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Im Test: Intel Prescott mit 3.2 GHz - 13/13
01.02.2004 by doelf und holger
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Overclocking
In Anbetracht einer satten Taktsteigerung um 400 MHz fragen wir uns, warum Intel noch keine 3.4 GHz Versionen des Prescott zum Launch anbieten kann.

Erstaunlich fanden wir auch den Umstand, daß die Temperatur der CPU trotz der Takterhöhung - bei unveränderter VCore - kaum weiter anstieg.

Fazit
Intel macht mit dem Prescott und der Einführung der 90 nm Fertigungstechnologie einen wichtigen Schritt in Richtung 4 GHz. Da sich der neue Prozessorkern in vielen Punkten von seinem Vorgänger unterscheidet, erzielen wir durchaus kontrastreiche Benchmarks. Einige Ausrutscher wie z.B. die CPU-Performance bei SiSofts Sandra Max 3 oder die 3D Performance bei Futuremarks 3DMark2001SE stehen deutlichen Performancegewinnen bei Encoding-Programmen und Teilen der Specviewperf7.1 gegenüber. Gerade bei Encoding-Anwendungen scheinen SSE3 und das verbesserte HyperThreading bereits zu greifen. Betrachten wir ausschließlich die Performance, so kann sich der Prescott durchaus sehen lassen. Ob nun der Northwood oder der Prescott besser ist, läßt sich nicht sagen - wohl aber welcher Core für das jeweilige Einsatzgebiet geeigneter ist. In Zukunft, wenn mehr SSE3-taugliche Software verfügbar ist, wird sich der Prescott weitere Vorteile erarbeiten können; doch derzeit wird oftmals eher die Kompatibilität des Mainboards mit der jeweiligen CPU Ausschlag für die Kaufentscheidung geben.
Die Performance des Prescott bei 3.2 GHz ist allerdings nur die halbe Miete, denn ob dieser Core ein Erfolg wird, liegt vor allem an seiner zukünftigen Skalierbarkeit und der Leistungsaufnahme/Wärmeabgabe zukünftiger Modelle. Der Intel Pentium 4 mit 2.5 GHz hatte eine TDP von 59 Watt, der 3 GHz Pentium 4C erreichte bereits 81.9 Watt, nun startet der Prescott mit 103 Watt bei 3.2/3.4 GHz sowie 89 Watt bei 2.8/3.0 GHz. Der nächste Schritt wäre folglich 117 Watt bei 3.6/3.8 GHz - ob diese Taktraten auf dem Sockel 478 noch (sinnvoll) verwirklicht werden können, ist derzeit fraglich. Eines ist bereits jetzt schon sicher: Der Prescott ist eine Herausforderung für die Stromversorgung aktueller Mainboards sowie für die Lüftung aktueller Gehäuse.

Wir bedanken uns recht herzlich bei Intel für die Bereitstellung des Prescott 3.2 GHz sowie des Intel D875PBZ.

1. Einleitung
2. Preise und Cache
3. 90 nm Fertigung, low k CDO und Strained Silicon
4. Verbesserungen der NetBurst Architektur
5. SSE3
6. VCore und TDP
7. Benchmarks: BAPCO SYSmark2002
8. Benchmarks: Sandra Max3
9. Benchmarks: Futuremark und Cinebench
10. Benchmarks: 3D und Spiele
11. Benchmarks: Audio und Video
12. Benchmarks: Specviewperf 7.1
13. Overclocking und Fazit

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