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Leserbeitrag: Das Rioworks Rhapsody HDAMA für den Entry-Server - 1/3
16.03.2004 by christoph
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Unser Leser Christoph hatte Gelegenheit, das Entry-Server-Mainboard Rioworks Rhapsody HDAMA anzutesten, und stellt uns nun seine Ergebnisse in Form eines Kurztestes zur Verfügung. Dafür möchte ich mich herzlich bei ihm bedanken!

Das Label Rioworks unter dem Dach der Arima Computer Corp. aus Taiwan ist in Deutschland sicher nicht jedem bekannt - das soll sich nun ändern. AMDs Schritt in die 64-Bit Welt sorgt seit geraumer Zeit für Furore, insbesondere seit man sich anschickt, den Desktop damit zurück zu erobern. Bekanntlich treibt der 64-bittige Opteron für das Server- und Workstation-Segment bereits seit dem Frühjahr sein Unwesen. Besonders gängig - z.B. für Abteilungsserver - sind Dual-CPU-Plattformen. Sucht man eine Alternative zu Intels XeonDP-Systemen, dürften die Opterons der 24x-Reihe von besonderem Interesse sein.

Schaut man aktuell bei AMD in die Liste der "Recommended Motherboards" für den Opteron 246, so gibt es auch ein knappes Jahr nach dem Launch im vergangenen April nur acht Boards zur Auswahl, und das obwohl weitaus mehr Modelle im Handel erhältlich sind! Für den Server-Einsatz kommen davon nur drei in Frage, hier bietet der Kandidat von Rioworks gegenüber den Kontrahenten von Tyan (K8S) und MSI (K8D) den interessantesten Feature-Mix.

Wer alles ganz genau wissen will, erfährt hier mehr:
http://www.rioworks.com/HDAMA.htm

Das BIOS ist gesockelt und ein CMOS Discharge Jumper ist auch existent. Am Backpanel geht es spartanisch zu: 2x PS/2; 2xGbLAN; 2x USB 1.1; 1x Seriell; 1x VGA.

Das Board macht auf dem Papier und auch optisch einen sehr guten Eindruck, nun muss es sich in der Realität beweisen. AMDs erster Angriff auf den Multiprozessor-Markt vor zwei Jahren mit dem AthlonMP und dem zugehörigen MPX Chipsatz sorgte für eher gemischte Gefühle: Einige "Auffälligkeiten" und Inkompatibilitäten waren nicht zu leugnen. Das sollte mit dem Opteron kein zweites Mal passieren, denn das angesprochene Klientel verzeiht hier nicht so schnell. Außerdem hatte das Board ja nun auch schon ein Jahr Zeit zu reifen und die BIOS-Historie zeigt, dass dies auch nötig war.

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Für den Kurztest bestückten wir das Board mit zwei Opteron 244 CPUs mit je 1.8GHz. Leider standen uns nur zwei PC2100 Reg. ECC CL2 512MB Module von Infineon zur Verfügung, die für die Plattform freigegeben sind. Da jeder einzelne Opteron über ein 2-Kanal-PC2700-Speicherinterface verfügt, ist eine Bestückung mit mindestens vier Modulen für optimale Performance natürlich wesentlich sinnvoller, genauso, wie gleich PC2700-Speicher zu verwenden. Weiterhin wird eine 7.200upm 40GB 2MB Cache Maxtor Festplatte (6E040L0) an den onboard Controller angeschlossen (das Testboard verfügt nicht über das optionale S-ATA Interface). Darauf wurde für die Stabilitäts- und Kompatibilitätstests Windows XP Professional sowie Windows 2003 Standard Server installiert.

Um der PCI-Perfomance auf den Zahn zu fühlen, kam später ein S-ATA RAID Controller der Firma ICP Vortex (GDT8546RZ) zum Einsatz, dieser verfügt über einen 128MB großen Cache sowie einen 100MHz RISC 64-Bit I/O Mikroprozessor und arbeitet dabei im maximal möglichen PCI-64 Bit 66MHz Modus. Daran fanden zwei Western Digital S-ATA Festplatten vom Typ Raptor Anschluss (10.000 upm/8MB Cache), sowohl einzeln als auch in RAID1 und 0 Konfiguration.

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Leserbeitrag: Das Rioworks Rhapsody HDAMA für den Entry-Server - 2/3
16.03.2004 by christoph
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Die Installation sowohl von Windows XP Professional als auch von Windows 2003 Server verlief völlig problemlos und zügig. Nach der Installation des AMD-Treiberpakets 2.0 sowie der Netzwerk- und Controller-Treiber war das System bereit, mit einigen Testprogrammen untersucht zu werden.
Betrachten wir zunächst die mit unserem Setup erreichbare CPU-Performance:

SiSoft Sandra 2004: Dhrystone ALU; Whetstone FPU; Whetstone iSSE2
Rioworks
HDAMA
2x Opteron 244
15063
5709
7484


EPoX
4PCA3+
1x P4 3GHz
9126
3784
6730


Tyan
Tiper MP
2x MP1500+
10108
4188
-


MSI
E7505 MasterLS2
2x Xeon 3.06GHz
18785
5258
10490


Anmerkung der Redaktion: Wir haben Vergleichswerte anderer Dual-Plattformen hinzugefügt:

Das hier getestete Opteron-System erreicht aufgrund seiner Speicherbestückung nicht die optimale Performance. Vier PC2700 Module (zwei für pro CPU) wären hier optimal gewesen! Wir werden in Kürze den Testbericht eines MSI K8T Master2 im Zusammenspiel mit zwei Opteron 246 CPUs sowie PC2700/PC3200-Speicher veröffentlichen.

Hier haben wir die angesprochene Systemplatte. Eigentlich recht unscheinbar, doch der Burst ist für eine einzelne 2MB Cache P-ATA-Platte am Standard IDE-Controller exzellent.

Übertroffen wird dies nur durch die Werte des RAID-Controllers: Hier sehen wir die Burst-Werte einer RAID1 (Spiegelung/Verfügbarkeit) Konstellation mit zwei Raptoren. Auch die Zugriffszeit kann sich in Anbetracht von 10.000 U/min erwartungsgemäß sehen lassen. Einzig die Transferrate scheint sehr mager, hier liegt nachweislich das Problem bei HDTach im Zusammenspiel mit dem ICP-Controller. Um zu prüfen, ob der PCI-Bus einen Flaschenhals darstellt, reicht es hier jedoch aus.

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Leserbeitrag: Das Rioworks Rhapsody HDAMA für den Entry-Server - 3/3
16.03.2004 by christoph
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Die Stabilität wurde über einen Zeitraum von 13 Stunden mit den folgenden Anwendungen simultan geprüft:

Alles lief erfolgreich ohne Probleme oder Fehler durch.

Fazit
Wer ein grundsolides Board für den Servereinsatz sucht und dabei auf AMDs neuen Opteron setzen will, liegt mit dem Rioworks Rhapsody HDAMA goldrichtig. Die Ausstattung ist für ein Board dieser Klasse komplett, die Einstellmöglichkeiten sind nahezu allumfassend. Der eine oder andere wird onboard SCSI vermissen, doch angesichts der Masse an Steckplätzen auf dem Board und deren exzellenter Performance lässt sich die weitere Ausstattung flexibel ergänzen. Zwei Gigabit LAN Ports sind eine feine Sache, ein serieller Port und zwei USB 2.0 Ports reichen für den Anschluss einer alten oder neueren USV. Ein Parallelport hätte sicher nicht geschadet, wird aber wohl nur von den Wenigsten vermisst. Was bleibt ist ein nachhaltig stabiler und wirklich durchweg positiver Eindruck. Rioworks hat hier ganz hervorragende Arbeit geleistet, denn in diesem Marktsegment zählen Ausgereiftheit und Stabilität mehr als alles andere.

Folgende Information erreicht uns nach dem Test seitens AMD:

Please note that the Arima motherboards has been renamed to Accelertech brands & article numbers:
i.e.
Arima HDAMA = Tsunami 64 MBATO2161I = IDE version
Arima HDAMA-F  = Tsunami 64 MBATO2161A = SATA version

Wir bedanken uns sehr herzlich bei unserem Leser Chistoph für diesen Beitrag!

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