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Review: Intel Pentium 4 Extreme Edition 3,2 GHz - 2/10 Im Kern ist der Pentium 4 Extreme Edition nichts anderes als ein Intel Xeon Prozessor MP mit 2MB Level 3 Cache (Gallatin-Core). Der Intel Xeon Prozessor MP unterstützt üblicherweise Konfigurationen mit 4 oder 8 CPUs, es sind aber auch Server mit noch mehr Prozessoren denkbar. Intel deckt mit dieser CPU die Servermittelklasse ab, während kleine Server und Workstations mit nur zwei CPUs mit "normalen" Intel Xeon Prozessoren bestückt werden und die Oberklasse dem Itanium vorbehalten bleibt.
Nun bietet der Xeon MP zwar 2 MB Level 3 Cache, seine maximale Taktrate liegt derzeit jedoch bei 2,8 GHz und sein Systembus arbeitet mit "nur" 400 MHz. Der normale Pentium 4-C kann hingegen mit 3,2 GHz Coretakt sowie 800 MHz Systembus aufwarten - klare Vorteile, wenn es um speicherintensive Anwendungen und Spiele geht! Intel brauchte also eine Mischung aus Xeon MP und Pentium 4-C, welche die besten Merkmale der aktuellen Produktpalette vereint. Betrachten wir die aktuellen Pentium 4-, Xeon- und Xeon MP-Modelle (wir haben in der Tabelle die jeweils letzte Ausbaustufe der CPUs aufgeführt, da eine komplette Auflistung den Rahmen dieses Testberichtes spregen würde), so scheint der Pentium 4 Extreme Edition genau diese Mischung darzustellen:
* Dies ist die Angabe zum Xeon 2,8 GHz FSB400, welcher eine ähnliche Verlustleistung wie der Xeon MP 2,8 GHz haben sollte. Leider bietet Intel im Online-Archiv die Spezifikationen nur bis zum Xeon MP 2,0 GHz an. Mit vorraussichtlich 169 Millionen Transistoren und einer DIE-Fläche von 240 mm2 fällt der Kern des Extreme Edition deutlich größer aus als der seines kleinen Bruders: Auf 131 mm2 bringt der Pentium 4-C "nur" 55 Millionen Transistoren unter - das ist nicht einmal ein Drittel! Zwar steigt die Verlustleistung deutlich an, doch dank des größeren Kerns kann die Wärme auch besser verteilt werden - ein Intel Boxed-Kühler der 3 GHz-Klasse sollte also völlig ausreichen. Im Gegensatz zu AMD gibt Intel nicht die rechnerisch maximale Verlustleistung an, welche lediglich eine theoretische Grösße darstellt, die sich auf das gleichzeitige Schalten aller Transistoren zum selben Zeitpunkt bezieht. Dieser Fall kann in der Praxis - selbst durch die Verwendung synthetischer Software - nicht auftreten. Aus diesem Grund gibt Intel die TDP als reale, maximale Verlustleistung an, die in einem Praxistest mit entsprechenden Stress-Tools ermittelt wurde. Es dürfte in der Praxis also niemals zu einer Überschreitung der TDP kommen, solange die CPU weder übertaktet noch die VCore erhöht wird. Im Prinzip kann der Pentium 4 Extreme Edition auf allen Mainboards, die auch den Pentium 4 mit 3,2 GHz unterstützen, eingesetzt werden - tatsächlich könnte dies ein Härtetest für die Stromversorgung einiger Mainboards werden! Wie funktioniert der Level 3 Cache? Ist er eine Erweiterung des Level 2 Caches? Mitnichten, wir haben es hier nicht mit einer simplen Addition zu tun, vielmehr wird der Level 1 sowie Level 2 Cache in der dritten Stufe gespiegelt. Oft benutze Daten liegen hier somit für den Prozessor schnell abrufbar (auch der Level 3 Cache arbeitet mit dem CPU-Takt!) bereit und ermöglichen eine Steigerung der Gesamtperformance. Intel beschreibt dies - für die neuen Xeon-Prozessoren mit 1 MB Level 3 Cache - wie folgt: "The Intel Xeon processor MP also implements a unique cache architecture specifically designed for the Intel NetBurst microarchitecture. The new structure offers three levels of integrated cache, including a 1 MB Level 3 cache in addition to the 256 KB Level 2 cache and eight KB Level 1 cache. This allows the processor to access frequently used data even more quickly than before, improving overall system performance, back-end application performance and decreasing the response time on many database and customer management applications."Es stellt sich nun die Frage, ob auch ein Single-Prozessor-System von diesem dreistufigen Cache-Ausbau profitieren kann. Zumal hier gänzlich andere Anforderungen gestellt werden! Statt der Datenbank muß Unreal Tournament 2003 eine gute Figur machen!
1. Und plötzlich war er da |
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