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Tyan Tiger MP S2460, Dual Socket A - 5/10
24.03.2002 by doelf

Die Grafiktreiber zu Tode optimiert?
Zum Test verwendeten wir etliche Grafikkarten und unzählige Treiber. Das Ergebnis war ernüchternd. ATi, nVidia, Kyro und Matrox waren von Problemen betroffen! So bekamen wir folgenden Fehler zu Gesicht:

    NMI: Parity Check / Memory Parity Error
Im Normalfall ist der Arbeitsspeicher defekt oder inkompatibel, wenn eine solche Meldung kommt. Es ist ein tiefgreifender Hardware Fehler (Non-Maskable-Interrupt), der eigentlich nicht von einem Treiber stammen sollte. Diverse Speichermodule und Grafikkartentreiber später sind wir klüger: der Fehler liegt in den Grafikkartentreibern oder DirectX 8.x. Sowohl Windows 2000 SP2 als auch Windows XP Pro waren von diesen Problemen betroffen. Linux hingegen lief fehlerfrei.


guter Speicher und dennoch Probleme?

nVidia's GeForce 2, 3 und 4
Besonders stark betroffen waren die nVidia Detonatoren 23.xx bis 27.xx im Zusammenspiel mit GeForce 3 Karten, für die der Hersteller einen Registry Fix vorschlägt:

  • Windows 2000: in Regedit den Schlüssel HKLM\system\currentcontrolset\services\nv\device0 öffnen und dort einen neuen DWORD Eintrag mit dem Namen PushBufferMemorySpace hinzufügen, der den Wert "1" erhält
  • Windows XP: in Regedit den Schlüssel HKLM\system\currentcontrolset\control\video\ öffnen, dort steht eine Zeichenfolge, die die Grafikkarte und Treiber "umschreibt". Diese wird von Windows XP angelegt und ist immer unterschiedlich*. Unter diesem Schlüssel findet man den Eintrag 0000. Unter diesem Eintrag wird analog zur Windows 2000 Anleitung ein neuer DWORD Eintrag mit dem Namen PushBufferMemorySpace hinzufügt, der den Wert "1" erhält
    Anmerkungen: 1. Für jeden neu installierten Treiber wird ein neuer Schlüssel erzeugt! Wenn hier viele Schlüssel stehen, ist es das Beste, den aktuellen Treiber zu deinstallieren und vor dem Neustart alle Schlüssel zu löschen. Installiert man den Treiber nun neu, sollte sich nur ein Eintrag unter HKLM\system\currentcontrolset\control\video\ finden!
    2. Der Registry-Fix funktioniert mit den Treibern der 23.xx und 27.xx Serie. Zunächst wird der Treiber installiert, aber kein Neustart ausgeführt! Vor dem Neustart muß die Registrierung editiert werden und zwar bei jeder Neuinstallation des Grafiktreibers!
    3. Sollte man ohne Fix neu starten, bleibt der Rechner eventuell schon beim Windows Start stehen. In diesem Fall muß der Rechner im VGA-Modus gestartet werden. Von dort kann man entweder den Treiber wieder entfernen oder aber die Registry editieren.
    4. Vorsicht! Wer beim Editieren der Registry einen Fehler macht, kann Windows ernsthaft beschädigen. Arbeiten an der Registry macht ihr auf eigene Gefahr!
    Quelle: theinquirer.net
Alternativ kann man auch den neuen Detonator 28.32 verwenden, der das Problem ebenfalls behebt. GeForce 2MX, 2 und 4MX Karten zeigten keine NMI-Probleme, die GeForce 3 und 3Ti Serie hingegen schon.
Unter Windows XP bereitete zudem das Beenden von OpenGL Applikationen (z.B. Quake III Arena) Probleme. Der Detonator 27.xx/28.xx behebt diesen Mißstand für alle GeForce 2/3/4 Karten. Unter Windows 2000 trat dieses Problem nicht auf. Quake III Arena zeigte im SMP Betrieb entweder keine Zuwächse oder blieb hängen (sowohl Windows 2000 als auch XP Pro).
Hier das Ergebnis in der Übersicht:
  • Detonator/Asus 1462, Windows 2000: NMI bei Quake 3 Arena
  • Detonator 2181, Windows 2000: GeForce 2MX, 2, 3 und 4MX: okay
  • Detonator 2183, Windows 2000: GeForce 2MX, 2, 3 und 4MX: okay
  • Detonator 2310, Windows 2000: GeForce 2MX, 2 und 4MX: okay; GeForce 3: NMI
  • Detonator 2311, Windows 2000: GeForce 2MX, 2 und 4MX: okay; GeForce 3: NMI
  • Detonator 2312, Windows 2000: GeForce 2MX, 2 und 4MX: okay; GeForce 3: NMI
  • Detonator 2710, Windows 2000: GeForce 2MX, 2 und 4MX: okay; GeForce 3: NMI
  • Detonator 2742, Windows 2000: GeForce 2MX, 2 und 4MX: okay; GeForce 3: NMI
  • Detonator 2832, Windows 2000: GeForce 2MX, 2, 3 und 4MX: okay
  • Detonator 2080, Windows XP: GeForce 2MX, 2, 3 und 4MX: Absturz bei OpenGL
  • Detonator 2181, Windows XP: GeForce 2MX, 2, 3 und 4MX: Absturz bei OpenGL
  • Detonator 2183, Windows XP: GeForce 2MX, 2, 3 und 4MX: Absturz bei OpenGL
  • Detonator 2310, Windows XP: GeForce 2MX, 2 und 4MX: Absturz bei OpenGL; GeForce 3: NMI
  • Detonator 2311, Windows XP: GeForce 2MX, 2 und 4MX: Absturz bei OpenGL; GeForce 3: NMI
  • Detonator 2312, Windows XP: GeForce 2MX, 2 und 4MX: Absturz bei OpenGL; GeForce 3: NMI
  • Detonator 2710, Windows XP: GeForce 2MX, 2 und 4MX: okay; GeForce 3: NMI
  • Detonator 2742, Windows XP: GeForce 2MX, 2 und 4MX: okay; GeForce 3: NMI
  • Detonator 2832, Windows XP: GeForce 2MX, 2, 3 und 4MX: okay

ATi Radeon
Bei uns traten die Probleme im Zusammenspiel mit der ATi Radeon 64MB ViVo, VE und 8500 bei folgenden Anwendungen auf:

  • Flask Encoder 0.594
  • ATi DVD Player 5.0
  • Huffyuv v2.1.1 lossless Video-Codec
  • 3DMark2001 mit Einstellungen von 1280x1024x32 oder höher
Zudem zeigte sich, daß AMD's IDE-Treiber Version 1.41g die Häufigkeit der Fehler deutlich erhöte und auch die Version 1.32 mehr NMI's provozierte als die in Windows 2000 oder XP eingebauten Treiber. Der Fehler trat bei hoher AGP-Last oder kombinieter AGP und PCI Last auf.
Bei ATi waren die Abstürze seltener, hier waren jedoch alle Treiber betroffen. Die neue Version .6037 sorgt auch hier für Abhilfe, in Verbindung mit den dazugehörigen Video-Capture Treibern traten auch keine Probleme mehr auf. Hier die Ergebnisse im Überblick:
  • Treiber .3276, Windows 2000: ATi Radeon 64MB ViVo, VE, 8500: NMI bei AGP Last/Video
  • Treiber .3281, Windows 2000: ATi Radeon 64MB ViVo, VE, 8500: NMI bei AGP Last/Video
  • Treiber .3286, Windows 2000: ATi Radeon 64MB ViVo, VE, 8500: NMI bei AGP Last/Video
  • Treiber .6011, Windows 2000: ATi Radeon 64MB ViVo, VE, 8500: Bluescreen bei 3DMark2001**
  • Treiber .6018*, Windows 2000: ATi Radeon 64MB ViVo, VE, 8500: Bluescreen bei 3DMark2001**
  • Treiber .6025, Windows 2000: ATi Radeon 64MB ViVo, VE, 8500: Bluescreen bei 3DMark2001**
  • Treiber .6037, Windows 2000: ATi Radeon 64MB ViVo, VE, 8500: okay
  • Treiber Windows XP eigen, Windows XP: okay, aber auch kein OpenGL Support
  • Treiber .3276, Windows XP: ATi Radeon 64MB ViVo, VE, 8500: NMI bei AGP Last/Video
  • Treiber .3286, Windows XP: ATi Radeon 64MB ViVo, VE, 8500: NMI bei AGP Last/Video
  • Treiber .6011, Windows XP: ATi Radeon 64MB ViVo, VE, 8500: NMI bei AGP Last/Video
  • Treiber .6014, Windows XP, WHQL: ATi Radeon 64MB ViVo, VE, 8500: Bluescreen bei 3DMark2001**
  • Treiber .6018*, Windows XP: ATi Radeon 64MB ViVo, VE, 8500: Bluescreen bei 3DMark2001**
  • Treiber .6025, Windows XP: ATi Radeon 64MB ViVo, VE, 8500: Bluescreen bei 3DMark2001**
  • Treiber .6037, Windows XP: ATi Radeon 64MB ViVo, VE, 8500: okay
* mit der Einstellung AGP Aperture Size = 1 GB im BIOS lief auch dieser Treiber stabil
** PAGE_FAULT_IN_NONPAGED_AREA

Im Dezember und Ende Januar gab es für ATi's Radeon und nVidia's GeForce fast nur Treiber, die Probleme machten. Das galt sowohl für offizielle Herstellertreiber als auch für WHQL zertifizierte Treiber. Da auch andere Grafikkarten (Matrox G550, Kyro) Probleme machten und nur wenige problemlos liefen (Matrox G400, ATi Rage 128), war die Situation sehr ernüchternd. Seit wenigen Tagen gibt es jetzt aber Treiber, die keine Probleme mit dem Tyan Tiger MP haben und zumindest für die Radeon und GeForce Benutzer haben sich die Probleme erledigt. Das ist sehr erfreulich!
Blicken wir nun auf die Benchmarks...

Weiter: 6. Konfiguration

1. Intro und Chipsatz
2. Das Mainboard
3. Das BIOS
4. Kompatibilität / Soundkarten
5. Kompatibilität / Grafikkarten
6. Konfiguration
7. Benchmarks, Single CPU
8. Benchmarks, Dual CPU (OpenGL/3D)
9. Benchmarks, Dual CPU (Video)
10. Fazit und Wertung

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