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Die Firma Port Designs ist seit 16 Jahren im Bereich Taschen und Gepäckstücke tätig, wobei der sichere Transport empfindlicher Geräte im Vordergrund steht. Mit einem eigenen Designstudio in Paris sowie Partnerschaften mit der Industrie und einer Designschule ist es der Firma fünfmal in Folge gelungen, ein jährliches Wachstum von 30 bis 40 Prozent zu erzielen. Wir werden uns heute zwei Notebook-Rucksäcke von Port Designs ansehen und dem Geheimnis ihres Erfolges möglicherweise auf die Spur kommen.
Port Chamonix #1
Der Rucksack Chamonix richtet sich insbesondere an aktive Nutzer, die einen vollwertigen Rucksack für ihr Laptop, den Alltag und den Sport suchen. Als Obermaterial verwendet Port schwarzes Dynatex, zwei der Feder wurden in einem dunklen Grün abgesetzt.
Oben am Rucksack findet sich ein Griff mit einer weichen, gummiartigen Oberfläche. Dieser Griff liegt gut in der Hand und ist ausgesprochen rutschfest, er wurde mit verstärkten Stellen des Stoffes vernäht.
Wir sehen drei Reißverschlusspaare sowie zwei Reißverschlüsse mit je einem Öffner. Wir beginnen unsere Expedition mit dem unteren, schwarzen Reißverschluss:
Hinter diesem verbirgt sich eine schwarze Regenhülle, welche im Gegensatz zum Obermaterial des Rucksacks wasserfest ist und seine Inhalte auch bei starken Regengüssen trocken hält.
Der Regenüberzug bedeckt die dem Rücken abgewandte Hälfte des Rucksacks vollständig, die Seite mit den Tragegurten bleibt hingegen frei, damit das Tragen des Gepäckstückes auch weiterhin möglich ist.
Da die Regenhülle mit einem elastischen Band am Rucksack befestigt ist, kann man sie nicht verlieren. Sie kann alternativ auch als Staubschutz verwendet werden.
Port Chamonix #2
Noch vor dem ersten geschlossenen Fach des Rucksacks befindet sich ein offener Einschub aus einem netzartigen Stoff. Dieser ist 22,0 cm breit sowie 14,5 cm hoch, hier lassen sich Gegenstände verstauen, auf die man schnell zugreifen will - beispielsweise Karten oder ein Kompass.
Dahinter sehen wir das erste geschlossene Fach (22 x 22 cm) mit seiner grünen Abdeckung. Wir öffnen den Reißverschluss und finden einen Kunststoffhaken zur Befestigung des Schlüssels, drei Einschübe für Stifte und drei weitere Unterteilungen.
Die kleinste dieser Unterteilungen besteht wieder aus dem netzartigen Stoff und besitzt einen eigenen Reißverschluss, hier kann man seinen Ausweis sowie Scheckkarten deponieren.
Es folgt ein großes Außenfach, welches speziell für Schuhe gedacht ist. Die hier deponierten Gegenstände werden mit einem Gurt gesichert, dessen Verschluss aus Kunststoff besteht. Im Praxistest hatte das Fach auch mit Lederschuhen der Größe 46,5 keine Schwierigkeiten.
Nun kommt wieder ein geschlossenes Fach, welches gleich mit zwei Reißverschlüssen versehen wurde. Dieses Fach besitzt drei große Unterteilungen sowie eine kleine, abgetrennte Sektion unterhalb des zweiten Reißverschlusses.
Letztere wird zusätzlich von einem schwarzen Band mit Klettverschluss gesichert.
Port Chamonix #3
Dieses Abteil des Rucksacks ist 40,0 cm hoch und 29,5 breit, es fasst problemlos Zeitschriften, Blöcke und Bücher. Dank der dreifachen Unterteilung ist es sehr leicht Ordnung zu halten und man findet seine Unterlagen schnell wieder.
Doch warum hat Port dieses Fach mit zwei Reißverschlüssen versehen? Man greift schließlich auf ein und das selbe Fach zu.
Die Erklärung findet sich sozusagen mittig zwischen den beiden Reißverschlüssen. Dort wird nämlich das Kopfhörerkabel des Musikspielers oder des Mobiltelefons durchgeführt, denn genau für diese Geräte ist das kleine Fach mit dem Klettverschluss gedacht. Zudem kann man hier eine externe Festplatte im 2,5-Zoll-Format deponieren.
Das letzte Fach ist für das Laptop gedacht, es eignet sich für Geräte mit einer Bildschirmgröße von bis zu 15,4-Zoll. Das Gerät darf maximal 38,0 cm breit sowie 25,0 cm tief sein. Unser Testgerät hat ein 14,1-Zoll Display.
Rechts und links sowie am Boden des Rucksacks finden sich zwei Zentimeter dicke Polster zum Schutz des Notebooks. Zur Vorderseite hin ist das Polster ca. einen Zentimeter dick.
Auf der Rückseite sorgt das Rückenpolster für Tragekomfort und einen sicheren Transport des Computers. Ein Gurt mit Klettverschluss verhindert, dass unser Notebook unkontrolliert nach oben rutscht.
Port Chamonix #4
Die beiden Tragegurte sind gut gepolstert und verstellbar, so dass eine individuelle Einstellung für das ergonomische Tragen schnell gefunden ist. Weiterhin gibt es einen Brustgurt, dessen Lage sich ebenfalls verstellen lässt, was insbesondere für weibliche Käufer von Bedeutung ist.
Am rechten Gurt befindet sich eine Handy-Tasche, welche durch ein Band mit Klettverschluss an einer Lasche befestigt ist. Eine identische Lasche befindet sich auch am linken Gurt, so dass man je nach Geschmack die Position der Handy-Tasche anpassen kann.
Die Handytasche selbst besitzt eine Rückenpolsterung und wird mit einer Klettlasche verschlossen.
Die Abmessungen des Chamonix betragen 480 x 120 x 400 mm (H x T x B) und das gute Stück wiegt ca. 1,10 kg. Port gibt auf diesen Rucksack erstaunliche 30 Jahre Garantie. Laut Hersteller kostet dieser Rucksack 59,99 Euro.
Wir haben den Chamonix für unseren Test voll bepackt und damit ein paar Kilometer zurückgelegt. Hierbei hinterließ der Rucksack einen positiven Eindruck und bot keinerlei Anlass zur Kritik.
Port Malmoë #1
Der zweite Rucksack von Port, welchen wir uns angesehen haben, ist das Modell Malmoë. Malmoë gibt es im Gegensatz zum Chamonix in zwei Farbvarianten: Grün und schwarz/grau stehen zur Auswahl. Unser Exemplar ist grün.
Das verwendete Material, Ballistic Nylon, fühlt sich dicker und robuster an als beim Chamonix, was vor allem am mehrlagigen Aufbau mit Innenfutter und Polsterung liegt. Der Malmoë ist mit 460 x 80 x 280 mm (H x T x B) etwas kleiner und bringt ca. 1,00 kg auf die Waage.
Der gepolsterte Tragegriff aus Nylon wurde sauber, stabil und durch das Innenfutter verdeckt mit dem Rucksack vernäht. Er liegt allerdings nicht so gut in der Hand wie der Tragegriff des Chamonix.
Beim Malmoë gibt es nur geschlossene Fächer, welche mit schwarzen Reißverschlüssen versehen sind.
Deren Griffe bestehen innen aus Metall, wurden jedoch mit einem Kunststoff überzogen, der sehr gut in der Hand liegt.
Bereits das Modell Chamonix war gut bis sehr gut verarbeitet, doch der Malmoë kann dies locker übertreffen. Materialanmutung, Reisverschlüsse und Nähte hinterlassen einen extrem hochwertigen Eindruck.
Port Malmoë #2
Das erste Fach finden wir auf der etwas heller abgesetzten Front des Rucksacks. Es ist gut 21 cm breit und 30 cm hoch. Von den Abmessungen her würde es sich für Unterlagen im DIN-A4 Format eignen, doch dieses Fach ist sehr schmal und der Schlitten des Reißverschlusses beengt den Zugang.
Für Karten und dünne Gegenstände ist es gut geeignet, für Kleinteile hingegen weniger, da diese in dem tiefen, schmalen Fach nach unten rutschen und man sie später mit der Hand ertasten muss.
Das zweite Fach ist von einem ganz anderen Kaliber, es ist 26 cm breit und 42 cm hoch. Hier gibt es viel Platz sowie zahlreiche kleine Einschübe und Täschchen.
Hinter der Vorderfront befinden sich zwei kleine Taschen mit Klettverschluss. Diese Täschchen sind 10 cm breit und 15 cm hoch, hier kann man beispielsweise ein Mobiltelefon, eine Maus oder eine externe 2,5-Zoll-Festplatte deponieren. Eine Durchführung für ein Kopfhörerkabel gibt es leider nicht.
Auf der gegenüberliegenden Seite hat Port acht kleine Fächer angeordnet. Diese sind 12,5 cm breit und 11,0 cm hoch oder 9,5 cm breit und 4,0 cm hoch. Während man die kleinen Fächer eigentlich nur für Kredit- und Visitenkarten, Kleingeld und USB-Flashlaufwerke nutzen kann, eignen sich die größeren auch für Stifte oder Kabel.
Wir vermissen jedoch Fächer mittlerer Größe, denn die acht angebotenen Ablagen sind uns schlicht und einfach zu kleinteilig und zu unflexibel.
Port Malmoë #3
Ein kleines Highlight ist der Schlüsselhalter: Der Karabiner besteht beim Malmoë aus Metall und ist frei drehend gelagert. Er wird mit einem Druckknopf am Rucksack befestigt und kann daher komplett herausgenommen werden. Das ist eine sehr saubere und ungemein praktische Lösung.
Kommen wir nun zum Notebook-Fach. Dieses befindet sich hinter einem weiteren Reißverschluss und kann uns auch in Hinblick auf Fächer mittlerer Größe wieder versöhnen.
Dem Laptop gegenüber sehen wir zwei weitere Fächer. Das kleinere besteht aus einem Netzgewebe mit Gummizug und misst 26,0 cm in der Breite sowie 13 cm in der Höhe. Da es nach oben offen ist, kann man hier jedoch auch höhere Gegenstände hinterlegen. Das zweite Fach ist ebenso breit, aber 18,5 cm hoch. Dieses Fach besitzt einen Reißverschluss.
Das Laptop-Fach ist nach rechts, links, unten und vorne mit XFoam gepolstert, zur Rückseite hin ist lediglich die Rückenpolsterung des Rucksacks vorhanden. Laut Hersteller eignet sich der Rucksack für Notebooks mit einer Bilddiagonale von bis zu 15,4-Zoll, unsere Messungen ergeben eine maximale Breite von 36,0 cm sowie eine maximale Tiefe von 27,5 cm.
Ein Gummiband mit Lederzug, welches in eine Kunststoffnase eingehakt wird, soll das Notebook fixieren. Diese Lösung sieht elegant aus und funktioniert auch in der Praxis recht passabel, doch ein Klettverschluss ist schneller zu handhaben und hält den Computer ebenso gut in Position.
Ein letztes Fach versteckt Port im Rückenpolster. Dieses Geheimfach ist für Wertsachen vorgesehen und für Diebe, solange man den Rucksack aufgeschnallt hat, kaum zu erreichen.
Port Malmoë #4
Das Rückenpolster sorgt für einen hohen Tragekomfort, auch in diesem Detail kann der Malmoë wieder voll und ganz überzeugen.
Die beiden Tragegurte lassen sich in ihrer Länge einstellen, so dass der Rucksack schnell eine ergonomische Position einnimmt. Auch der Malmoë besitzt einen quer verlaufenden Brustgurt, dessen Position sich in der Vertikalen verschieben lässt.
Die Polsterung der Tragegurte erstreckt sich diesmal bis zum Rand derselben, so dass sich der Malmoë noch etwas angenehmer tragen lässt als der Chamonix, obwohl dessen Gurte fast identische Abmessungen haben.
Bleibt noch der Regenschutz, welcher beim Malmoë mit einem Druckknopf am Rucksack befestigt ist und somit zum Trocknen herausgenommen werden kann.
Wie beim Chamonix verschwindet der Rücksack bis auf seine Rückseite mit den Trageriemen unter der wasser- und staubfesten Schutzhülle.
In seiner Produktbeschreibung erwähnt Port eine Handytasche, welche sich jedoch nicht im Lieferumfang unseres Malmoë befand. Entsprechende Befestigungsschlaufen finden sich an den Tragegurten des Rucksacks. Abermals gibt Port eine Garantie von 30 Jahren, der Preis des Malmoë beläuft sich laut Hersteller auf 69,99 Euro.
Fazit
Rucksäcke statt Taschen, diese Wahl treffen insbesondere Männer unter 30 Jahren. Unser Test zeigt, dass Laptops auch in Rucksäcken sicher transportiert werden können. Zudem bieten die getesteten Modelle mehr Platz als handelsübliche Taschen und lassen sich über längere Strecken auch deutlich bequemer tragen. Wer ein Notebook mit einem Gewicht über 2,5 kg und viel Zubehör mitnehmen muss, sollte zu einem Rucksack greifen, denn dieser ist für solche Zweck eindeutig die bessere Wahl. Auch auf Reisen und für Journalisten und Messebesucher ist ein Rucksack die flexiblere Alternative zur Notebook-Tasche. Unsere beiden Testmuster sind sehr unterschiedlich und können dennoch auf ihre jeweilige Weise überzeugen.
Port Designs Chamonix
Der Käufer des Port Chamonix ist jung, sportlich und sucht einen Rucksack für Schule, Studium, Freizeit und Training. Seine Anforderungen sind viel Platz, eine maximale Flexibilität und - beinahe hätten wir es vergessen - ein Notebook soll auch noch hineinpassen und sicher verstaut sein. Offene Fächer ermöglichen einen schnellen Zugriff und sogar Schuhe lassen sich zusätzlich in diesem Rucksack verstauen.
Dabei erweist sich das Material als robust und Verarbeitung und Qualität als durchweg gut bis sehr gut. Auch Regen kann den Chamonix nichts anhaben, denn eine Regenhaube befindet sich an Bord. Die Optik ist sportlich und kaum für ein biederes Büro geeignet. Aber das ist auch nicht der Lebensraum des Chamonix. Der Preis von 59,99 Euro ist ausgesprochen fair und die Garantie von 30 Jahren ein überzeugendes Argument.
Port Designs Malmoë
Beim Port Malmoë fällt sogleich das elegante und zugleich robuste Material sowie die hervorragende Verarbeitung ins Auge. Es handelt sich um einen qualitativ erstklassigen Rucksack, der auch für den Gang ins Büro oder zu Kunden geeignet ist. Das Laptop sitzt sicher und geschützt in seinem Fach, zudem gibt es Platz für Unterlagen und Zubehör. Besonders gut gefallen hat uns der abnehmbare Schlüselhalter sowie der ebenfalls entfernbare Regenschutz.
Keine Frage, die Verarbeitung des Malmoë ist besser und die Detaillösungen sind cleverer. Was jedoch die Flexibilität betrifft, kann der Malmoë mit dem Chamonix nicht mithalten. Seine Fächer sind steifer und dadurch nicht so leicht zugänglich. Zudem sind viele Unterteilungen sehr klein geraten oder schmal und tief, so dass sie nur begrenzt nutzbar sind. Wer nur sein Arbeitsmaterial transportiert, wird mit dem Angebot auskommen, doch wer sein halbes Leben verstauen möchte, muss definitiv zum Chamonix greifen. Der Preis von 69,99 Euro ist ebenfalls sehr attraktiv und auch der Malmoë glänzt mit 30 Jahren Garantie.
Unser Dank gilt Port Designs für die Teststellung der Rucksäcke!
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