Verbindung mit exorbitant hohen Taktfrequenzen jenseits der 3 GHz-Schallmauer und dem Einsatz von Hyper-Threading bleibt AMD und der riesigen Fangemeinde derzeit nur das Hoffen auf den Athlon64.

Wir bedanken uns bei

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