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Im Test: Shuttle XPC SB61G2 mit Intel i865G Chipsatz - 1/17
20.07.2003 by doelf
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Unlängst hatten wir uns bereits einige Springdale Mainboards angesehen, unter anderem das Albatron PX865PE Pro II, welches in diesem Test als Referenz dienen wird. Es muß sich gegen einen ganz besonderen Herausforderer behaupten, nämlich gegen das Shuttle FB61, das Shuttle im XPC SB61G2 Mini-Barebone verbaut. Kann das kompakte Mainboard des Mini-Barebones mit einer ausgewachsenen ATX-Platine mithalten? Wird werden sehen. Zunächst jedoch meinen herzlichsten Dank an Shuttle für die Bereitstellung des Testmusters!

Das Gehäuse
Shuttles XPC SB61G2 ist ein modernes Mini-Barebone System, welches aus Gehäuse, Netzteil, Kühlung und Mainboard besteht. Das Design ist schlicht gehalten, elegant und durchdacht. Mit seinen kompakten Abmessungen von 300 x 200 x 185 mm (LxBxH) und einem Gewicht von gut 3 kg, erfüllt der XPC kaum die Vorstellung von eines vollwerigen Rechner in seinem schweren Big-Tower Gehäuse. Im Test werden wir erfahren, ob der SB61G2 wirklich einen großen, klobigen Rechner ersetzen kann.

Shuttle fertig das Gehäuse vollständig aus Aluminium, wodurch sich das geringe Gewicht erklärt. Die Verarbeitung ist hochwertig, scharfe Kanten gibt es nicht, und das Gehäuse zeigt auch keine Neigung zum Verwinden. Der Laufwerkskäfig kann nach oben herausgenommen werden, was den Einbau und die Verkabelung von Festplatte und DVD-ROM enorm vereinfacht.

Auch der Einbau von Erweiterungskarten gelingt sehr leicht, hierzu werden die Schrauben der Slot-Blenden gelöst und eine Halterung nach oben geklappt - nun lassen sich die Karten einbauen. Selbst eine GeForce 4Ti4400/4600/4800/SE findet im XPC SB61G2 Platz! Bleiben noch die manigfaltigen Anschlüsse; diese Begutachten wir auf unserem Mainboard-Rundgang.

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Das Shuttle FB61 Mainboard
Für das SB61G2 Mini-Barebone setzt Shutte auf hohe Integration und verbaut folglich den Intel Springdale Chipsatz in der i865G Variante mit Intel Extreme Graphics 2 ein. Diese onboard Grafik, die wir vom Intel D865GBF her kennen, erreicht eine 3D-Leistung, welche für Gelegenheitsgamer ausreichend ist. Sofern der Hersteller sauber gearbeitet hat, ist die 2D-Ausgabe auf dem Bildschirm brilliant; Shuttle gab sich alle Mühe und erreicht ein sehr gutes Bild.
Shuttle paart die Intel 82865G Northbridge mit der ICH5 Southbridge. Uns erscheint die Entscheidung, auf die ICH5-R in einem so kompakten System zu verzichten, nachvollziehbar. Ein RAID-Array würde auf so engem Raum kaum lösbare Hitzeprobleme verursachen. Aber auch ohne ICH5-R ist Shuttles SB61G2 für alle Festplattentypen gewappnet: Neben zwei P-ATA100 Anschlüssen stehen auch zwei S-ATA150 Anschlüsse zur Verfügung.

Vergleichen wir doch einmal die Ausstattung:

 Albatron PX865PE Pro IIShuttle SB61G2
CPU400/533/800 MHz FSB400/533/800 MHz FSB
RAMDDR 266/333/400
Dual Channel
DDR 266/333/400
Dual Channel
PCI51
AGPJaJa
VGA-Ja
USB 2.08 (6 nutzbar)8 (6 nutzbar)
Firewirejaja
LANGigabit LAN10/100 MBit LAN
Sound7.1,
digital in/out
5.1,
digital in/out
IDEATA100
S-ATA
ATA100
S-ATA
RAIDP-ATA
S-ATA
-
BIOSDual BIOSgesockeltes BIOS

Die Ausstattung des Shuttles kann sich sehen lassen, allenfalls Gigabit LAN könnte man vermissen. Das Shuttle FB61 Mainboard unterstützt - wie das Albatron PX865PE Pro II - alle Sockel 478 CPUs mit Northwood-Kern. Alte Willamette Celerons oder Pentiums können nicht eingesetzt werden, da diese mehr VCore brauchen.
Intels ICH5 stellt acht USB 2.0 Anschlüsse zur Vefügung, Shuttle hat immerhin 6 hiervon zugänglich gemacht, zwei weitere können auf dem Mainboard abgegriffen werden. Zudem bietet man zwei Firewire Anschlüsse.

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Aus Platzgründen konnte Shuttle nur zwei DIMMs anbieten, damit ist jedoch der Dual Channel DDR400 Betrieb problemlos möglich, und daher bietet sich der kompakte Rechner meiner Meinung nach besonders für die Kombination mit dem Intel Pentium 4C 2,4 GHz (mit FSB800) an. Gepaart mit zwei DDR400 Riegeln erreicht man eine sehr hohe Performance, kann das Hyper-Threading Feature der P4C-Generation nutzen, und dennoch arbeitet das System nicht allzu laut, da sich die Abwärme dieser CPU in Grenzen hält:

CPU Takt in GHz FSB VCore TDP Max Temp.
Intel P4 3.20 GHz/800 3.20 800 1.475-1.550 82.0 Watt 70 C°
Intel P4 3.00 GHz/800 3.00 800 1.475-1.550 81.9 Watt 70 C°
Intel P4 2.8 GHz/800 2.80 800 1.475-1.525 69.7 Watt 75 C°
Intel P4 2.6 GHz/800 2.60 800 1.475-1.525 69.0 Watt 75 C°
Intel P4 2.4 GHz/800 2.40 800 1.475-1.525 66.2 Watt 74 C°
Intel P4 3.06 GHz/533 3.06 533 1.550 81,8 Watt 69 C°
Intel P4 2.80 GHz/533 2.80 533 1.525 68,4 Watt 75 C°
Intel P4 2.66 GHz/533 2.66 533 1.525 66,1 Watt 74 C°
Intel P4 2.6 GHz/400 2.60 400 1.525 62,6 Watt 72 C°
Intel P4 2.5 GHz/400 2.50 400 1.500 ca. 59 Watt ca. 71 C°

Auch der Pentium 4C 2,6 sowie 2,8 GHz erscheinen noch sinnvoll, während die 3,0 und 3,2 GHz Boliden deutlich mehr Abwärme erzeugen. Im Test konfrontierten wir unser SB61G2 Mini-Barebone mit einer 3,0 GHz CPU sowie einer GeForce 4Ti4400 von Albatron. Obwohl der Rechner stabil und problemlos lief, möchten wir von einer zu hitzigen Kombination abraten, denn unter Last wird der Kleine dann sehr, sehr laut. Dies macht sich umso mehr bemerkbar, da man Mini-PCs meistens auf statt unter den Schreibtisch stellt.

Noch ein Wort zu den einsetzbaren Grafikkarten: Abgesehen davon, daß niemand eine schreiend laute GeForce FX5800 Ultra/FX5900 Ultra auf seinem Schreibtisch stehen haben will, sei darauf hingewiesen, daß lediglich Karten in der 1-Slot Bauform im SB61G2 verwendet werden können. Alle Grafikkarten, die zwei Slots benötigen, bleiben schon einmal draußen. Dies gilt weiterhin für alte AGP 2x-Karten, die eine 3.3 Volt Stromversorgung benötigen. Auch der Springdale-Chipsatz unterstützt lediglich AGP 4x und 8x Karten (1,5 oder 0,8 Volt) - Grafikkarten mit 3,3 Volt würden das Mainboard beschädigen!

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Shuttle FB61 Mainboard: Layout
Das Layout des kompakten Mainboards (254mm x 185mm) - welches auf der Shuttle Homepage fälschlicherweise als Micro-ATX-Format bezeichnet wird (die Bohrungen entsprechen nicht dem Mico-ATX Format) - ist durch die kompakten Ausmaße des Mini-Barebones gepägt. Arbeiten wir uns von der Rückseite zur Front durch:

Das ATX Anschluß-Panel beinhaltet:

Weiterhin finden sich auf der Rückseite ein digitaler Audio-Eingang sowie ein Ausgang, beide in der optischen Ausführung.

Innen finden wir auf dem Mainboard links oben den Floppy Anschluß darunter einen ITE IT8712F (H/W Monitor und Super I/O) und rechts daneben den gesockelten BIOS-Baustein. Weiter rechts liegt die dreiphasige Intersil-Stromversorgung mit dem multiphase Controller ISL6556BCB mitsamt den zugehörigen Drivern HIP6602BCB und HIP6601BCB. Es werden jeweils drei N-Channel MOSFETs pro Phase angesteuert!

Rechts oben auf dem Mainboard finden wir dann die beiden Stromanschlüsse (ATX-Power und ATX-12V), dazwischen liegen die Speicherbänke, welche in Querrichtung verlaufen.

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Zwischen ATX-Panel und dem Retention-Modul des CPU Sockels finden wir zwei Chips: einen VIA VT6307 (Firewire) sowie einen Realtek RTL8100B (10/100 MBit LAN).

Links oberhalb des PCI-Steckplatzes sitzt der Realtek ALC650 Audio Codec, der den AC97 2.2 konformen 6-Kanal Sound erzeugt. Unter dem PCI-Steckplatz befindet sich der AGP-Steckplatz, welcher über eine Halteklammer verfügt.

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Der CPU-Sockel, welcher sich zwischen der Stromversorgung und dem PCI-Steckplatz befindet, ist mit dem üblichen Retention-Modul ausgestattet. In diesem sitzt ein flacher Aluminium-Kühkörper mit Kupferplatte und vier Heatpipes, die in einem Radiator auf der Rückseite des Gehäuses münden. Hier verrichtet ein 80 mm Lüfter von Sunon seinen Dienst, mal recht unauffällig, mal sehr laut - abhängig von der Temperatur der CPU.

Gleich rechts vom CPU-Sockel sitzt die Intel 82865G Northbridge, die Shuttle um 45° gedreht verbaut hat. Der Alumium-Kühlkörper mit seinem 40 mm Lüfter wurde jedoch parallel zum CPU Sockel angebracht. Im Prinzip hätte Shuttle auch den Platz für eine passive Northbridgekühlung gehabt, doch wollte man bei einem derart kompakten System auf Nummer Sicher gehen und die nicht unerhebliche Abwärme der Northbridge möglichst effektiv abführen. Da Shuttle auf der CPU ja mit Heatpipes arbeitet und die Abwärme auf direktem Wege aus dem Gehäuse schafft, sorgt der CPU-Kühler hier nicht für einen Luftstrom durch den Northbridgekühler. Somit ist es fraglich, ob ein passiver Kühlkörper auf Dauer überhaupt funktionieren würde.

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Die ICH5 befindet sich unterhalb der Northbridge. Links davon liegt der Anschluß für USB 7+8, rechts sitzt die BIOS-Batterie. Am unteren Rand - optimal erreichbar - sitzt der CLEAR-CMOS Jumper, rechts davon die S-ATA Anschlüsse und die Abgriffe für die Front-Anschlüsse. Diese führen drei Audio-Anschlüsse - Line-In, Mikrofon-Eingang und den Kopfhöhrer-Anschluß - sowie 2x USB 2.0 und einen 4-Pin Firewire-Port nach außen.

Die beiden DIMMs wurden - wie bereits erwähnt - in Querrichtung verbaut. Davor liegen, parallel zur Gehäusefront, die beiden ATA100 und der ATX-Stromanschluß. Während alle anderen Anschlüsse sehr leicht zur erreichen sind, sollte man zum Einstecken der IDE-Kabel den Laufwerksrahmen ausbauen: So spart man sich unnötige Fummelei oder gar verbogene Pins.

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Die Kühlung
Im Vergleich zum CFI Mini Barebone Systems CF-S868, welches einen normalen CPU-Kühler einsetzte und die heiße Luft erst einmal im Gehäuse verteilte, um sie dann durch weitere Lüfter aus dem Gehäuse zu pusten, kombiniert Shuttle die Kühlung der CPU mit der Hitzeabfuhr aus dem Gehäuse. Hierfür setzt man die Integrierte Cooling-Engine (I.C.E.) mit Heatpipe ein. Der Gedanke ist logisch: Wenn man die CPU-Abwärme direkt aus dem Gehäuse befördern kann, verhindert man, daß sich dieses zu stark aufwärmt. Zudem ist es möglich, einen großen und laufruhigeren Lüfter einzusetzen (in diesem Falle einen 80 mm Sunon).

Der Aluminiumkühlkörper, der mit einer Klammer im Retention-Modul befestigt wird, hat einen Kupferboden. Vier Rohre führen aus dem Kühlkörper hinaus in einen Radiator, der auf der Rückseite des Gehäuses mit vier Rändelschrauben befestigt ist, so daß man ihn ohne Werkzeug demontieren kann. Hier wird die Wärme in dünne Blechlamellen übertragen, vor denen auf der Innenseite der 80 mm Lüfter sitzt. Dieser kühlt die Lamellen mit Luft aus dem Inneren des Gehäuses ab, und die warme Luft wird sogleich hinaus geblasen.

Dieses Prinzip funktioniert sehr gut, allerdings wird die Lüftung mit steigender Umdrehungszahl deutlich lauter. Wer sich also selber einen Gefallen tun will, setzt auf eine CPU und Grafikkarte mit moderater Abwärme. Im Test funktionierte auch die Kombination aus Pentium 4C 3.0 GHz und GeForce 4Ti4400 stabil bei einer Raumtemperatur von 32°C - die Lautstärke war hierbei jedoch gewaltig. Immerhin: Es hinterläßt ein gutes Gefühl, wenn das Shuttle SB61G2 auch unter solch extremen Bedingungen stabil arbeitet, ohne daß der Prozessor aufgrund der Hitze heruntertaktet. Bei dieser Extrembelastung konnten wir an der Heatpipe eine Temperatur von 47°C und am Netzteil 50°C messen. Der Rest des Gehäuses blieb deutlich kühler, vor allem auch das Innere mit 37°C (gemessen ca. 2 cm unterhalb des Gehäusedeckels.

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Das Netzteil
Das sehr flache Netzteil von Achme liefert 200 Watt und wurde auf der rechten Rückseite des Gehäuses verbaut. Mit 10 A auf der +12 V Schiene sowie 20 A auf der +5 V und 10 A auf der +3.3 V fällt die Leistung recht mager aus - das 300 Watt Netzteil von TSP leistet zum Vergleich 15 A (+12 V), 35 A (+5 V) sowie 26 A (+3.3 V). Aber die Leistung reicht offensichtlich völlig aus, um einen 3.0 GHz Pentium 4 und eine GeForce 4Ti4400 stabil zu betreiben. Folglich scheint Achme ein wirklich gut angepaßtes und effizient arbeitendes Netzteil abgeliefert zu haben.

Ein 4 cm Lüfterchen schützt das Netzteil vor Überhitzung und dreht dabei recht flott vor sich hin. Wenn das System jedoch unter Last steht, setzt sich der Lüfter des I.C.E. Kühlsystems in den Vordergrund und das Surren des Netzteillüfters verblaßt. Nicht ganz logisch erscheint uns der Einbau des Netzteiles: Die Beschriftung steht auf dem Kopf und einige Lüftungsschlitze wurden der rechten Außenwand zugedreht, zur Innenseite hin (links) finden sich jedoch keine Lüftungsschlitze.

CPUZ
Mit einem Core-Takt von 3007.1 GHz sowie einem Bustakt von 4x 200.5 = 801.9 MHz taktet Shuttle recht sauber:

Overclocking
Selbst für Overcolcker bietet Shuttle etliche Optionen. Zum einen können die Taktung von CPU, PCI und AGP eingestellt werden:

Zum Anderen können auch die Voltages (CPU, AGP und RAM) angepaßt werden:

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Stabilität
Der Shuttle XPC SB61G2 wurde wie ein normales Mainboard durch den Stabilitätstest gejagt:

Mit dem XPC SB61G2 ist Shuttle ein wirklich stabiles und problemloses Stück Hardware gelungen. Im Test gab es kein einziges Problem, alle Komponenten arbeiten einwandfrei und zudem auch noch schnell. Einzig die Stromversorung der USB 2.0 Schnittstellen, die für unsere externe 2,5"-Festplatte nicht ausreichte, ist zu bemängeln.

Die IRQ Verteilung des Shuttle XPC SB61G2:

IRG 16IRQ 17IRQ 18IRQ 19IRQ 20IRQ 21IRQ 22IRQ 23
AGP/VGAX-------
PCI#1---X----
USB#AX-------
USB#BX-------
USB#C--X-----
USB#D---X----
USB 2.0-------X
LAN--X-----
Firewire----X---
Audio-X------
S-ATA--X-----

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RightMark Audio Analyzer

RightMarkt 5.0 Albatron PX865PE Pro II Shuttle SB61G2 Philips AE PCI-Karte
Frequency response, dB
Bezugsfrequenz: 40Hz,15KHz
(geringere Abweichungen sind besser)
+0.09;-0.65 +0.37;-0.34 +0.09;-0.85
Noise level, Eigen-Rauschpegel, dBA
(niedrigere Werte sind besser)
-88.6 -81.2 -88.3
Dynamic range, Dynamik-Bereich, dBA
(größere Werte sind besser)
88.2 79.9 86.3
Total Harmonic Distortion (Klirrfaktor) %
(niedrigere Werte besser)
0.026 0.0082 0.020
Intermodulation distortion, %
(kleinere Werte sind besser)
0.042 0.612 6.672
Stereo crosstalk (Übersprechen), dB
(niedrigere Werte besser)
-69.9 -80.2 -87.0

Das Shuttle SB61G2 hat einen hochwertigen onboard Sound, hier hat man den Realtek ALC650 optimal ausgenutzt. Die Bezugsfrequenz sowie der Eigen-Rauschpegel sind gut, der Dynamik-Bereich kann sich ebenfalls sehen lassen, auch wenn er die 80 dB Marke knapp verfehlt. Vorzüglich ist der niedrige Klirrfaktor und auch das Übersprechen fällt mit nur -80.2 dB sehr gering aus. Einzig die Intermodulationsverzerrung wünschen wir uns deutlich geringer! Dennoch: Im Vergleich zur PCI-Karte Philips Acoustic Edge sowie zum VIA Envy24PT onboard Sound des Albatron PX865PE Pro II kann sich Shuttles SB61G2 sehen lassen, der Einsatz einer anderen Soundlösung (PCI oder USB) ist nicht nötig.

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Das Testsetup:

Eine Anmerkung zum Testsetup: Hyper Threading funktioniert unter Windows 2000 SP4 fehlerfrei. Alle Benchmarks wurden mit dem Intel Pentium 4C 3,0 GHz durchgeführt, Hyper Threading war immer aktiviert. Da nach dem Update auf den SP4 sowie DirectX 9a einige Abweichungen auftraten, haben wir das Albatron PX865PE Pro II nochmals durch die Benchmarks gejagt. Das gleiche Setup verwendeten wir für zwei Canterwood Mainboards, die wir in Kürze nachreichen werden.

USB 2.0 und Firewire Performance

SiSoft Sandra 8.59 Punktzahl Sequential Read Sequential Write
Shuttle SB61G2
USB 2.0
13038 19 MB/s 18 MB/s
Shuttle SB61G2
Firewire
13094 19 MB/s 18 MB/s
Albatron PX865PE Pro II
USB 2.0
13041 19 MB/s 18 MB/s
Albatron PX865PE Pro II
Firewire
13055 19 MB/s 18 MB/s

Wie auf dem Albatron PX865PE Pro II, so kommt auch auf dem Shuttle SB61G2 ein VIA Firewire Chip zum Einsatz. Die USB 2.0 Schnittstellen stellt die ICH5R Southbridge zur Verfügung. Das Shuttle SB61G2 erreicht die Werte des Albatron PX865PE Pro II und zeigt die zu erwartende Performance.
Während der Firewire-Port des Shuttle SB61G2 genügend Strom (1000 mA) an unsere extrene 2,5" Festplatte lieferte, mußten wir an den USB 2.0 Anschlüssen ein externes Netzteil verwenden.

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Sandra
2002.1.8.59
Dhrystone Whetstone INT/SSE FPU/SSE Mem/INT Mem/FPU
Shuttle SB61G2
P4 3.00 GHz FSB800
DDR400 2,5-7-4-4
GF4Ti4400
6708 2364/6110 14113 21965 4234 4224
Shuttle SB61G2
P4 3.00 GHz FSB800
DDR400 2,5-7-4-4
onboard VGA
6724 2366/6076 14111 21895 4013 3942
Albatron PX865PE Pro II
P4 3.00 GHz FSB800
DDR400 2,5-7-4-4 PEM*
6944 2337/6126 14098 21945 4637 4643
Albatron PX865PE Pro II
P4 3.00 GHz FSB800
DDR400 2,5-7-4-4
6923 2333/6127 14078 21934 4260 4234

Unser Shuttle SB61G2 erweist sich als äußerst leistungsstark und erreicht die Performance der Springdale ATX-Platine. Dabei besonders erstaunlich: Die onboard Grafik wirkt sich kaum auf die CPU Leistung und nur geringfügig auf den Speicherdurchsatz aus. Dieser erreicht immer noch die Werte, auf die man beim Einsatz von DDR320 Speicher im Dual-Channel Mode kommt.
Da Shuttle bisher PAT im BIOS des SB61G2 nicht freigeschaltet hat, kann das Albatron mit aktiviertem PEM vorbeiziehen. Allerdings ist PAT (PEM) für den Springdale eine nicht vorgesehene Tuning-Maßnahme, die nicht unbedingt problemlos auf jedem Springdale Mainboard laufen wird. Selbst auf Mainboards mit Intels Canterwood Chipsatz will nicht jeder Speicherriegel im PAT-Modus reibungslos funktionieren.

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FutureMark PCMark2002/CPU PCMark2002/MEM 3DMark2001SE
Shuttle SB61G2
P4 3.00 GHz FSB800
DDR400 2,5-7-4-4
GF4Ti4400
5441 7357 11936
Shuttle SB61G2
P4 3.00 GHz FSB800
DDR400 2,5-7-4-4
onboard VGA
5507 6587 2557
Albatron PX865PE Pro II
P4 3.00 GHz FSB800
DDR400 2,5-7-4-4 PEM*
5463 8287 12163
Albatron PX865PE Pro II
P4 3.00 GHz FSB800
DDR400 2,5-7-4-4
5457 7543 11864

Auch bei PCMark2002 kann das Shuttle SB61G2 mit dem Albatron mithalten. Der Speicherdurchsatz bricht bei Nutzung der onboard Grafik nicht besonders stark ein. Von der onboard Grafik (Intels Extreme Graphic 2 ist lediglich eine DirectX 7 Grafiklösung) darf man zwar eine sehr gute Bildqualität, aber keine überragende 3D-Leistung erwarten.

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OpenGL & DirectX Vulpine GL
1024x768x32
Codecreatures
1024x768x32
Cinebench
Shading
Cinebench
Raytrace
Single CPU
Cinebench
Raytrace
Multi CPU
Shuttle SB61G2
P4 3.00 GHz FSB800
DDR400 2,5-7-4-4
GF4Ti4400
84,6 26,2 fps
9,2 Mio
18,31 24,02 34,09
MP-Factor:
1,42
Shuttle SB61G2
P4 3.00 GHz FSB800
DDR400 2,5-7-4-4
onboard VGA
17,3 Kein DirectX8
Support!
17,84 24,02 33,74
MP-Factor:
1,41
Albatron PX865PE Pro II
P4 3.00 GHz FSB800
DDR400 2,5-7-4-4 PEM*
86,2 26,2 fps
9,2 Mio
18,26 24,04 34,30
MP-Factor:
1,41
Albatron PX865PE Pro II
P4 3.00 GHz FSB800
DDR400 2,5-7-4-4
85,9 26,2 fps
9,2 Mio
18,22 24,04 33,99
MP-Factor:
1,42

Auch bei Cinebench 2000 und CodeCreatures schlägt sich das Shuttle SB61G2 wacker, lediglich bei VulpineGL zieht das das Albatron PX865PE Pro II etwas davon.

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Video TMPEG mit Hyper Threading
Shuttle SB61G2
P4 3.00 GHz FSB800
DDR400 2,5-7-4-4
GF4Ti4400
80 Sekunden
Shuttle SB61G2
P4 3.00 GHz FSB800
DDR400 2,5-7-4-4
onboard VGA
79 Sekunden
Albatron PX865PE Pro II
P4 3.00 GHz FSB800
DDR400 2,5-7-4-4 PEM*
80 Sekunden
Albatron PX865PE Pro II
P4 3.00 GHz FSB800
DDR400 2,5-7-4-4
80 Sekunden

Kommen wir zuletzt zu TMPEG: Hier erreicht das Shuttle SB61G2 mit onboard Grafik sogar einen kleinen Vorsprung. Ansonsten liegen Albatron und Shuttle auf dem gleichen Niveau.

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Fazit
Shuttles XPC SB61G2 erreicht die Leistung eines ausgewachsenen Rechners und bietet dabei eine sehr gute Ausstattung. Der Sound ist gut, das Bild brilliant, Firewire und USB 2.0 ebenso vorhanden wie digitale Audio-Anschlüsse, 10/100 MBit LAN und S-ATA150. Wer mehr braucht, findet mit einem PCI- und einem AGP-Steckplatz ausreichende Möglichkeiten zum Nachrüsten.
Die Kühlung arbeitet effektiv und ist durchdacht, die Lautstärke hängt in erster Line von den verwendeten Komponenten ab, kann aber durchaus laut werden. Die Laufwerke erwärmen sich nur leicht, da ein Großteil der im Gehäuse entstehenden Wärme sofort abgeführt wird. Eventuell käme der XPC SB61G2 auch mit einer passiven Northbridge-Kühlung aus, allerdings ist Shuttles Vorgehen durchaus nachvollziehbar.
Die Verarbeitung ist hervorragend, die Konstruktion durchdacht, und alle Anschlüsse findet man dort, wo sie auch hingehören. Man merkt, das Shuttle der Pionier bei den Mini-PCs war und schon einiges an Erfahrung auf diesem Gebiet gesammelt hat! Kompakt, leicht, leistungsstark - was will man mehr? Zum Einen mehr Strom auf den USB 2.0 Anschlüssen, da unsere externe 2,5"-Festplatte hier bereits an die Grenzen stieß, zum Anderen würde ein Gigabit-LAN (möglichst per CSA angebunden) das System weiter aufwerten.
Der Preis von 345.00 Euro ist zwar nicht gering, doch erhält man hierfür ein Aluminium-Gehäuse mit Netzteil, eine aufwendige Kühlung und ein Mainboard, welches den derzeitigen Stand der Technik wiederspiegelt. Addiert man CPU, Speicher, Festplatte und DVD-ROM hinzu, so ist der Rechner komplett. Beispiel:

Damit erhält man ein leistungsfähiges System, das Gamer durch den Zukauf einer Grafikkarte noch weiter beschleunigen können. Wer sowieso nur Office- sowie Internet-Anwendungen benutzt, wird mit der onboard Grafik hoch zufrieden sein. Ebenfalls angenehm fällt Shuttles großes Zubehörprogramm auf, in dem man von der Fernbedienung bis zur Transporttasche alle denkbaren Artikel finden kann.
Wer sich also etwas Besonderes gönnen möchte, sollte sich den Shuttle XPC SB61G2 auf jeden Fall ansehen. Nach langer, langer Überlegung habe ich mich dazu durchgerungen, einen "Editor's Choice" zu vergeben. Der Kleine hat ihn wirklich verdient!

Für die Teststellung des XPC SB61G2 möchte ich mich recht herzlich bei Shuttle bedanken!

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