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Im Test: Soltek EQ3401M Mini-Barebone - 1/17
06.02.2004 by doelf
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Mini-Barebones werden nicht nur immer beliebter, sie werden auch immer ausgereifter. Stand zuerst "nur" ein sehr kompakter und schicker PC als Ziel auf der Entwicklungsliste der Hersteller, so hat man in der Zwischenzeit erkannt, daß die "Kleinen" durchaus die Leistung der normalen ATX-Format-PCs erreichen können und daß auch ein Mini-Barebone leise und kühl arbeiten sollte. Die stetig wachsende Zahl der Hersteller probiert die unterschiedlichsten Konzepte aus, und die besten werden von den Mitbewerbern - wie üblich - übernommen. Der Kunde kann derzeit aus einem umfangreichen Sortiment schöpfen und seinen Favouriten nach Optik, Architektur, Lautstärke aber auch nach Erweiterbarkeit auswählen. Gerade der zuletzt genannte Punkt, die Erweiterbarkeit, wird bei Mini-Barebones oft vernachlässigt.

Unser heutiger Testkandidat - wir werden im Laufe der nächsten Wochen noch einige Mini-Barebone-Systeme vorstellen - bietet gerade in Hinblick auf die Erweiterbarkeit klare Vorteile gegenüber der Mehrzahl seiner Mitbewerber, denn das Soltek EQ3401M Mini-Barebone ermöglicht den Einbau von zwei 5 1/4 Zoll-Laufwerken! Wir haben das Barebone-System in Schwarz mit Spiegelfront getestet (EQ3401M), es gibt auch eine alternative Ausführung aus gebürstetem Aluminium (EQ3401A).
Verschaffen wir uns zunächst einen Überblick über die Ausstattung:

Soltek EQ3401M Mini-Barebone
CPU Intel Pentium 4 oder Celeron mit 400/533/800 MHz Systembus
Speicher 2 DIMM-Sockel für DDR266/333/400 Dual-Channel-Betrieb
Chipsatz Intel i865G (Springdale) mit integrierter Grafik
AGP AGP 4x/8x-Steckplatz für Karten mit einfacher Bauhöhe
PCI 1 PCI-Steckplatz
Anschlüsse Front:
Kopfhörer, Mikrofon, optischer Digitalausgang, 2x USB 2.0, 1x Firewire (6 polig)

Rückseite:
PS/2 Mouse und Keyboard, COM 1 und 2, VGA, 4x USB 2.0, 2x Firewire (6 polig), 10/100 MBit LAN, Audio Line-In/Out sowie Microfon (alternativ 5.1 konfigurierbar)
Laufwerksschächte 1x 3,5 Zoll intern, 1x 3,5 Zoll extern, 2x 5 1/4 Zoll extern
TV-out/DVI AGP-Modul optional erhältlich
Netzteil 250 Watt Micro-ATX
CPU-Kühler nicht mitgeliefert
Transport Rucksack im Lieferumfang enthalten

Mit dem BIOS AX1.3F wurde das Soltek EQ3401M Mini-Barebone auch Prescott-kompatibel und läßt nun kaum noch Wünsche offen. Dennoch haben wir Verbesserungsvorschläge:

  1. Der digitale Audio-Ausgang gehört auf die Rückseite und nicht an die Front. Wenn das Barebone als Wohnzimmer-PC eingesetzt wird, wäre es ebenso unpraktisch wie unschön, den Surroundverstärker an der Front bei heruntergeklappter Frontblende anschließen zu müssen!
  2. An der Front wäre jedoch ein digitaler Audio-Eingang gut aufgehoben - diesen vermissen wir leider völlig!
  3. TV-out ist für ein Mini-Barebone-System mit Wohnzimmer-Ambitionen wichtig; optimal fänden wir es daher, wenn Soltek die TV-out/DVI-Karte gleich mitliefern würde.

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Betrachten wir den Aufbau des Soltek EQ3401M:

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Wie üblich sitzt die CPU nahe der Rückseite des Gehäuses, wo die von ihr erzeugte Hitze schnell abgeführt werden kann. Vor dem CPU-Sockel befindet sich der passiv gekühlte Chipsatz, davor - quer zur Front angeordnet - die beiden Speichersteckplätze, und direkt hinter der Front finden wir die Laufwerksanschlüsse. Auf der linken Gehäuseseite liegen ein PCI- und ein AGP-Steckplatz, wobei letzterer auf der Aussenseite liegt und somit nur mit Grafikkarten in der 1-Slot-Bauweise bestückt werden kann. Hinter dem CPU-Sockel sehen wir noch einen 120 mm Lüfter (System-Tunnel-Fan), den Soltek dazu nutzt, die CPU Abwärme anzusaugen und aus dem Gehäuse zu pusten.

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Ein 250 Watt starkes Micro-ATX-Netzteil befindet sich oberhalb des CPU-Sockels, der 80 mm Lüfter dieses Netzteils sitzt auf der Unterseite direkt über der CPU. Im Zusammenspiel mit dem Slot-Lüfter ist es Soltek möglich, große Luftmengen vergleichbar leise aus dem kompakten Gehäuse zu befördern. IcyQ-Technologie nennt Soltek dieses Prinzip, das einfach und effektiv arbeitet. Einen speziellen CPU-Kühler, wie etwa die Heatpipe-Konstruktionen von Shuttle, mußte Soltek somit nicht entwickeln, man spart sich die Beigabe eines CPU-Kühlers gleich ganz. Dafür kann der Benutzer einen Kühler seiner Wahl verwenden, wir probierten u.a. den Thermalright SLK900 in Zusammenspiel mit einem 80 mm Papstlüfter aus: Es wird zwar etwas eng, aber der Kühler passt!

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Soltek dreht die Festplatte um 90°, so daß diese quer zu den anderen Laufwerken sitzt. Auf diese Weise kommt der Benutzer leichter an die Kabel heran, und der Luftraum oberhalb der CPU bleibt weitgehend frei von Kabeln. Ungüstig gelegen ist der Floppy-Anschluß, den wir unter dem System-Tunnel-Fan finden.

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Nehmen wir nun das von Soltek verbaute Mainboard SL-B8E-F unter die Lupe:

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Die rote Hauptplatine unseres Probanden wirkt gut verarbeitet und aufgeräumt. Negativ fällt - wie bereits erwähnt - die Lage des Floppy-Anschlusses auf, auch die Abgriffe für die Front-Anschlüsse (USB, Audio, Firewire) hätte man besser platzieren können, im Bild sind diese am unteren Rand zu sehen.

In Sachen Entlüftung hat Soltek dafür alles richtig gemacht, und den Hotspots (CPU, Stromversorgung und Chipsatz) gleich zwei große und zugleich auch leise Lüfter zur Seite gestellt, die jegliche Hitze unmittelbar aus dem Gehäuse blasen.

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Unterhalb vom AGP-Steckplatz sehen wir einen Agere FW323-06 Firewire-Controller, rechts neben der passiv gekühlten Northbridge befindet sich die ICH5 Southbridge mit S-ATA Unterstützung. Soltek hat auf den Einsatz der teureren ICH5-R mit RAID-Support verständlicherweise verzichtet. Links sehen wir den System-Tunnel-Fan und darunter die 3-phasige Stromversorgung.

Der vordere Abschnitt des Mainboards beherbergt einen Vielzahl der Anschlüsse. Dies wirkt in einem Mini-Barebone immer etwas chaotisch, Soltek hat unserer Meinung nach aber eine recht aufgeräumte Lösung zu bieten. Der Primary-IDE, welcher im Regelfall die Festplatte versorgt, wurde von Hause aus verkabelt. Zum Einsatz kommen IDE-Faltkabel, die im Gegensatz zu normalen Rundkabeln, deren Litzen voneinander getrennt wurden, lediglich gefaltete Flachbandkabel sind. In der Praxis (auch bei uns im Testcenter) haben sich Faltkabel im Vergleich zu Rundkabeln als weniger fehleranfällig erwiesen. Das BIOS, rechts neben den DIMM-Slots zu sehen, wurde erfreulicherweise nicht verlötet, sondern gesockelt.

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Als nächstes bauen wir unser Soltek EQ3401M zusammen:

Unsere Asus V9950 Ultra finden problemlos Platz...

... der Laufwerkskäfig kann herausgenommen werden. Auf dem Foto ist die um 90° gedrehte Festplatte gut zu erkennen. Das DVD-Laufwerk wird erst später eingesetzt, es dient auf diesen Foto lediglich der Illustration.

Alles ist an seinem Platz.

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Die Festplattenanschlüsse sind auch im eingebauten Zustand gut zu erreichen.

Auch wenn es recht eng aussieht, im Soltek EQ3401M gibt es ausreichend Spielraum.

Die Laufwerke verbergen sich ebenso wie die Frontanschlüsse hinter verspiegelten Blenden. Einige Laufwerke mit exotischem Design könnten Probleme mit dieser Konstruktion haben, hier sorgt die Entfernung der Schubladenblende für Abhilfe. Wer statt einer Floppy eine zweite Festplatte einbauen will, muß dennoch die innere Abdeckung des 3.5 Zoll-Slots entfernen, da die Verschraubungslöcher ansonsten blockiert werden.
Der Aufbau des Soltek EQ3401M macht einen ebenso guten Eindruck wie seine Verarbeitung, es gibt nur wenige Kritikpunkte, und diese sind nicht bedeutend. Im Vergleich zum Shuttle SB6IG2 bietet das Soltek mehr Platz, zudem arbeitet es leiser und muß auf kein spezielles Netzteil zurückgreifen. Dafür liefert Shuttle den CPU-Kühler gleich mit und bietet einen noch aufgerämteren Aufbau.
Nun, da unser Soltek EQ3401M einsatzbereit ist, werden wir ihn einem ausführlichen Praxistest unterziehen!

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Resourcen
Obwohl der Intel i865G Chipsatz 8 INTs zur Verfügung stellt, läßt Soltek drei davon brach liegen. Die Trennung von LAN, Audio und Firewire finden wir positiv, darüber hinaus hätten wir uns unterschiedliche IRQs für den AGP- und den PCI-Slot gewünscht. Ein potentieller Wohnzimmer-PC muß auch mit digitalen TV-Karten zurecht kommen, und diese haben sich in der Praxis wegen unausgereifter Treiber als problematisch erwiesen. Es wäre also vorteilhaft, wenn solche Karten einen anderen IRQ als den der Grafikkarte bekommen würden.

  INT A INT B INT C INT D INT E INT F INT G INT H
AGP X - - - - - - -
PCI#1 X - - - - - - -
USB 2.0 Hub A X - - - - - - -
USB 2.0 Hub B X - - - - - - -
USB 2.0 Hub C - - X - - - - -
USB 2.0 Hub D - - - X - - - -
USB 2.0 Controller - - - - - - - X
LAN - - X - - - - -
Audio - X - - - - - -
Firewire - - - X - - - -

Stabilität
Wie jedes Mainboard, das wir testen, mußte auch das Soltek SL-B8E-F einen dreistufigen Stabilitätstest über sich ergehen lassen.

  1. Zunächst wurde Windows 2000 installiert und mit SP4 sowie DX9 versehen: keine Probleme
  2. Im zweiten Schritt folgten die Benchmarks bei FSB800 mit zwei DDR400 Riegeln: keine Probleme
  3. Zuletzt sorgten 3DMark2001SE, SiSoft Sandra und Prime95 für einen Tag Dauerlast: keine Probleme
Hierbei wurde der DDR400 Speicher mit SPD Timings betrieben. Hinsichtlich der Kompatibilität zum Arbeitsspeicher gibt es Folgendes zu berichten: Mit dem SL-B8E-F hat Soltek gute Arbeit geleistet, lediglich einen leicht erhöhten CPU-Takt müssen wir ankreiden.

BIOS und Overclocking
Soltek setzt ein etwas unübersichtliches AMI-BIOS ein, dafür findet man den gleichen Umfang an Einstellungen wie bei einem guten ATX-Mainboard. Für Overclocker finden sich alle wichtigen Optionen:

Unsere Pentium 4 Prozessoren mit 2.4 bzw. 3.0 GHz arbeiteten bei 1.25 Volt VCore völlig stabil und etwa 5°C kühler als bei 1.525 Volt (Default-Voltage). Mit der Default-Voltage erreichten wir einen Systembus von 4x250 = 1000 MHz, wobei der Speicher als DDR400 getaktet wurde. Unter Nutzung der onboard Grafik wurde das Soltek Mini-Barebone bei 3D-Anwendungen dann jedoch instabil. Sobald wir statt des integrierten Grafik-Core auf eine AGP-Grafikkarte zurückgriffen, war auch der 1 GHz Systembus kein Problem mehr, und das System lief zwar warm aber probemlos.
Betrachten wir nun die Optionen für das Speichertuning:

Auch hier finden wir alle wichtigen Einstellungen; das BIOS des Soltek EQ3401M läß einen vergessen, daß man an einem Mini-Barebone sitzt!

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Das Testsetup:
Wir haben unser Testsystem um diverse Speichermodule erweitert und verwenden nun eine Asus V9950 Grafikkarte mit GeForce FX5900 Ultra GPU; dem wollen wir auch mit neuen Spielebenchmarks Rechung tragen. Eine solche Grafikkarte wäre für ein Mini-Barebone nicht unsere erste Wahl, da sie sehr viel Hitze abgibt und nur wenig Frischluft anziehen kann. Wir wollen das System in diesem Test jedoch bis an die Grenzen belasten und dafür ist die Asus V9950 eine gute Wahl ;-)

Eine Anmerkung zum Testsetup: Hyper Threading funktioniert unter Windows 2000 SP4 fehlerfrei. Alle Benchmarks wurden mit dem Intel Pentium 4C 3,0 GHz durchgeführt, Hyper Threading war immer aktiviert.

USB 2.0 und Firewire Performance
Wir sind nun komplett auf SiSoft Sandra 2004 umgestiegen, welches wir auch für die Messung der USB 2.0-Performance verwenden. In einem externen Firewire-/USB 2.0 Case (Avance iFire2) befindet sich eine 2,5" Notebookfestplatte mit 40 GB und 4200 U/Min von IBM (IC25N040AT), wir schließen diese via Firewire bzw. USB 2.0 an die Testkandidaten an und messen die Performance:

SiSoft Sandra 2004
Soltek EQ3401M
USB 2.0
i865G
13154
19 MB/sec
18 MB/sec


Soltek EQ3401M
Firewire
i865G
12858
18 MB/sec
18 MB/sec


Asus P4P800
USB 2.0
i865PE
13145
19 MB/sec
18 MB/sec


Asus P4P800
Firewire
i865PE
13121
19 MB/sec
18 MB/sec


Albatron PX848PV
USB 2.0
i848P
13151
19 MB/sec
18 MB/sec


MSI PT8 Neo
USB 2.0
VIA PT800
13152
19 MB/sec
18 MB/sec


Albatron PX848Like
USB 2.0
ALi M1683
13324
18 MB/sec
14 MB/sec


EPoX 4PCA3+
USB 2.0
i875P
13059
19 MB/sec
18 MB/sec


Das Soltek EQ3401M liefert über die USB-Anschlusse ausreichend viel Strom, um unsere 40 GB IBM IC25N040AT zu versorgen. Die USB 2.0-Performace liegt mit den anderen Kandidaten Kopf-an-Kopf, in Sachen Firewire wäre jedoch noch ein wenig mehr möglich gewesen.

RightMarkt 5.0 Asus
P4P800
Albatron
PX848PV
MSI
PT8 Neo
Soltek
EQ3401M
Frequency response, dB
Bezugsfrequenz: 40Hz,15KHz
(geringere=besser)
+9.33;-13.38 +0.30;-0.41 +0.32;-0.45 +0.41;-0.89
Noise level, dBA
Eigen-Rauschpegel
(niedriger=besser)
-86.7 -86.0 -87.5 -86.0
Dynamic range, dBA
Dynamik-Bereich
(größer=besser)
86.0 78.4 80.0 84.8
Total Harmonic Distortion
(Klirrfaktor) %
(niedriger=besser)
0.0054 0.043 0.043 0.0088
Intermodulation
distortion, %
(kleiner=besser)
0.780 0.078 0.081 0.356
Stereo crosstalk, dB
Übersprechen
(niedriger=besser)
-87.8 -80.4 -80.8 -83.3

In Sachen Soundqualität braucht sich das Soltek EQ3401M Mini-Barebone nicht zu verstecken! Auch wenn keine neuen Bestwerte gemessen werden konnten, ist das Ergebnis "Gut" bis "Sehr Gut" - einzig die Intermodulationsverzerrung könnte etwas niedriger ausfallen.

IDE/PCI-Performance
Im Zusammenspiel mit einer 40 GB Maxtor Diamondmax Plus 8 erreichten wir am onboard ATA100-Controller der ICH5 eine Burstrate von 85,7 MB/s, die CPU-Belastung lag bei 6,3%, die durchschnittliche Übertragungsrate des Festplatte lag bei 51395,3 kps (HDTach 2.61). ATA133-Controller erreichen ähnliche Werte, bieten aber eine höhere Burstrate (ca. 110 MB/s). Die gemessenen Werte des Soltek EQ3401M liegen auf dem zu erwartenden Niveau und bieten keinen Anlass zur Kritik.

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CPU-, Bus- und Speichertakt
Nicht immer treffen die Mainboardhersteller die Taktraten genau, recht häufig verrechnet man sich ein wenig nach oben, wodurch derart "übertaktete Mainboards" in Benchmarks einen Vorteil haben. Wie sieht es bei den Testkandidaten aus?

Taktraten Asus
P4P800
Albatron
PX848PV
MSI
PT8 Neo
Soltek
EQ3401M
Frequency response, dB
CPU-Takt
Soll: 3000 MHz
3006.0 3006.9 3013.1 3018.0
Bus-Takt
Soll: 800 MHz
801.8 801.8 803.5 804.9
Speicher-Takt
Soll: 200 MHz (DDR400)
200.5 200.5 200.9 201.2

Wie wir sehen, geht Soltek hier recht optimistisch zu Werke und übertaktet um 0,6 Prozent. Das ist nicht tragisch, dennoch wird unser Barebone 5 bis 12 MHz Vorteil bei den Benchmarks haben.

CPU-Performance
Sehen wir uns nun die Ergebnisse von SiSoft Sandra 2004 an:

SiSoft Sandra 2004: Dhrystone; Whetstone; Whetstone SSE
Soltek EQ3401M
i865G
8972
3744
6644


Asus P4P800
i865PE
9198
3738
6768


Albatron PX848PV
i848P
9046
3755
6694


MSI PT8 Neo
VIA PT800
9202
3759
6704


Albatron PX848Like
ALi M1683
9301
3754
6615


EPoX 4PCA3+
i875P
9126
3784
6730


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SiSoft Sandra 2004: INT/SSE; FPU/SSE
Soltek EQ3401M
i865G
22936
33117

Asus P4P800
i865PE
22933
33180

Albatron PX848PV
i848P
22995
33270

MSI PT8 Neo
VIA PT800
23028
33194

Albatron PX848Like
ALi M1683
23033
33172

EPoX 4PCA3+
i875P
23156
33566

Bei SiSoft Sandra 2004 liegen alle Kandidaten eng beeinander, PAT bringen dem EPoX 4PCA3+ keine Vorteile, wenn es um die reine CPU-Performance geht. Unser Barebone erreicht das Niveau des Asus P4P800 Deluxe, welches ebenfalls einen Springdale Chipsatz - die i865PE Variante - verwendet.

Vergleichen wir diese Ergebnisse mit den Resultaten von Futuremarks PCMark2002:

Futuremark PCMark2002: CPU
Soltek EQ3401M
i865G
5626
Asus P4P800
i865PE
5688
Albatron PX848PV
i848P
5425
MSI PT8 Neo
VIA PT800
5467
Albatron PX848Like
ALi M1683
5427
EPoX 4PCA3+
i875P
5441

Die Springdale-Platinen erzielen einen kleinen Vorsprung, den wahrscheinlich nur Futuremark erklären kann, denn das EPoX 4PCA3+ mit i875P liegt auf dem Niveau aller anderen Chipsätze.

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Speicher-Performance
Nicht nur die reine CPU-Kraft entscheidet über die Leistungsfähigkeit eines Mainboards, auch der Speicherdurchsatz ist von Bedeutung. Hier wollen uns die Hersteller seit einiger Zeit die Vorteile eines zwei-kanaligen Speichercontrollers schmackhaft machen. Das Soltek EQ3401M ist ebenso wie das Asus P4P800 Deluxe mit einem solchen ausgestattet, gleiches gilt auch für unser Referenzmainboard in diesem Test, dem EPoX 4PCA3+ mit Intels i875P Canterwood-Chipsatz.

Sehen wir uns zunächst wieder die Ergebnisse von SiSoft Sandra 2004 an:

SiSoft Sandra 2004: Mem/INT; Mem/FPU
Soltek EQ3401M
i865G
4319
4267

Asus P4P800
i865PE
4290
4284

Albatron PX848PV
i848P
2981
2992

MSI PT8 Neo
VIA PT800
3052
3040

Albatron PX848Like
ALi M1683
2924
2947

EPoX 4PCA3+
i875P
4812
4825

Asus P4P800 Deluxe und Soltek EQ3401M liegen bei diesem Test Kopf an Kopf.

Und wie sehen die Ergebnisse bei Futuremarks PCMark2002 aus?

Futuremark PCMark2002: MEM
Soltek EQ3401M
i865G
7847
Asus P4P800
i865PE
8092
Albatron PX848PV
i848P
7173
MSI PT8 Neo
VIA PT800
7278
Albatron PX848Like
ALi M1683
6943
EPoX 4PCA3+
i875P
8922

Die Tendenz wird von Futuremarks PCMark2002 zwar bestätigt, allerdings kann sich das Asus P4P800 Deluxe im Springdale-Duell einen Vorteil verschaffen.

Zuletzt betrachten wir noch die Ergebnisse von AIDA32:

AIDA32: Lesen; Schreiben
Soltek EQ3401M
i865G
3869
1289

Asus P4P800
i865PE
3821
1277

Albatron PX848PV
i848P
2914
1108

MSI PT8 Neo
VIA PT800
2935
1009

Albatron PX848Like
ALi M1683
2983
949

EPoX 4PCA3+
i875P
4769
1435

Bei AIDA32 liegen Soltek EQ3401M und Asus P4P800 Deluxe wieder dicht beieinander, diesmal mit Vorteilen für das Barebone-System. Im Schnitt erreichen Solteks Barebone und das Asus P4P800 Deluxe eine vergleichbare Speicherperformance.

Allerdings sind diese drei Benchmarks rein synthetisch, ob die Messungen sich auch in der Praxis bestätigen, muß sich noch zeigen!

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Spiele-Performance
Beginnen wir mit den synthetischen Benchmarks von Futuremark:

Futuremark 3DMark2001SE
Soltek EQ3401M
i865G
13647
Asus P4P800
i865PE
13540
Albatron PX848PV
i848P
13409
MSI PT8 Neo
VIA PT800
13539
Albatron PX848Like
ALi M1683
13270
EPoX 4PCA3+
i875P
14317

Bei 3DMark2001SE (DirectX 8.1) liegt das Asus P4P800 Deluxe hinter dem Soltek EQ3401M...

Futuremark 3DMark2003
Soltek EQ3401M
i865G
5588
Asus P4P800
i865PE
5701
Albatron PX848PV
i848P
5663
MSI PT8 Neo
VIA PT800
5673
Albatron PX848Like
ALi M1683
5535
EPoX 4PCA3+
i875P
5793

...3DMark2003 (DirectX 9) sieht hingegen das Asus P4P800 Deluxe vorne. Verlassen wir die "spannende" Welt synthetischer Benchmarks und wenden uns ein paar Spielen zu:

Aquamark03
Soltek EQ3401M
i865G
37139
Asus P4P800
i865PE
36424
Albatron PX848PV
i848P
36038
MSI PT8 Neo
VIA PT800
35871
Albatron PX848Like
ALi M1683
35980
EPoX 4PCA3+
i875P
37494

Bei Aquamark03 (DirectX 9) setzt sich das Soltek EQ3401M wieder vor das Asus P4P800 Deluxe, nur das EPoX 4PCA3+ mit Intels Canterwood Chipsatz ist in diesem Testfeld schneller.

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Im Test: Soltek EQ3401M Mini-Barebone - 13/17
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Unreal Tournament 2003: Flyby; Botmatch
Soltek EQ3401M
i865G
167.89
58.68

Asus P4P800
i865PE
168.09
58.48

Albatron PX848PV
i848P
165.83
57.53

MSI PT8 Neo
VIA PT800
166.96
58.11

Albatron PX848Like
ALi M1683
166.55
57.68

EPoX 4PCA3+
i875P
179.75
62.39

Unreal Tournament 2003 (OpenGL) wertet das Springale-Duell zwischen Asus P4P800 Deluxe und Soltek EQ3401M als "Unentschieden".

Gunmetal: Benchmark 1; Benchmark 2
Soltek EQ3401M
i865G
28.05
32.63

Asus P4P800
i865PE
28.02
32.55

Albatron PX848PV
i848P
27.33
32.24

MSI PT8 Neo
VIA PT800
27.28
31.86

Albatron PX848Like
ALi M1683
27.76
31.74

EPoX 4PCA3+
i875P
29.38
34.68

Gunmetal (DirectX 9) wiederum sieht das Mini-Barebone von Soltek knapp in Front. In Sachen Spiele liegt der Zwerg somit auf dem Niveau einer ausgewachsenen i865PE-Platine, das ist erfeulich!

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Im Test: Soltek EQ3401M Mini-Barebone - 14/17
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Professionelle 3D- und Rendering-Performance
Genug gespielt, nun wollen wir sehen, was die Kandidaten bei der Arbeit leisten!

Cinebench 2003: Raytracing 1 CPU; 2 CPU
Soltek EQ3401M
i865G
283
348

Asus P4P800
i865PE
283
349

Albatron PX848PV
i848P
288
347

MSI PT8 Neo
VIA PT800
288
351

Albatron PX848Like
ALi M1683
285
344

EPoX 4PCA3+
i875P
289
355

Das Raytracing fordert CPU-Power, hierbei zeigen unser Mini-Barebone und das Asus P4P800 Deluxe die gleiche Performance.

Specviewperf 7.1: 3dsmax02
Soltek EQ3401M
i865G
11.29
Asus P4P800
i865PE
11.25
Albatron PX848PV
i848P
10.54
MSI PT8 Neo
VIA PT800
10.52
Albatron PX848Like
ALi M1683
10.18
EPoX 4PCA3+
i875P
11.74

Diesem Test der Specviewperf 7.1 Suite liegt die 3D-Software "3ds max" zu Grunde. Wieder liegen die Springdale Chipsätze eng beeinander, wir sehen leichte Vorteile für das Soltek EQ3401M.

SpecViewPerf 7.1: drv09
Soltek EQ3401M
i865G
36.30
Asus P4P800
i865PE
36.30
Albatron PX848PV
i848P
36.30
MSI PT8 Neo
VIA PT800
36.30
Albatron PX848Like
ALi M1683
36.29
EPoX 4PCA3+
i875P
36.30

Die Software "DesignReview" aus der Specviewperf 7.1 Suite liefert keine neuen Erkenntnisse.

- Seite 14 -

Im Test: Soltek EQ3401M Mini-Barebone - 15/17
06.02.2004 by doelf
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SpecViewPerf 7.1: dx-08
Soltek EQ3401M
i865G
26.69
Asus P4P800
i865PE
26.62
Albatron PX848PV
i848P
29.21
MSI PT8 Neo
VIA PT800
26.62
Albatron PX848Like
ALi M1683
22.52
EPoX 4PCA3+
i875P
29.21

Ebenfalls in Specviewperf 7.1 Suite finden wir die Software "Data Explorer": Hier liegen die beiden Springdales abermals auf dem gleichen Niveau, deklassiert werden beide vom EPoX 4PCA3+ (vom Canterwood erwarten wir ja eine hohe Leistung) und Albatrons PX848PV Pro (der Single-Channel-Chipsatz vermag uns hier jedoch zu überraschen!).

SpecViewPerf 7.1: light-06
Soltek EQ3401M
i865G
8.402
Asus P4P800
i865PE
8.406
Albatron PX848PV
i848P
8.280
MSI PT8 Neo
VIA PT800
8.280
Albatron PX848Like
ALi M1683
8.277
EPoX 4PCA3+
i875P
9.124

Lightscape ist die nächste Profi-Software aus der Specviewperf 7.1 Suite. Wieder einmal liegt die Canterwood-Platine vor dem Asus P4P800 Deluxe und dem Soltek EQ3401M, die sich vor die Verfolger mit einkanaligem Speicherinterface setzen können.

SpecViewPerf 7.1: proe02
Soltek EQ3401M
i865G
12.83
Asus P4P800
i865PE
12.82
Albatron PX848PV
i848P
12.26
MSI PT8 Neo
VIA PT800
12.07
Albatron PX848Like
ALi M1683
11.95
EPoX 4PCA3+
i875P
13.50

Beim Pro/ENGINEER gibt es zwischen den beiden Springdales ebenfalls kaum Unterschiede.

SpecViewPerf 7.1: ugs-03
Soltek EQ3401M
i865G
8.001
Asus P4P800
i865PE
7.987
Albatron PX848PV
i848P
7.826
MSI PT8 Neo
VIA PT800
7.850
Albatron PX848Like
ALi M1683
7.828
EPoX 4PCA3+
i875P
8.284

Zum Abschluß betrachten wir Unigraphics: Das Asus P4P800 Deluxe verliert hier gegen das Mini-Barebone System, der Vorsprung ist jedoch nicht besonders groß.

- Seite 15 -

Im Test: Soltek EQ3401M Mini-Barebone - 16/17
06.02.2004 by doelf
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Encoding-Performance
Die letzte Testreihe betrachtet die Performance beim Encoden von Video-Daten.

TMPEG 2.512.52.161: VCD PAL, Highest Quality (niedrigere Werte sind besser)
Soltek EQ3401M
i865G
179 Sek.
Asus P4P800
i865PE
179 Sek.
Albatron PX848PV
i848P
179 Sek.
MSI PT8 Neo
VIA PT800
180 Sek.
Albatron PX848Like
ALi M1683
188 Sek.
EPoX 4PCA3+
i875P
177 Sek.

Wir encoden unser Testvideo mit TMPEG und stoppen die benötigte Zeit. Das EPoX 4PCA3+ mit i875P Chipsatz liegt abermals in Führung, gefolgt vom Asus P4P800 Deluxe, welches genau so schnell arbeitet wie das Soltek EQ3401M und das Albatron PX848PV.

Windows Media Encoder 9: 5384 kbit/s (niedrigere Werte sind besser)
Soltek EQ3401M
i865G
1436 Sek.
Asus P4P800
i865PE
1439 Sek.
Albatron PX848PV
i848P
1442 Sek.
MSI PT8 Neo
VIA PT800
1433 Sek.
Albatron PX848Like
ALi M1683
1486 Sek.
EPoX 4PCA3+
i875P
1411 Sek.

Mit dem Windows Media Encoder 9 erstellen wir ein hochwertiges Video, auch hier geht unsere Referenzplatine mit Canterwood-Chipsatz in Führung, die beiden Springdale-Vertreter fallen knapp hinter das MSI PT8 Neo mit VIA PT800 Chipsatz zurück.

- Seite 16 -

Im Test: Soltek EQ3401M Mini-Barebone - 17/17
06.02.2004 by doelf
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Fazit
Um es vorweg zu nehmen: Das Soltek EQ3401M Mini-Barebone macht riesigen Spaß und ist ein starker Herausforderer für das Shuttle SB6IG2! Punkten kann das Soltek EQ3401M durch seine geringen Betriebsgeräusche und der Möglichkeit, zwei 5 1/4 Zoll-Laufwerke einbauen zu können. Die Verarbeitung ist sehr gut, das Konzept durchdacht, bei einigen CD/DVD-Laufwerken muß allerdings die Schubladenblende entfernt werden, damit die Laufwerke ihre Lade wieder einziehen können. Bei handelsüblichen Laufwerken sind keine Probleme zu erwarten, exotische Designs könnten hier jedoch Probleme bereiten.
Beim Aufrüsten sind kaum Grenzen gesetzt, eine GeForce FX5900 Ultra von Asus fand problemlos Platz und auch für den Prescott ist der Zwerg bereits gewappnet - einen entsprechend leistungsfähigen CPU-Kühler vorrausgesetzt. Sinnvoller erscheint uns die Kombination mit einem Northwood 2.4 oder 2.6 GHz sowie einer passiv gekühlten Radeon 9600, da mit einer solchen Kombination ein kaum hörbares System realisiert werden kann.
Die Performance des Soltek EQ3401M muß den Vergleich mit ATX-Mainboards nicht scheuen, im Vergleich zum Asus P4P800 Deluxe steht das Barebonesystem der ausgewachsenen Hauptplatine in nichts nach; auch die Stabilität läßt keine Wünsche offen.
Wer kein Windows einsetzten will, darf auf Linux oder Lindows zurückgreifen. Mandrake 9.2 sowie Lindows 4.5 erkannten die Hardware gut, Audio, USB und Firewire funktionierten problemlos. Lediglich der Grafiktreiber - hier wurde auf den Treiber der Intel 81x-Serie zurückgegriffen - bot nicht alle möglichen Auflösungen an.
Der Preis liegt mit 299,- Euro für die Spiegel-Variante sowie 289,- Euro für den Alu-Look im grünen Bereich, die Kosten für einen CPU-Kühler oder eine boxed CPU muß man allerdings hinzurechnen, da Soltek keinen eigenen CPU-Kühler mitliefert.
Zuletzt noch ein Wort zur onboard Grafik: Der i865G Chipsatz bietet DirectX 7 Hausmannskost, die für ältere Spiele noch ausreicht, bei aktuellen Titeln jedoch schnell an ihre Grenzen stößt; bei 3DMark2001SE erreicht man beispielsweise nur 2500 Punkte (default settings). Die Bildqualität ist bei 1024x768 Bildpunkten gut, darüber läßt sie jedoch deutlich nach. Der Einsatz einer Grafikkarte erscheint somit empfehlenswert, denn man rüstet nicht nur die 3D-Leistung auf, sondern kann das System zugleich um DVI- und Video-Ausgang erweitern.

Addieren wir alles zusammen, erhalten wir einen Editor's Choice und eine Menge Spaß :-)

Unser Dank gilt Soltek für die Bereitstellung des EQ3401M Mini-Barebone.

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